Fleischalternativen aus Pilzkulturen könnten helfen, die Wälder der Erde zu retten
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Wenn bis 2050 nur ein Fünftel des pro-Kopf Rindfleischkonsums durch Fleischalternativen aus mikrobiellem Protein ersetzt wird, könnte das die weltweite Entwaldung halbieren: Das ist das Ergebnis einer neuen Analyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde und zum ersten Mal mögliche Auswirkungen dieser bereits marktreifen Lebensmittel auf die Umwelt umfassend untersucht. Der aus Pilzkulturen durch Fermentierung produzierte Fleischersatz ähnelt echtem Fleisch in Geschmack und Konsistenz, ist aber ein biotechnologisches Produkt. Gegenüber Rindfleisch erfordern diese Fleischalternativen deutlich weniger Landressourcen und können somit die Treibhausgasemissionen durch Viehhaltung und die Ausweitung von Acker- und Weideland stark senken. Die Analyse geht von der Annahme aus, dass die wachsende Weltbevölkerung immer mehr Appetit auf Rindfleisch hat.

„Fleischalternativen aus Pilzkulturen könnten helfen, die Wälder der Erde zu retten
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Ökonominnen Claudia Kemfert und Sigrid Stagl: Es geht auch ohne russisches Öl und Gas

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Europa kann die Energieversorgung auch ohne russische Energielieferungen sicherstellen“, erklärte Prof. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung für Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung bei einem Pressegespräch am Donnerstag. „Mit einen Dreiklang: Diversifikation der Importe, Energiesparen und forcierter Ausbau erneuerbarer Energien kann dies gelingen. Die jetzige Krise muss der Startschuss für einen beschleunigten Green Deal hin zu mehr erneuerbare Energien sein.“

Ökonomin Prof. Sigrid Stagl, Leiterin des Kompetenzzentrums Sustainability Transformation and Responsibility (STaR) der WU Wien, bestätigte: „Die beschleunigte Energietransition ist eine gemeinsame Anstrengung, die sich langfristig ökonomisch als vorteilhaft erweisen wird. Der Umstieg auf Erneuerbare lohnt sich wirtschaftlich“

„Ökonominnen Claudia Kemfert und Sigrid Stagl: Es geht auch ohne russisches Öl und Gas“ weiterlesen

FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Wege in die Zukunft: Gesellschaftliche Entwicklungspfade und Klimaszenarien

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

SSPs und RCPs – Shared Socioeconomic Pathways und Representative Concentration Pathways – sind Begriffe, die in Klimaszenarien immer wieder verwendet werden. Doch was bedeuten sie und wie hängen sie zusammen? Kurz gesagt: Welche dieser Pfade führen uns in eine lebenswerte Klimazukunft? Da die IPCC-Berichte, in denen diese Entwicklungspfade dargestellt werden, auf Englisch verfasst sind, haben jetzt mehrere Institutionen1 des deutschsprachigen Raums eine gemeinsame Empfehlung2 erarbeitet, wie diese Szenarien auf Deutsch benannt und beschrieben werden sollen.

„Wege in die Zukunft: Gesellschaftliche Entwicklungspfade und Klimaszenarien“ weiterlesen

FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Scheinklimaschutz in Österreich

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Alle schützen das Klima – aber die Emissionen gehen nicht runter. Drei Expert:innen haben am 27.4.2022 bei einer Pressekonferenz der Scientists for Future und des Wissenschaftsnetzwerks Diskurs über dieses rätselhafte Phänomen gesprochen. Ihr Fazit: Es gibt in Österreich mehr Scheinklimaschutz als echten .

Reinhard Steurer, Renate Christ, Ulrich Leth bei der Online Pressekonferenz
„Scheinklimaschutz in Österreich“ weiterlesen

FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Talk for Future: Grundrecht Klimaschutz – Haben wir ein Recht auf Zukunft?

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Donnerstag, 28. April 2022, 18 Uhr
über Zoom

Die jüngste Entwicklung um den – derzeit nicht mehr geplanten – Lobautunnel zeigt es deutlich: Es gibt keine übergeordnete  Richtlinie dafür, welche Rolle der Schutz unserer Lebensgrundlagen – und der künftiger Generationen – in der österreichischen Gesetzgebung spielen soll. Gesetz ist Gesetz, sagen die einen – der Schutz vor der Klimakatastrophe muss vorgehen, sagen die anderen.

Die Richtlinien, denen alle Gesetze folgen müssen, gibt die Verfassung vor.

Brauchen wir also ein in der Verfassung verankertes Grundrecht – ein Menschenrecht – auf Klimaschutz in Österreich und der EU? Was sind die Bedenken? Wie könnte solch ein Grundrecht ausgestaltet sein? Könnten wir dann klimaschädliche Regelungen bekämpfen? Wären dann zum Beispiel Gesetze, die den Bau neuer Autobahnen vorschreiben, verfassungswidrig? Könnten wir auch gegen staatliche Untätigkeit vorgehen? Und welche Auswirkungen hätte es auf Klimaklagen?

„Talk for Future: Grundrecht Klimaschutz – Haben wir ein Recht auf Zukunft?“ weiterlesen

FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Der Mythos vom „Grünen Wachstum“
von Martin Auer

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Vor 50 Jahren erschien das bahnbrechende Buch „Die Grenzen des Wachstums“, in Auftrag gegeben vom Club of Rome, erstellt am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Hauptautor*innen waren Donella und Dennis Meadows. Ihre Untersuchung beruhte auf einer Computersimulation, in der der Zusammenhang zwischen fünf globalen Tendenzen nachgebildet wurde: Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Unterernährung, Ausbeutung von Rohstoffreserven und Zerstörung von Lebensraum. Das Ergebnis war: „Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“1

Das Buch, so Donella Meadows, „wurde nicht geschrieben, um den Untergang zu prophezeien, sondern die Menschen herauszufordern, Lebensweisen zu finden, die mit den Gesetzen des Planeten in Übereinstimmung stehen“2

Obwohl zwar heute große Einigkeit darüber besteht, dass menschliche Aktivitäten unumkehrbare Auswirkungen auf die Umwelt haben, wie die Zeitschrift Nature in ihrer jüngsten Ausgabe schreibt3, sind sich Forscher*innen über Lösungswege uneinig, vor allem über die Frage, ob es notwendig ist, das wirtschaftliche Wachstum zu begrenzen, oder ob „grünes Wachstum“ möglich ist.

„Der Mythos vom „Grünen Wachstum“
von Martin Auer
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

„Nicht genügend“ für Klimaschutz an Schulen
Teachers for Future

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Österreichs Schulen fehlt eine klare Klimastrategie. Die Initiative Teachers for Future geht dem Thema nach und fordert die Bildungsdirektionen zu raschem Handeln auf.

Wien (OTS) – Klimafreundliche Schulgebäude, sichere Radwege zur Schule, ein nachhaltiges Buffet und eine koordinierte Klimabildung? Lehrerinnen und Lehrer der Initiative Teachers for Future haben sich in Österreichs Schulen umgesehen und festgestellt, dass das, was angesichts der drohenden Klimakrise bereits notwendiger Standard sein sollte, noch längst nicht flächendeckend in den Schulen angekommen ist. Auch zahlreiche Gespräche mit österreichischen Bildungsdirektionen haben gezeigt, dass eine konsequente Institutionalisierung von Klimaarbeit fehlt und die Umsetzung von Klimathemen bis dato abhängig von der Initiative einzelner Lehrpersonen und Schulleiter*innen ist. Dabei fällt gerade der Schule als Bildungseinrichtung eine besonders wichtige Rolle in der Gestaltung der Werte- und Wissensbildung zukünftiger Bürgerinnen und Bürger zu, die wesentlich dazu beiträgt, ob notwendige Veränderungen für eine klimaneutrale Zukunft mitgetragen werden oder nicht.

„„Nicht genügend“ für Klimaschutz an Schulen
Teachers for Future
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Wieviel ist eigentlich eine Kilowattstunde?
von Klaus Jäger

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Wenn wir von Energie, Energieverbrauch, Energiesparen reden und schreiben, dann ist immer wieder von Kilowattstunden die Rede. Aber wieviel ist eigentlich eine Kilowattstunde?

Eine Kilowattstunde (kWh) aus eigener Kraft zu erzeugen ist gar nicht so einfach.

Sie setzen sich in ihrem Fitnessstudio auf einen Fahrradergometer und treten so stark, dass die Wattanzeige auf 100 Watt steht.

Die Leistung von 100 Watt liegt zwar weit unter dem, was als optimale Trainingseinheit gilt [1] vereinfacht aber die Berechnung der Beispiele.

Wikipedia schreibt: „… wird die Dauerleistung eines erwachsenen, durchschnittlich großen Menschen mit 0,14 PS (100 Watt) angegeben, wobei auch hier bei entsprechendem Training durchaus über eine Stunde 440 Watt und 6 Sekunden lang 910 Watt (entspricht etwa 1,2 PS) möglich sind“ [2].

Bei einer Leistung von 100 Watt auf einem Fahrrad erreichen Sie in der Ebene, ohne Wind, eine Geschwindigkeit von ca. 20 km/h [3].

„Wieviel ist eigentlich eine Kilowattstunde?
von Klaus Jäger
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Notfallplan für den Ausstieg aus Gas
von Martin Auer

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

In einem offenen Brief an die EU-Politik schreibt die NGO-Dachorganisation Climate Action Network: Mehr als je zuvor ist die europäische Energiewende ein Friedensprojekt. Mehr fossile Infrastrukturen zu bauen, würde bedeuten, weitere Milliarden in die Taschen jener Industrie zu schaufeln, die jahrzehntelang gegen Regelungen zur Energieeinsparung und zum Umstieg auf erneuerbare Energien lobbyiert hat.

Das Climate Action Network fordert einen Notfallplan: Die Wärmedämmung von Gebäuden würde am raschesten den Bedarf an Energie senken. Förderungen und technische Unterstützung für die thermische Sanierung sollten daher obenan stehen. Gasthermen sollten schleunigst durch erneuerbare Lösungen wie Wärmepumpen ersetzt werden. Die Einrichtung von Solaranlagen auf allen dazu geeigneten Dächern sollte verpflichtend sein. Die Regierungen sollten die Neu-Installation von Gasthermen sofort verbieten und nichts mehr in die Erweiterung der fossilen Gasinfrastruktur investieren.

Climate Action Network (CAN) ist ein Zusammenschluss von über 170 Mitgliedsorganisationen in 38 Ländern Europas, die zusammen 1.500 NGOs repräsentieren.

Wie können die Emissionen von Heizen und Kühlen auf Null reduziert werden?

Der Gebäudesektor ist für ein Fünftel der globalen Emissionen verantwortlich, aber Regierungen tun international im Vergleich zu anderen Bereichen noch sehr wenig, um das Problem anzugehen. Dabei sind die notwendigen Technologien und erfolgreiche Regelungen schon erprobt. Das zeigt der neue Report Decarbonising Buildings1 von Climate Action Tracker, der soeben erschienen ist. Ausgearbeitet wurde der Bericht von zwei nicht profitorientierten Instituten: Climate Analytics und New Climate Institute.

„Notfallplan für den Ausstieg aus Gas
von Martin Auer
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram