Scientists4Future Salzburg trifft Bundesministerin Gewessler

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Vertreter*innen der Scientists4Future Salzburg (links nach rechts) Lutz Dorsch (FH), Lara Leik (PLUS), Wolfgang Gratzer (Mozarteum), Daniela Molzbichler (FH) und Franz Kok (PLUS) übergaben die Stellunganhme an Bundesumweltministerin Leonore Gewessler

Gestern trafen sich Frau Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Gewessler mit einigen Vertreter*innen der Scientists4Future Salzburg. Die Vertreter*innen der FH, Mozarteum, PLUS sowie stellvertretend für die PH, überreichten der Ministerin die Stellungnahme zur Dringlichkeit des politischen Handelns.

Frau Ministerin betonte es sei immens wichtig, dass sich die Wissenschaft in den gesellschaftlichen Diskurs einmische und sie das Engagement der Wissenschaftler*innen sehr wertschätze. Vor allem lobte Frau Gewessler, dass Vertreter*innen von allen Hochschulen Salzburg vertreten seien und die Interdisziplinarität der Regionalgruppe Salzburg.
Neben dem Thema der Regionalstadtbahn wurde auch thematisiert, wie wichtig es sei das Bund, Stadt und Länder zusammenarbeiten, um einen maximalen Erfolg Bei der Bekämpfung der Klimakrise zu erzielen.


Interessierte Wissenschafter*innen sind eingeladen die Arbeit von Scientists4Future für eine wissenschaftsbasierte Klimapolitik mit Ihrer Eintragung oder Ihrem Engagement zu unterstützen!

Weiter Informationen: www.scientists4future.at   

Kontakt:

Gesamte Stellungnahme:

Stellungnahme der S4F Salzburg
zur Dringlichkeit des politischen Handelns in Salzburg

“Die Bewältigung des Klimawandels erfordert mehr entschiedenes Handeln der Salzburger Politik”

Salzburger Wissenschaftler*innen nehmen Stellung im Rahmen des 6. Weltklimastreiks

Scientists for Future halten eine Beschleunigung klimapolitischer Maßnahmen angesichts der Dringlichkeit des Klimawandels für notwendig. Salzburg könne hier als Vorbild vorausgehen. Scientists for Future ist ein überparteilicher und überinstitutioneller Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen, die sich für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft engagieren.

Es besteht kein Zweifel am menschengemachten Klimawandel. In Salzburg spüren wir bereits erste negative Auswirkungen wie Hitzewellen, Trockenperioden und weitere Extremwetterereignisse. Ohne ein schnelles und zielgerichtetes Handeln werden sich weitere dramatische Folgen des Klimawandels nicht abwenden lassen.

Scientists for Future (S4F) Salzburg möchte Stellung nehmen und sich in die aktuelle klimapolitische Diskussion aktiv einbringen. S4F ist ein überparteilicher und überinstitutioneller Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen, die sich für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft engagieren.

Das Bemühen um Klimaschutzmaßnahmen ist seitens der Politik in Salzburg und Österreich erkennbar. Das Land Salzburg hat mit der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 bereits einen wichtigen Impuls gesetzt. Auch 88% der österreichischen Bevölkerung befürworten Klimaschutzmaßnahmen[1]. Jedoch reichen die Maßnahmen und vor allem deren Umsetzung aktuell bei Weitem noch nicht aus, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu garantieren und um globalen Klimagerechtigkeitsansprüchen gerecht zu werden.

Dass auf Krisensituationen entschlossen und effektiv reagiert werden kann, zeigte sich jüngst am Beispiel der Salzburger Festspiele. Trotz COVID-19-Pandemie ist es gelungen, mit einem überlegten Präventionskonzept Veranstaltungen erfolgreich durchzuführen und dafür internationale Anerkennung zu erlangen (trotz diskussionswürdiger Sponsoren). Dieses aktive Bemühen – ein Vorbild zu sein und konsequent neue Wege zu gehen – wünschen wir uns daher von der Politik auch in Bezug auf den Klimawandel. Salzburg soll seinem Anspruch gerecht werden innovativ und wissensbasiert voran zu gehen, entsprechende Maßnahmen konkret umzusetzen und sich darüber hinaus als Modellregion zu etablieren.

Scientists for Future Salzburg bekennen sich zur Aufgabe, den Herausforderungen des Klimawandels aktiv zu begegnen und konstruktiv Lösungsoptionen sowie Transformationspotenziale aufzuzeigen. Scientists for Future sieht sich dabei als Brücke zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. So ließe sich etwa im Zuge eines Salzburger Klimagipfels ein kritischer Blick auf den Stand der Umsetzung und eine Inventur der Fortschritte und Rückstände klimapolitischer Maßnahmen bewerkstelligen.

Wir unterstützen mit Nachdruck die Forderung von Fridays For Future im Rahmen des 6. Globalen Klimastreiks nach einem entschiedenen politischen Handeln. Als Wissenschaftler*innen beobachten wir mit großer Sorge die unzureichenden Anstrengungen der Politik und kritisieren, dass unser erlangtes Wissen noch immer nicht ausreichend Gehör findet. Daher betonen wir nochmals die dringende Notwendigkeit des konkreten Handelns und appellieren zur Übernahme von moralischer und politischer Verantwortung seitens der Politik angesichts der sich immer weiter zuspitzenden Klimakrise.

Scientists4Future Salzburg

Kontakt für Rückfragen:
Lara Leik, , 0043 670 408 2272
www.uni-salzburg.at/s4f/beauftragte 

Autor*innen der Stellungnahme (alphabetisch):
Laurenz Bub (Universität Salzburg), Wolfgang Gratzer (Mozarteum), Sumeeta Hasenbichler (PH Salzburg), Stefan Kienberger (Universität Salzburg), Johannes Klackl (Universität Salzburg), Franz Kok (Universität Salzburg), Lara Leik (Universität Salzburg), Daniela Molzbichler (FH Salzburg),


[1] Lachsteiner, M. (10. September 2020). Erste österreichische Sinus-Milieu-Studie zur Klimakrise [Präsentation]. Global 2000 Pressekonferenz, Wien, Österreich. https://www.muttererde.at/wp-content/uploads/2020/09/PA-20200910-G2-ME-Integral-Sinus-Milieu-Studie.pdf  



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