Tolle Salzburger Wissenstage zu Climate.Changes – Scientists for Future war mit Vorträgen und einer Umfrage mit dabei

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Tolle Salzburger Wissenstage zu Climate.Changes. Jens Blechert und Hans Holzinger konnten für die Scientists for Future bei der Eröffnung sprechen. Danach gab es über 20 spannende Stationen von Bauen mit Holz über neue Energielösungen bis nachaltige Ernährung sowie Kurzvorträge- u.a. von S4F-Mitglied Markus Gastinger zur Frage, welche internationalen Verpflichtungen Salzburg hat und warum ein Abwenden Salzburgs von den Klimazielen auch auf andere Staaten ausstrahlen kann, .sowie von Hans Holzinger zum Thema, wie die Klimawende gelingen kann. Veranstalter war die Wissensstadt Salzburg, organisiert wurde der Event von Julia Eder von Salzburg Research.

Fotos von der Eröffnung: (C)Wissenstage/wildbild, Fotos von der S4F-Station: (C) Hans Holzinger

Markus Gastinger an seiner Station zum Thema Klimastrafzahlungen und Gefangenendilemma mit einem interaktiven Spiel

Am Stand der Scientistst for Future informierten wir über unsere Arbeit und unsere Vorschläge an die Politik. Zudem führten wir eine Erhebung durch, in der Einschätzungen zur Klimakrise sowie zur Klimapolitik erfragt wurden [Ergebnisse siehe unten]. An der Station mit dabei war S4F-Mitglied Daniela Molzbichler mit Studierenden der FH Salzburg.

Ergebnisse der Erhebung: Klimawandel wird als gefährlich eingestuft

40 Personen haben sich and er Erhebung beteiligt, wobei es sich naturgemäß um keine repräsentative Stichprobe handelt. Dies zeigt bereits das Ergebnis der ersten Frage: Nur zwei Teilnehmende schätzten die Klimaerwärmung als nicht gefährlich ein, 31 aber als sehr gefährlich, 7 lagen im Mittelfeld. Auf die Frage, ob wir die Klimawende (2 Grad-Ziel) schaffen, wurde eher pessimitisch geantwortet: 23 lagen im unteren Drittel, 17 im Mittelfeld, als sehr optimistisch schätzte sich niemand ein.

Die Antworten auf die Frage, wann sich Menschen klimafreundlich verhalten, waren eher ausgeglichen (hier konnten zwei von vier Angaben angekreuzt werden, wobei einige mehrere Aspekte ausgewählt haben): „Nach erlittenem Schaden“ [26], „Aus eigener Einsicht“ [24], „Durch positive Vorbilder“ [29], „Durch Vorschriften“ [33].

Zur Frage, was die Politik am ehesten zu wirksamen Maßnahmen bewegt, waren die Antworten etwas breiter gestreut (drei Maßnahmen konnten angekreuzt werden): „Forschungsberichte“ [26], „Medienberichte“ [25], „Demonstrationen“ [20], Straßenblockaden“ [11], „Klimaklagen“ [34]. Unter „Anderes“ wurde genannt: Der Wunsch, wiedergewählt zu werden.

Schließlich haben wir abgefragt, welche Maßnahmen am wikungsvollsten eingeschätzt werden (hier konnten aus acht Vorschlägen vier ausgewählt werden: Angeführt wird die Vorschlagsliste von „Ausbau Rad-/Öffeentlicher Verkehr“ [29] und „Förderungen für Solarenergie“ [27), gefolgt von „Cos2-Steuer/Emissionszertifikate“ [22], „Vermögenssteuer für Klima“ [22] und „Auslaufen Öl/Gasheizung“ [20]. Die wenigsten Punkte bekamen „Förderungen für E-Autos“ [13] sowie „Auslaufen Verbrennungsmotor“ [13]. Als in der Aufzählung fehlende Maßnahmen wurden genannt: „Pflanzliche Ernährung“, „Bodenschutz“, „günstigere Angebote bei Nahrung und Öffis“, „Bewahrung/Wiederherstellung von Mooren“ sowei „Sinnvolle Verteilung von Ressourcen“.



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Open your Course 4 Climate Crisis – WS 2023/24

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Die „Open your Course 4 Climate Crisis“ ist eine Woche, in der Hochschullehrende aufgefordert sind, das Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel fachspezifisch in Ihren LVAs zu integrieren.  Im laufenden Semester findet sie vom 6.11 bis zum 12.11 statt.

In Salzburg gibt es parallel dazu die Sustainability Week, in der man sich vernetzen kann und einen Überblick bekommt was es zu den Themen in Salzburg schon alles gibt.  

Es gibt Programmpunkte wie interessante LVAs zum Reinschnuppern, Informationsstände, offene Kennenlern-Treffen, Slams u.v.m.

Weitere generelle Informationen zur OC4CC finden sie hier.

Unten angefügt das vollständige Programm für Salzburg in diesem Semester:



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„Öffnet endlich die Augen!“ – Erfolgreiche Klimaaktion von Scientists for Future Salzburg

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Fotos:S4F/Holzinger/Sperka

„Öffnet endlich die Augen“ – Unter diesem  Motto forderten Mitglieder von Scientists for Future Salzburg in einer Aktion am 18. August eine energischere Klimapolitik ein. Symbolhaft verbanden sie sich und der Statue von Friedrich Schiller am Eingang zum  Furtwänglerpark die Augen mit einem Tuch. So wie UN-Generalsekretär Antonio Guterres mahnen die Salzburger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen konkretere Maßnahmen der Politik zur Eindämmung der Klimakrise ein. Neben der Politik seien wir aber auch als Bürger und Bürgerinnen gefordert, unser Mobilitäts- und Konsumverhalten umgehend zu verändern. Beispiele, wie das geht, gebe es bereits genug. Die Aktion ist Teil einer weltweiten Kampagne in zahlreichen Städten unter dem Motto „Tell the Truth“, in der Statuen berühmter Persönlichkeiten die Augen verbunden werden. Die WissenschaftsaktivistInnen nehmen Bezug auf den Vers von Friedrich Schiller:Was ist das Schwerste von allem? Was dir das Leichteste dünkt, mit den Augen zu sehn, was vor den Augen dir liegt.“ Ihr Aufruf: „Öffnen wir die Augen und handeln danach! Die Klimakrise erlaubt keinen Aufschub mehr.“

Forderungen an den Bund:
• Umsetzung von Tempo 100/80/50/30 (würde lt. Umweltbundesamt die CO2-Emissionen um ein Viertel verringern, zudem Spritkosten sparen und Unfallgefahr verringern)
• Rasches Anheben des CO2-Preises auf international vergleichbare Preise mit Lenkwirkung (am Beispiel Schwedens). In Österreich startete der CO2-Preis 2022 bei 30 Euro pro Tonne und steigt jährlich bis auf 55 Euro pro Tonne im Jahr 2025 an, in Schweden beträgt der Preis jedoch bereits über 100 Euro/Tonne.
• Strikte Umsetzung des Verbots von Kurzstreckenflügen in Österreich.  Im Gegenzug zur Finanzspritze während der Corona-Pandemie wurde 2020 den Austrian Airlines die Auflage erteilt, Kurzstreckenflüge auf die Bahn zu verlagern, wenn dieselbe Strecke in weniger als 3 Stunden bewältigt werden kann. Daraufhin strich Austrian die Verbindung Wien – Salzburg. Jene nach Graz und Innsbruck sind aber weiterhin im Angebot. Generell müsste ein Verbot von Kurzstreckenflügen auf EU-Ebene erfolgen.
• Schnellstmögliche Verabschiedung eines Klimaschutzgesetzes mit konkreten, sanktionsbewehrten Zielen für alle Gebietskörperschaften im Rahmen ihrer Zuständigkeit (wie vom Österreichischen Klimarat vorgeschlagen)

Forderungen an die Salzburger Landesregierung:
• Weitere Förderung des Öffentlichen Verkehrs und der Radinfrastruktur, Angebote für die letzte Meile.
• Sofortiger Stopp zusätzlicher Bodenversiegelung für Verkehrs- und Parkflächen bzw. Entsiegelung gleichwertiger Flächen, wenn Flächenversiegelung unumgänglich ist (zB öffentliches Interesse).
• Verbot oder massive Einschränkung von Privat- und Businessflügen bzw. prohibitive Verteuerung der Start- und Landegebühren dafür am Salzburger Flughafen, keine neue Flugverbindung nach Wien (wie im Regierungsübereinkommen geplant).
• Einrichtung eines breit getragenen Salzburger Klima-Bürgerrates, zu dessen Vorschlägen der Salzburger Landtag öffentlich Stellung nehmen muss.
• Start eines breit angelegten „Klimawandelanpassungsdialoges“, der sich nicht nur mit technischen (zB Hochwasserrückhaltung, baurechtliche Vorgaben), rechtlichen (zB im Bereich der Raumordnung) beschäftigt, sondern auch die medizinischen und sozialen Möglichkeiten, Klimawandelvorsorge zu betreiben, mitumfasst und darauf aufbauend Umsetzen konkreter Maßnahmen.
• Öffentliches Bekenntnis, dass die Klimakrise rasches Handeln erfordert, auch als Signal an uns Bürgerinnen und Bürger, um zu einem gemeinsamen Umsteuern zu kommen. Klimabewusstes Verhalten muss zur Selbstverständlichkeit für alle werden.



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Salzburgs Klimapolitik in Diskussion – Landtagswahl 2023 – Einladung von Scientists & Fridays for Future 13.4. 20.00 NAWI

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Die Scientists for Future Salzburg haben an die wahlwerbenden Parteien einen umfangreichen Fragenkatalog gesandt. Antworten kamen von ÖVP, SPÖ, Grüne, NEOS, FPÖ und KPÖ. Die Ergebnisse und deren Bewertung durch die Klimabewegung werden demnächst auf der Homepage von Scientists for Future sowie auf www.klimawahlen.at des Klimavolksbegehrens veröffentlicht.

Am 13. April laden die Scientits for Future gemeinsam mit der Klimabewegung der Fridays for Future zu einer Podiumsgespräch, bei dem zentrale Aussagen diskutiert werden. Über einen offenen Stuhl werden sich auch die VertreterInnen der Salzburger Klima- und Umweltbewegung einbringen. Kommt zahlreich!

13. 4. 2023 20.00 Uhr, Universität NAWI, Hellbrunnerstraße 34, HS 424



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Scientists For Future unterstützen Klimaprotest in Linz

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Linz, 21. März 2023, 7.45 Uhr. Den zweiten Tag in Folge sind die Menschen der Letzten Generation auf der Straße, um in der eskalierenden Klimakrise erste Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung einzufordern: Tempo 100 auf der Autobahn, und ein Verbot neuer Öl- und Gasbohrungen. Sie brachten den Verkehr auf der Waldeggstraße und der Wiener Straße friedlich zum Stillstand, unterstützt von solidarischen Wissenschaftler:innen, Parents For Future und der Radlobby.

Lisa Aigelsperger, Ernährungswissenschaftlerin, steht als Teil der Scientists for Future hinter den Protesten: “Meine zwei Kinder sind 6 und 10 Jahre alt. Ich wünsche mir, dass sie auf dieser Welt noch eine Zukunft haben. Die Fakten sind seit Jahrzehnten bekannt; in Afrika habe ich mit eigenen Augen gesehen, was die Klimakrise heute schon anrichtet.“ Die Ernährungswissenschaftlerin arbeitet bei Südwind OÖ und kennt die Zusammenhänge zwischen Klima und Hungerkatastrophen.

Professor Andreas Janko vom Institut für Staatsrecht an der JKU im ORF-Interview zur Frage, ob die Proteste rechtens sind: „Rechtswidrig ist es, allerdings: die Aktivist*innen sehen aufgrund ihrer großen Besorgnis keine andere Möglichkeit mehr, und das ist genau das Wesen von zivilem Ungehorsam.“ Ob härtere Sanktionen eine abschreckende Wirkung haben würden? „Das kommt darauf an, in welcher Höhe man sie verhängen würde, aber ich gehe mal davon aus, dass hier die Besorgnis so groß ist, dass man eben ganz bewusst auch diese Rechtsbrüche in Kauf nimmt, und dass ein Drehen an der Sanktionenschraube wahrscheinlich nichts bewirken würde.“ Ob es nicht gangbarere legale Alternativen für Aktivist*innen gäbe, ihren Unmut kundzutun, die nicht so viel Wirbel auslösen? „Wir haben ein Demonstrationsrecht, und das kann man auch völlig rechtsmäßig und rechtskonform ausüben, mit Anmeldung, da sind auch Straßenblockaden unter Umständen möglich, oder man kann auch wo anders demonstrieren gehen. Allerdings will man natürlich das Aufsehen und die Aufmerksamkeit. Andere Aktionen werden als zu wenig effektiv eingestuft, genauso wie auch die bloße Teilnahme an ganz klassischen, vor allem direktdemokratischen Elementen: wir wissen, natürlich kann man bei uns Volksbegehren stellen, nur, wir wissen auch, die Volksbegehren sind ein Wunsch ans Parlament, und entscheiden werden am Ende die Abgeordneten, und da geht es den Aktivist*innen einfach zu wenig schnell.“

Professor Alois Birklbauer vom Institut für Strafrechtswissenschaften an der JKU spricht Respekt für die Proteste aus: „Die Proteste sind ungeheuer wichtig, weil sonst der Diskurs über die Klimakrise nicht in dem Ausmaß existieren würde in dem es notwendig ist. Wir brauchen eine Abrüstung der Worte. Die Bezeichnung „Klimaterroristen“ für Aktivist:innen ist völlig unangebracht. Wenn man beachtet, wie stark durch unterlassene Maßnahmen das Klima geschädigt wird, wäre es passender zu sagen, dass die größeren Terroristen in der Regierung sitzen.“

Jelena Saf von der Letzten Generation: “Gestern erst hat der Weltklimarat seinen Bericht veröffentlicht, und die Warnung könnte nicht deutlicher sein. Der Zusammenbruch unserer Lebensgrundlagen schreitet mit rasendem Tempo voran; in den verwundbarsten Gebieten sind mehr als 3 Milliarden Menschen umittelbar bedroht. Unsere Regierung baut weiter an der Autobahn in die Klimahölle, statt wenigstens die billigsten, einfachsten Schritte in eine überlebbare Zukunft zu setzen. Allein mit Tempo 100 könnten wir jedes Jahr 460.000 Tonnen CO2 einsparen, und gleichzeitig dank weniger Lärm und Schadstoffen die Lebensqualität in Österreich verbessern.” In den OÖ Nachrichten: Heute hätte sie bemerkt, dass die Leute im Stau anfingen, miteinander über die Notwendigkeit der Proteste zu diskutieren. „Das hat mich gefreut„, denn auch hier wurde Solidarität sichtbar.

Die Letzte Generation ist fest entschlossen, ihren zivilen Widerstand deutlich auszuweiten, falls die Fakten von Politiker:innen wie Bundeskanzler Nehammer noch länger ignoriert werden: Nehammer höre lieber auf einen diskreditierten Klimaleugner. Kein Wunder also, dass Österreich seine Klimaziele Jahr für Jahr krachend verfehle und auf Strafzahlungen in Milliardenhöhe zusteuere.

Wie bedrohlich die Lage ist, stellte UN-Generalsekretär Antonio Guterres anlässlich der gestrigen Veröffentlichung der Zusammenfassung des Weltklimarats-Berichts klar: “Die Menschheit steht auf dünnem Eis – und dieses Eis schmilzt schnell. Jedes Land muss Teil der Lösung sein. Wer von anderen verlangt, sich zuerst zu bewegen, stellt die Menschheit an letzte Stelle.”

Die Scientists for Future OÖ stellen sich entschlossen hinter die Forderungen der Klimaaktivist:innen und zeigen sich solidarisch mit den Menschen, die für eine lebenswerte Zukunft für alle eintreten.

Medienberichte



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„Letzte Generation“: Rund 60 Wissenschafter:innen in Graz solidarisieren sich mit Sorge der Aktivist:innen

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In Graz haben Aktivist:innen der Letzten Generation heute früh durch eine Straßenblockade auf die dramatischen Klimafolgen hingewiesen, auf die unser Planet ohne deutlichen Klimaschutz zusteuert. Zahlreiche Wissenschafter:innen waren vor Ort. Sie bringen damit zum Ausdruck, dass die Klimasorgen mehr als berechtigt sind. Bereits im März 2019 haben über 26.000 Wissenschafter:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – davon rund 2000 aus Österreich – eine unmissverständliche und klare Stellungnahme unterschrieben: Die Sorgen der jungen Menschen sind berechtigt. Vier Jahre später ist die Klimakrise weiter gefährlich angewachsen und diese Sorgen ernst zu nehmen ist dringlicher denn je. In unseren wissenschaftlichen Studien sehen wir, wie zerstörerisch die Folgen für uns alle sein werden, wenn wir nicht umgehend für viel mehr Klimaschutz sorgen. Wir schließen daraus, dass ein volles Bewusstsein über diese Folgen bei einer breiten Mehrheit zu wohl wesentlich mehr Klimaschutz führen würde, als wir derzeit in Österreich beobachten können. Wir sehen es daher als unsere Verantwortung als Bürger:innen, auf diese Folgen hinzuweisen, und dies auch als Wissenschafter:innen auf Einladung aller gesellschaftlichen Kräfte zu tun. Mit den Aktivist:innen der Letzten Generation sind wir dazu auch im Austausch, wie nächste Schritte einer Umsetzung und gesellschaftlichen Entscheidung hin zu deutlich mehr Klimaschutz gelingen können. Klug gestaltet bringt Klimaschutz zudem mehr von vielem: von Gesundheit über Arbeitsplätze bis zu Lebensqualität. Während die Protestform umstritten ist, zeigen Beispiele aus der Geschichte, dass ziviler Ungehorsam ein wesentlicher Katalysator sein kann für wichtige gesellschaftliche Änderungen, deren Resultate uns heute völlig normal erscheinen, wie etwa Frauenwahlrecht und Bürger:innenrechte. Die Situation ist heute im Hinblick auf die Klimafolgen kritisch – gesellschaftliche Diskussion und gemeinsame Entscheidungen sind daher in unser aller ureigenstem Interesse.

Univ.-Prof. Dr. Karl Steininger, Klimaökonom
Assoz.-Prof. Dr. Thomas Brudermann, Nachhaltigkeitsforscher
Univ.-Prof. Anke Strüver, PhD, Stadtgeographin

Das Originaldokument mit den weiteren Unterzeichner:innen:



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Wissenschaftler unterstützen Klimablockade in Linz

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Am 10.1.2023 führten Mitglieder der „Letzten Generation“ eine Blockade der Waldeggstraße durch, um auf die Dringlichkeit der Klimakrise hinzuweisen. 30 oberösterreichische Wissenschaflter*innen haben in einer Stellungnahme ihre grundsätzliche Solidarität für derartige Proteste bekundet, zwei von ihnen waren bei der Blockade dabei.

Im Standard und im Kurier wird zum aktuellen Protest berichtet:

Oberösterreichische Wissenschafter und Wissenschafterinnen unterstützen die „Letzte Generation“. Die Dringlichkeit der Klimakrise erfordere viel wichtigere Debatten als jene, ob die Protestformen gerechtfertigt sind. „Die öffentliche Sicherheit wird nicht durch Proteste bedroht, sondern durch das Versagen der Politik im Klimaschutz“, sagte Mirko Javurek von Scientists for Future OÖ.

Ein teilnehmender Schüler kritisierte die Pläne für neue Gasbohrungen in Molln scharf: „Wie kann eine Regierung den Ausstieg aus fossiler Energie ernst meinen, wenn sie gleichzeitig zulässt, dass hier in Oberösterreich nach neuem fossilem Gas gebohrt wird?“

Die Oberösterreichischen Nachrichten schreiben:

Die Wissenschaftler unterstützen die Forderungen der „Letzten Generation“: „Es braucht ein Alarmzeichen, weil die Gesellschaft auf eine Klimakatastrophe zurast, ohne etwas dagegen zu tun. Ziviler Ungehorsam hat in der Geschichte immer wieder in ähnlichen Situationen eine Veränderung bewirkt“, sagt Mirko Javurek.

Videobeitrag der Oberösterreichischen Nachrichten

Es wird geschildert, wie ein Wissenschaftler von Scientists for Future versucht, einen aufgebrachten Passanten „in ein Gespräch zu verwickeln und Verständnis für die Klimaschützer zu erzeugen – vergeblich. Schimpfend setzt er [der Passant] schließlich seinen Weg fort.“

Auf die Frage, ob sie denn in der Blockade keine Angst hätte, antwortet eine Teilnehmerin der Letzten Generation: „Ich habe Angst, unglaubliche Angst.“ Aber ihre Angst vor der Klimakatastrophe sei noch viel größer. Während die Polizisten ihre Hand von der Straße lösen, schreit sie vor Schmerzen. Später sagt sie: „Meine Hand ist äußerlich nicht verletzt. Sie tut schon ordentlich weh, aber das nehmen wir in Kauf. Das ist eine der Sachen, die wir ertragen müssen. Im Vergleich zu dem, was auf uns zukommt, ist das nichts – Krieg, Hunger, Dürren. Da bin ich bereit, Opfer zu bringen.“

Die Kronen Zeitung berichtet über die ablehnende Reaktion des Linzer Bürgermeisters, der seine Forderung nach einer Verschärfung des Strafrechts „für derartige Chaos-Aktionen“ wiederholte. „Parents For Future Oberösterreich“ halten eine anlassbezogene Verschärfung von Gesetzen für menschenrechtlich und demokratiepolitisch mehr als bedenklich und mahnen: „Insofern erscheint es uns völlig überzogen und unwürdig, dass die Aktivist:innen, die sich gewaltfrei gegen unser aller Gefährdung engagieren, jetzt für ihr ziviles Engagement bestraft werden. Ziviler Ungehorsam darf von der Politik nicht kriminalisiert werden! Einige engagierte Aktivistin:innen erfahren aktuell gravierende berufliche und materielle Nachteile wegen ihres Einsatzes für uns alle. Das ist absolut inakzepabel. Der Wandel muss von unten kommen, denn die Politik flüchtet sich beim Klimaschutz in Ausreden. Diejenigen, die sich festkleben, stellen keine Gefahr für die Gesellschaft dar, sondern nützen ihr sogar.“ Die um die Zukunft fürchtenden Eltern begründen „die bewusst provozierenden Aktionen“ der Klima-Aktivisten so: „Diese Menschen sind aufgrund übereinstimmender, weltweiter Warnungen von Klimaforscher:innen unterschiedlicher Fachrichtungen getrieben von Sorge um unsere und die Zukunft der nachfolgenden Generationen. Sie haben auch die Erfahrung gemacht, dass bisherige Forderungen und übliche Protestformen von den Regierenden und der Gesellschaft zu wenig beachtet wurden.“ Daher hätten sich einige dazu entschlossen, mit Blockaden und anderen bewusst provozierenden Aktionen stärker den Blick auf die Klimakrise zu lenken. „Alle ihre Aktionen sind aber darauf bedacht, keinen materiellen Schaden und schon gar keine Gefährdung von Menschen zu verursachen“.



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Sustainability Week in Salzburg

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Auch im WS 22/23 gibt es wieder gleichzeitig zur Open your Course 4 Climate Crisis eine Nachhaltigkeitswoche an der Universität Salzburg mit Vorträgen, Kochkursen von Studierenden und Partnerinstitutionen.

Zusatzinformationen:

Sonntag: mit dem Zug (S3, Richtung Golling) bis Werfen fahren und dann zu Fuß (300 Meter in Richtung flussaufwärts) kommen, gemeinsamer Treffpunkt am Gleis. Die Fahrt wird übernommen.
Montag: Anmeldung und Online Zugang: https://jungk-bibliothek.org/2022/10/13/e-mobilitaet-fluch-oder-segen-wohin-geht-die-reise-projekte-des-wandels-72in-kooperation-mit-smart-city-salzburg-07-11-2022-19-00/
Mittwoch: Anmeldung zum Kochen bei:
Unkostenbeitrag: 5 Euro

Zudem gibt es Vorlagen, Videos und Vorstellungsunterlagen der Initiativen und eine Foliensammlung zum Herausnehmen für Lehrende:

Hier geht’s zu den Folien und Videos der S4F Salzburg

Die zusammengesetzte Foliensammlung in PP Form enthält folgende Inhalte:

  • Teil 1: Phänomen Klimawandel
  • Teil 2: Sind wir auf einem guten Weg?
  • Teil 3: Warum passiert nicht genug?
  • Teil 4: Was kann jede*r Einzelne tun?

Auch finden Sie dort eine kurze Präsentation mit einer Auflistung was Studierende jetzt schon an der PUS belegen und tun können sowie fertige Präsentation zur Vorstellung der Nachhaltigkeitsinitiativen an der PLUS mit oder ohne Videos sowie in PDF oder PP Version.

Wir freuen uns, dass Sie Teil der Lösung sein wollen und die Nachhaltigkeitsthemen mit in Ihre LVAs nehmen wollen.

Wir möchten Sie weiter und besser unterstützen. Bitte melden Sie uns dazu Feedback, Wünsche und weiteres zurück. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an .



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Scientists4Future beim SDG Family Day

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Am 25. September fand im Wiener Donaupark der von den Initiativen „Rebels of Change“ und „sustainLabel“ organisierte SDG Family Day statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Sustainable Development Goals, also die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, in familiengerechter Art und Weise bekannter und erlebbar zu machen.

Dabei waren gemeinsam mit verschiedenen Jugend- und Umweltbewegungen auch die Scientists4Future mit einem Stand vertreten. Hier gab es gleich in mehreren Stationen die Möglichkeit für Kinder und Eltern, sich über unsere Umwelt informieren. Unsere Scientists erklärten die Bedeutung von Kohlendioxid und sowohl seinen natürlichen Kreislauf, als auch die von Menschen verursachte Freisetzung und zeigten in einem Experiment vor, wie bei natürlichen Prozessen CO2 entsteht. Außerdem konnten in einem Mikroskop Gesteinsproben untersucht werden, es wurde über die verschiedenen Lebewesen in unserem Boden informiert und  die Wichtigkeit von Tierwohl in der Nutztierhaltung ebenso wie deren Rolle für den Klimawandel thematisiert.

Trotz des herbstlichen Wetters war das Event gut besucht, neben den Info-Ständen gab es auch viele Gelegenheiten für die Kinder, sich zu bewegen, wie in Tanzworkshops, am Klettern oder im Fair Play Streetkick Court. Außerdem sorgte ein umfangreiches Bühnenprogramm für Unterhaltung.

Was sind die Sustainable Development Goals?

Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 verschiedene Ziele, die 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurden. Zu jedem Ziel gibt es mehrere Unterpunkte und konkrete Handlungen, die von einzelnen Staaten durchgeführt werden können. Jedes Mitgliedsland der UNO hat sich verpflichtet, die Ziele mitzutragen und einen Beitrag zu ihrem Erreichen zu leisten. 

Die 17 Ziele lauten:

  1. Keine Armut
  2. Kein Hunger
  3. Gesundheit und Wohlergehen
  4. Hochwertige Bildung
  5. Geschlechtergleichstellung
  6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
  7. Bezahlbare und saubere Energie
  8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  9. Innovation und Infrastruktur
  10. Weniger Ungleichheiten
  11. Nachhaltige Städte und Gemeinden
  12. Nachhaltige/r Konsum und Produktion
  13. Handeln für den Klimaschutz
  14. Leben unter Wasser
  15. Leben an Land
  16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
  17. Partnerschaft zur Erreichung der Ziele

Quelle: https://sustainlabel.org/sdg/; https://sdgs.un.org/goals#goals

Titelbild: S4F



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„Die Fakten sind klar. Es ist Zeit zu handeln“: Scientists for Future beim Klimastreik am 23. September

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Auch ein Block der Scientists for Future war beim großen Klimastreik am 23. September vertreten. Insgesaamt gingen in Wien 12.000 Menschen unter dem Motto „Energiewende für alle“ auf die Straße, um für eine sozial gerechte Klimazukunft zu demonstrieren.

Ohne Frieden gibt es keine nachhaltige Zukunft, ohne Nachhaltigkeit gibt es keinen Frieden

Fotos: Martin Auer



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