23.09.2022: Weltweiter Klimastreik – Küresel iklim grevi – Глобални климатски штрајк – Globalni klimatski štrajk – Глобальний кліматичний страйк – Глобальная климатическая забастовка

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Geh mit uns auf die Straße! Teuerungswellen greifen um sich und unsere Strom- und Heizungsrechnungen steigen. Viele Menschen können sich das Leben kaum noch leisten, während klimaschädliche Unternehmen von der Krise enorm profitieren und uns die Regierung im Stich lässt. Gleichzeitig werden Waldbrände, Hitzewellen, Überschwemmungen und Trockenheit immer extremer. Die Klimakrise zerstört bereits heute Existenzen. So zahlen wir den Preis für die unzureichende Klimapolitik der letzten Jahrzehnte. Wir können uns die Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas, die Kriege und die Klimakrise befeuert, nicht mehr leisten! Komm mit uns am 23.9. auf die Straße, denn wir brauchen jetzt leistbare Energien für alle! Für eine soziale Bewältigung der Klima- und Energiekrise.

Küresel iklim grevi – 23.09.2022

Bizimle sokağa çık! Zam dalgaları yayılıyor; elektrik ve ısınma faturalarımız artıyor. İklime zarar veren şirketler krizden büyük fayda sağlarken ve hükümet bizi yolda bırakırken, pek çok insan geçimini sağlayamıyor. Aynı zamanda orman yangınları, sıcak hava dalgaları,  seller ve kuraklık giderek fazlalaşıyor. İklim krizi zaten geçim kaynaklarını yok ediyor.
Son yılların yetersiz iklim politikasının bedelini bu şekilde ödüyoruz. Savaşları ve iklim  krizini körükleyen kömür, petrol ve gaz bağımlılığını artık karşılayamayız! 23 Eylül’de bizimle sokaklara gel, çünkü artık herkes için uygun fiyatlı enerjiye ihtiyacımız var!  İklim ve enerji krizinin sosyal yönetimi için.

Глобални климатски штрајк – 23.09.2022.

Изађите са нама на улице! Талас поскупљења се шири и расту нам рачуни за струју и грејање. Многи људи тешко могу себи да приуште основне животне потребе, док компаније које штете клими имају огромне користи од кризе, а и влада нас оставља на цедилу. Истовремено, шумски пожари, топлотни таласи, поплаве и суше постају све екстремнији. Климатска криза већ свакодневно уништава средства за живот. Овако плаћамо цену неадекватне климатске политике протеклих деценија. Не можемо више да приуштимо да зависимо од угља, нафте и гаса, који такође финансирају ратове и климатску кризу! Пођите са нама 23. септембра. на улице, јер нам је сада потребна приступачна енергија за све за све људе! ујединимо се За социјално управљање климатском и енергетском кризом!

Globalni klimatski štrajk – 23.09.2022.

Izađite sa nama na ulice! Val poskupljenja se širi i naši računi za struju i grijanje rastu. Mnogi ljudi teško mogu sebi priuštiti osnovno za život, dok kompanije koje štete klimi imaju ogromne koristi od krize, a i vlada nas ostavlja na cjedilu. Istovremeno, šumski požari, toplotni valovi, poplave i suše postaju sve ekstremniji. Klimatska kriza već svaki dan uništava sredstva za život. Ovako plaćamo cijenu neadekvatne klimatske politike proteklih decenija. Ne možemo si više priuštiti ovisnost o uglju, nafti i plinu koji također finansiraju ratove i klimatsku krizu! Pođite sa nama 23.9. na ulice, jer nam je sada potrebna pristupačna energija za sve ljude! Ujedinimo se za socijalno upravljanje klimatskom i energetskom krizom!

Глобальний кліматичний страйк – 23.09.2022

Виходь на вулиці разом з нами! Хвилі інфляції поширюються, а наші рахунки за електроенергію та опалення зростають. Багато людей ледве можуть дозволити собі жити, тоді як компанії, що завдають шкоди клімату, отримують величезну користь від кризи, а уряд підводить нас. У той же час лісові пожежі, хвилі спеки, повені та посухи стають все більш екстремальними . Кліматична криза вже знищує для існування.Ось так ми платимо ціну за неадекватну кліматичну політику останніх десятиліть.Ми більше не можемо дозволити собі залежність від вугілля, нафти та газу, які підживлюють війни та кліматичну кризу! Приходьте з нами на вулиці 23.09.на вулиці , тому що нам зараз потрібна доступна енергія для всіх! Для соціального управління кліматичною та енергетичною кризою.

Глобальная климатическая забастовка – 23.09.2022

Выходите на улицы вместе с нами! Волны инфляции распространяются, и наши счета за электроэнергию и отопление растут. Многие  люди едва могут позволить себе жить, в то время как компании, наносящие ущерб климату, получают огромную выгоду от кризиса, а правительство нас подводит. В то же время лесные пожары, аномальная жара, наводнения и засухи становятся все более экстремальными . Климатический кризис уже разрушает средства к существованию .Так мы расплачиваемся за неадекватную климатическую политику последних десятилетий. Мы больше не можем позволить себе зависимость от угля, нефти и газа, которая подпитывает войны и климатический кризис! Приходите к нам 23.09.на улицах, потому что сейчас нам нужна доступная энергия для всех! За социальное управление климатом и энергетическим кризисом.

Danke an Manfred, Yüksel, Edna und Natalie für die Übersetzungen!



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Talk for Future: Grundrecht Klimaschutz – Haben wir ein Recht auf Zukunft?

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Donnerstag, 28. April 2022, 18 Uhr
über Zoom

Die jüngste Entwicklung um den – derzeit nicht mehr geplanten – Lobautunnel zeigt es deutlich: Es gibt keine übergeordnete  Richtlinie dafür, welche Rolle der Schutz unserer Lebensgrundlagen – und der künftiger Generationen – in der österreichischen Gesetzgebung spielen soll. Gesetz ist Gesetz, sagen die einen – der Schutz vor der Klimakatastrophe muss vorgehen, sagen die anderen.

Die Richtlinien, denen alle Gesetze folgen müssen, gibt die Verfassung vor.

Brauchen wir also ein in der Verfassung verankertes Grundrecht – ein Menschenrecht – auf Klimaschutz in Österreich und der EU? Was sind die Bedenken? Wie könnte solch ein Grundrecht ausgestaltet sein? Könnten wir dann klimaschädliche Regelungen bekämpfen? Wären dann zum Beispiel Gesetze, die den Bau neuer Autobahnen vorschreiben, verfassungswidrig? Könnten wir auch gegen staatliche Untätigkeit vorgehen? Und welche Auswirkungen hätte es auf Klimaklagen?

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Fliegen? Nicht unter 1000km! Wissenschaftler*innen gehen mit gutem Beispiel voran

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Wissenschaftler*innen und Künstler*innen sind oft auf Reisen. Kongresse, Tagungen, Gastvorträge, Forschungsaufenthalte, all das gehört zum Beruf – und diese Reisen werden oft mit dem Flugzeug zurückgelegt. Doch Flugzeuge belasten das Klima mehr als andere Verkehrsmittel. Deshalb haben die Scientists for Future Österreich nach dem Vorbild der Scientists for Future Deutschland die Aktion Nicht unter 1.000 ins Leben gerufen: Wissenschaftler*innen und Künstler*innen verzichten freiwillig darauf, für Reisen unter 1000 km das Flugzeug zu verwenden und verpflichten sich, lieber Alternativen wie den Zug oder den Fernbus zu wählen. Mit der Unterzeichnung der Selbstverpflichtung geben sie ein Vorbild und werden Teil der „Nicht unter 1.000“-Gemeinschaft. Aber es geht nicht nur um die freiwillige Selbstverpflichtung. Mit der Unterschrift unterstützt man auch eine entsprechende Petition an die zuständigen Ministerien und Verantwortungsträger*innen, das „Nicht unter 1000“-Prinzip an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Regel zu machen. Die Aktion beginnt mit dem laufenden Semester und läuft bis zum Ende des Wintersemester 22/23. Danach soll die Petition mit den gesammelten Unterschriften übergeben werden.

Beteiligen können sich alle Personen, die an wissenschaftlichen Einrichtungen in Österreich tätig sind, und im Rahmen ihrer Tätigkeit Dienstreisen im In- und Ausland durchführen. Hier geht es direkt zur Unterschrift.

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Scientists for Future Österreich protestieren gegen die Einschüchterung der Wissenschaft

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Scientists for Future in Österreich protestieren entschieden gegen die Einschüchterungsversuche durch Jarolim Partner Rechtsanwälte GmbH im Auftrag der Stadt Wien.

Im Auftrag der Stadt Wien sind zahlreiche Schreiben mit Androhung von Schadenersatzforderungen in möglicherweise die Existenz bedrohendem Ausmaß an Personen ergangen, die sich gegen die sogenannte Stadtstraße engagieren. Darunter finden sich neben strafunmündigen Jugendlichen auch Wissenschaftler:innen, die lediglich öffentlich wissenschaftliche Argumente gegen dieses Bauvorhaben vorgebracht haben.

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Klimanotstand: 14.000 Wissenschaftler*innen weltweit warnen vor unermesslichem Leid
Es ist weiterhin möglich, sich dem Appell anzuschließen

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Am 28. Juli haben fast 14.000 Wissenschaftler*innen aus über 150 Ländern – darunter auch Österreich – gemeinsam mit den Autor*innen Ripple, Wolf et al. die Welt erneut vor dem Klimanotstand gewarnt. Sie haben damit die dringende Warnung von 2019 wiederholt, der sich damals mehr als 11.000 Wissenschaftler*innen anschlossen. Seither haben weitere 2.800 den Artikel als Mitautor*innen unterschrieben. Dies ist keine gewöhnliche Unterschriftensammlung: Alle Unterzeichneten sind nachweislich einer Universität oder einem wissenschaftlichen Institut verbunden. Wissenschaftler*innen aller Disziplinen, die sich der Warnung anschließen wollen, können das hier tun: https://scientistswarning.forestry.oregonstate.edu/.

​Übersetzung der Kurzfassung

(https://scientistswarning.forestry.oregonstate.edu/):

​Alliance of World Scientists​
Warnung der Wissenschaftler*innen der Welt vor einem Klimanotfall

William J. Ripple, Christopher Wolf, Thomas M. Newsome, Phoebe Barnard, William R. Moomaw und 13,925 Wissenschaftler*innen aus 158 Ländern

Wir Wissenschaftler*innen haben die moralische Pflicht, die Menschheit vor jeglicher katastrophalen Bedrohung eindeutig zu warnen. In diesem Artikel präsentieren wir graphisch eine Reihe von Vitalparametern des Klimawandels während der letzten 40 Jahre. Die Ergebnisse zeigen, dass die Treibhausgasemissionen immer noch steigen, mit immer schädlicheren Auswirkungen. Mit wenigen Ausnahmen haben wir es verfehlt, dieses Problem in Angriff zu nehmen. Die Klimakrise ist da und sie beschleunigt sich stärker als viele Wissenschaftler*innen erwartet haben. Sie ist einschneidender als vorhergesehen, sie bedroht die natürlichen Ökosysteme und das Schicksal der Menschheit. Wir schlagen sechs entscheidende, zusammenhängende Maßnahmen vor, die die Regierungen und die Menschheit durchführen können, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verringern: Sie betreffen: 1) Energie, 2) kurzlebige Schadstoffe, 3) Natur, 4) Nahrung, 5) Wirtschaft und 6) Bevölkerung. Milderung des Klimawandels und Anpassung erfordern Transformationen in der Weise des Regierens, des Managements, der Ernährung und der Befriedigung des materiellen und des Energiebedarfs. Es ermutigt uns, dass in jüngster Zeit die Besorgnis und Betroffenheit weltweit wächst. Regierungen erklären den Klimanotstand. Der Papst hat eine Enzyklika zum Klimawandel erlassen. Schüler*innen streiken. Gerichtsverfahren wegen Ökozids laufen. Bürger*innenbewegungen fordern Wandel. Als Wissenschaftler*innen finden wir es dringend notwendig, diese Vitalparameter breit zu nutzen und gehen davon aus, dass die graphischen Indikatoren es den Entscheidungsträger*innen und der Öffentlichkeit erleichtern, das Ausmaß dieser Krise zu verstehen, Fortschritte zu messen und neue Prioritäten zu setzen, um den Klimawandel einzudämmen. Die gute Nachricht ist, dass diese Transformation, die soziale und ökologische Gerechtigkeit einschließt, auf lange Sicht größeres menschliches Wohlbefinden als business as usual verspricht. Wir glauben daran, dass die Aussichten am besten sind, wenn Entscheidungsträger*innen und die Menschheit prompt auf unsere Warnung und unsere Erklärung des Klimanotstands reagieren und handeln, um das Leben auf dem Planeten Erde, unserer einzigen Heimat, zu erhalten.

Unter dieser Adresse können Wissenschaftler*innen den Artikel, der den untenstehenden Maßnahmenkatalog enthält, unterzeichnen: https://scientistswarning.forestry.oregonstate.edu/

​Übersetzung des Maßnahmenkatalogs

https://academic.oup.com/bioscience/article/70/1/8/5610806
BioScience, Volume 70, Issue 1, January 2020, Pages 8–12,
https://doi.org/10.1093/biosci/biz088

Foto: Pixabay

​Energie

Die Welt muss rasch massive Energieeffizienz- und Energiesparpraktiken verwirklichen und fossile Brennstoffe mit kohlenstoffarmen Erneuerbaren und anderen sauberen Energiequellen ersetzen, wenn das für Menschen und Umwelt sicher ist. Wir sollten die verbleibenden Vorräte an fossilen Brennstoffen im Boden lassen und sorgfältig Möglichkeiten effektiver negativer Emssionen verfolgen, wie CO2-Extraktion an der Quelle und aus der Luft und vor allem durch die Förderung natürlicher Systeme (siehe Abschnitt „Natur“). Wohlhabendere Länder müssen ärmere Nationen dabei unterstützen, die Transformation weg von fossilen Brennstoffen durchzuführen. Wir müssen Subventionen für fossile Brennstoffe abschaffen und effektive und faire Maßnahmen ergreifen um den CO2-Preis laufend zu erhöhen und deren Nutzung einzuschränken.

Kurzlebige Schadstoffe

Wir müssen schleunigst die Emissionen von kurzlebigen Schadstoffen verringern, einschließlich Methan, schwarzen Kohlenstoff (Ruß), und Fluorkohlenwasserstoffen (HFCs). Das könnte Klima-Rückkopplungen verlangsamen und potenziell die kurzfristige Erwärmung während der nächsten Jahrzehnte um 50 Prozent reduzieren, was Millionen Menschenleben retten könnte und die durch Luftverschmutzung reduzierten Ernteerträge wieder erhöhen.

​Natur

Wir müssen die Ökosysteme der Erde schützen bzw. wiederherstellen. Phytoplankton, Korallenriffe, Wälder, Savannen, Grasland, Feuchtgebiete, Moore, Humus, Mangroven und Seegras tragen massiv zur Bindung von atmosphärischem CO2 bei. Meeres- und Festlandpflanzen, Tiere und Mikroorganismen spielen eine wesentliche Rolle im Kohlenstoff- und Nährstoffkreislauf und in der Kohlenstoffspeicherung. Wir müssen rasch die Verluste an Lebensräumen und Artenvielfalt eindämmen und die verbleibenden primären und intakten Wälder schützen, besonders die mit hoher Kohlenstoffspeicherung und andere Wälder mit der Kapazität rasch Kohlenstoff aufzunehmen (proforestation) und in gigantischem Ausmaß wiederaufforsten und neu aufforsten. Obwohl das verfügbare Land dafür stellenweise eine Begrenzung darstellt, könnte ein Drittel der Emissions-Reduktionen, die bis 2030 zur Erreichung der Pariser Klimaziele (weniger als 2°C) erforderlich sind durch diese natürlichen Klimalösungen erreicht werden.

​Nahrung

Hauptsächlich pflanzliche Ernährung und die Reduzierung des weltweiten Konsums von Tierprodukten, besonders von Wiederkäuern, kann die menschliche Gesundheit fördern und die Treibhausgasemissionen deutlich senken (einschließlich Methan im Abschnitt „Kurzlebige Schadstoffe“). Weiters würde das Ackerland für den Anbau von dringend benötigter pflanzlicher Nahrung freimachen, und Weideland für natürliche Klimalösungen nutzbar machen (siehe Abschnitt „Natur“). Landwirtschaftliche Praktiken wie minimales Pflügen, die den Kohlenstoffgehalt des Bodens erhöhen sind von entscheidender Bedeutung. Und wir müssen die enorme Lebensmittelverschwendung auf der Welt reduzieren.

​Wirtschaft

Die übermäßige Entnahme von Materialien und die Überausbeutung von Ökosystemen, angetrieben durch Wirtschaftswachstum, muss schnellstmöglich eingeschränkt werden, um die dauernde Erhaltung der Biosphäre zu gewährleisten. Wir brauchen eine kohlenstofffreie Wirtschaft, die von der Abhängigkeit der Menschen von der Biosphäre ausgeht und Regeln, die ökonomische Entscheidung im Hinblick darauf lenken. Wir müssen uns abwenden vom Ziel des zunehmenden Bruttoinlandsprodukts und der Anhäufung von Überfluss hin zur Erhaltung der Ökosysteme und der Verbesserung menschlichen Wohlbefindens, indem grundlegenden Bedürfnissen Vorrang gegeben wird und Ungleichheit reduziert wird.

​Bevölkerung

Die Weltbevölkerung, die immer noch um ca. 80 Millionen Menschen pro Jahr oder über 200.000 pro Tag wächst, muss auf sozial verträgliche Weise stabilisiert und idealerweise nach und nach verringert werden. Es gibt bewährte und effektive Maßnahmen, die Menschenrechte stärken und gleichzeitig die Fruchtbarkeit senken und damit die Auswirkungen von Bevölkerungswachstum auf die Treibhausgasemissionen und den Artenverlust verringern. Diese Maßnahmen und Regulierungen machen Dienste zur Familienplanung für alle Menschen zugänglich, beseitigen Zugangsbarrieren, beinhalten Primär- und Sekundärbildung als globale Norm, besonders für Mädchen und junge Frauen, und zielen auf volle Gleichberechtigung der Geschlechter.

Übersetzung: Martin Auer
Gesichtet: Anika Bausch
Titelfoto: Wikimedia Commons



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Gutes Morgen – Wunschnetz-Zukunft

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Salzburger Wunsch-Netz-Zukunft ausgeworfen –  Kunstinstallation fischt für zwei Wochen öffentlich nach Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Zur Stellungnahme von S4F Salzburg

Eine Kunst & Wissenschafts-Aktion von Hermann Josef Hack für und mit Scientists for Future (S4F) Salzburg

In der Salzburger Altstadt im Furtwängler Garten gegenüber dem Haus für Mozart wurde am Donnerstag, 24. Juni 2021 das Wunsch-Netz-Zukunft im Rahmen der Aktion Gutes Morgen ausgeworfen. Bei der Eröffnung waren neben Hermann Josef Hack und Vertreter*innen der Gruppe Scientists for Future (S4F) Salzburg auch interessierte Bewohner*innen sowie Pressevertreter*innen vor Ort. Eröffnet wurde das Wunsch-Netz mit einer Performance von Hermann Josef Hack, der mit einem Faden die umstehenden Passant*innen symbolisch in das Netzwerk einbezog. In zahlreichen Interviews stellten die Experten von Scientists for Future die Kernbotschaften ihrer Stellungnahme dar und betonten ihre Bereitschaft an einem Dialog mit der Öffentlichkeit und der Politik.

Mit der Aktion Gutes Morgen werden alle Bewohner*innen und Gäste Salzburgs persönlich eingeladen, sich dazu zu äußern, wie eine nachhaltige Zukunft – insbesondere in einer Post-Covid-Welt – in ihrer Region aussehen kann. Jede*r ist eingeladen, Vorschläge für unsere Zukunft ins Wunsch-Netz-Zukunft zu hängen.

„Wir brauchen neue Narrative, Utopien und Visionen, wie konkret die Zukunft in den nächsten Jahren hier aussehen soll,“ so der Künstler Hermann Josef Hack, der die Idee zur Kunstaktion entwickelte, „diese finden wir aber nur, wenn wir alle einbeziehen.“ Der Gründer der Ästhetik des globalen Überlebens hatte schon zuvor mit Scientists for Future Salzburg (S4F) und anderen Expert*innen der Universität Salzburg zusammengearbeitet. Dr. Stefan Kienberger, Wissenschaftler an der Universität Salzburg und Initiator der Aktion sagt: „Gerade für uns als Wissenschaftler*innen ist diese Aktion wichtig, einerseits, um als Forscher*innen gemeinsam mit der Kunst aktiv an die Öffentlichkeit zu treten, wir verlassen dadurch unseren Komfortbereich. Aber besonders auch, um darauf hinzuweisen, dass wir viel wissen, aber leider oft nicht entsprechend gehandelt wird. Zu wissen, aber nicht nach diesem Wissen zu handeln, erscheint uns fahrlässig.“

Begleitend zur Aktion wurde eine Stellungnahme der Scientists for Future (S4F) Salzburg verfasst, in der die  wichtigsten Punkte zum aktuellen Stand des Wissens von Salzburger Forscher*innen zu Klimaschutz, Klimarisikomanagement, Raumplanung, Biodiversität, Armut & Wohnen und Ernährung für Salzburg zusammengefasst sind. Diese Gedanken waren ein Ausgangspunkt für das Projekt Gutes Morgen und wurden im Rahmen der Aktion öffentlich an die Entscheidungsträger*innen und die Bevölkerung von Salzburg übergeben (Download hier möglich: https://at.scientists4future.org/salzburg/gutes-morgen/).

Mit der Aktion Gutes Morgen soll die Lust an der Gestaltung unserer Zukunft und dem damit verbundenen Herausforderungen geweckt werden, so dass eine Verbindung von Expert*innen mit der breiten Bevölkerung entsteht. Das Netz, an dem Wünsche, Anregungen, persönliche Vorsätze und Ideen per Zettel oder anderen Darstellungsformen befestigt werden können, bleibt gut zwei Wochen bis zum Sonntag, 11. Juli 2021, als Ideenfänger und Kommunikationsplattform vor Ort. Die Beiträge werden dokumentiert, aufbereitet und anschließend gesammelt der Politik öffentlich übergeben, damit sie Eingang in deren Handeln finden können.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Initiator der Aktion: Dr. Stefan Kienberger, , +43 (0)662 8044 7567, https://www.plus.ac.at/zgis/fachbereich/team/kienberger/

Auskünfte zu den Scientists for Future (S4F) Salzburg erhalten Sie bei Lara Leik, , 0043 670 408 2272, www.uni-salzburg.at/s4f/beauftragte

Über Scientists For Future: Scientists For Future (S4F) ist ein überparteilicher und überinstitutioneller Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen verschiedener Fachgebiete, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren. Scientists for Future (S4F) bringt als Graswurzelbewegung den aktuellen Stand der Wissenschaft in wissenschaftlich fundierter und verständlicher Form aktiv in die gesellschaftliche Debatte um Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung ein. An der Paris-Lodron Universität Salzburg gibt es derzeit die einzige S4F-Beauftragte im deutschsprachigen Raum.

Hermann Josef Hack ist Künstler und Gründer des GLOBAL BRAINSTORMING PROJECTS, das er 1991 als künstlerische Kommunikationsplattform gründete. Bis heute hat er in über 200 Aktionen, u.a. auch mit Klimaforschenden in Österreich, gezeigt, wie die Klimakatastrophe als kulturelle Frage behandelt werden kann.

Weitere Informationen zu  Gutes Morgen finde Sie im Anhang bzw. über folgende Kanäle: :



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Scientists for Future bei der Fahrraddemo gegen die Lobauautobahn

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Mehr als 1.500 Menschen sind am 3. Juni einem Aufruf von „Fridays For Future“ gefolgt und haben auf Fahrrädern gegen den geplanten Bau des Lobautunnels protestiert. Auch die RG Ost der Scientists for Future war mit dabei.

Es ist erwiesen, dass eine Erhöhung der Verkehrskapazitäten zu mehr Verkehrsaufkommen führt, was die Klima-Ziele gefährdet. Aus wissenschaftlicher Sicht ist daher die Kritik an Verkehrs-Projekten wie dem Lobau-Tunnel gerechtfertigt, weshalb sich S4F-Wien mit den Protest-Bewegungen solidarisieren und ihre Unterstützung aussprechen. Argumente und Kritik sind valide und müssen ernst genommen werden.



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Klimastreik: 1068 Klimaaktionen in 68 Ländern, 5000 auf der Wiener Ringstraße

S4F mit großem Banner vor der Hauptuni Wien
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Laut Fridays for Future Österreich haben sich 5000 Menschen an der 3 km langen Menschenkette um die Wiener Ringstraße beteiligt. Rund um den Globus haben 1068 Aktionen in 68 Ländern stattgefunden. Auch wenn die Zahlen nicht an die Aktionen des bisher größten weltweiten Klimastreiks vom September 2019 heranreichen, so war es global doch der größte Streik seit Beginn der Coronakrise.

Foto: Christian Zauner. Scientists for Future vor der Hauptuni Wien



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Earth Hour: Licht aus für Klimaschutz heute 20:30 bis 21:30

Schloss Schönbrunn, einmal ibeleuchtet, einmal dunkel
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Auf Initiative des WWF findet heute am 27. März 2021 von 20:30 bis 21:30 die „Earth Hour“ statt. Haushalte, Organisationen, Unternehmen und Gemeinden schalten für eine Stunde das Licht ab, um daran zu erinnern, dass die Menschheit ihren Energieverbrauch – und auch den Verbrauch anderer Ressourcen – drastisch reduzieren muss, um eine Klimakatastrophe in letzter Minute zu verhindern.

Rund um die Welt wird in dieser Stunde die Beleuchtung öffentlicher Gebäude und Wahrzeichen abgeschaltet. In Wien zum Beispiel von Schloss Schönbrunn, Belvedere und Rathaus. In mehr als 180 Ländern machen auch Millionen privater Haushalte mit.

Zu Hause sollte man statt des elektrischen Lichts auch keine Kerzen verwenden. Auch die setzen ja CO2 und Ruß frei. Man kann sich ja auch einmal im Dunkeln Geschichten erzählen oder einfach über die Welt nachdenken. Und im Fall des Falles ein kleines LED-Licht oder die Taschenlampe des Handys verwenden.

Nicht vergessen sollte man, dass Earth Hour nur ein Zeichen setzt, aber keine effektive Energiesparmaßnahme ist. Wir sollten diese Stunde nützen, um über die Situation des Planeten nachzudenken und über all das, was sich ändern muss, damit auf ihm ein vielfältiges und gutes Leben möglich bleibt – oder wird.

Foto: Hubert Nagele / WWF Österreich



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Weltweiter Klimastreik : S4F treffen sich in Wien um 12 Uhr vor der Hauptuni

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Die Banner liegen schon bereit.

Aktionen in ganz Österreich:

📌 Innsbruck: 19.03. 12:00, Landhausplatz 7. weltweiter Klimastreik – Fahrraddemo📌

Linz: 19.03. 14:00 – 15:30, Hauptplatz 7. weltweiter Klima-Aktionstag

📌 Kufstein: 18.03. 15:00 – 19.03.21 15:00, Oberer Stadtplatz Fridays for Future Kufstein

📌 Graz: 19.03. 12:00 – 19:00, Hauptplatz 7. Weltweiter Klimastreik

📌 Wien: 19.03. 12:00 – 14:00, Ring Weltweiter Klimastreik 19. März: Menschenkette um den Ring!

📌 Vorarlberg: 19.03. 12:30 – 15:00, Bregenz Landhaus Fridays for Future Vorarlberg

📌 Salzburg: 19.03. 14:00 – 15:30, Staatsbrücke 7. Globaler Klimastreik am 19.3.2021

📌 Kärnten: 19.03. 09:00 – 19:00, Neuer Platz Klagenfurt Fridays for Future Kärnten

📌 Waldviertel: 19.03. 14:30 – 16:00, Gmünd. Treffpunkt: Gehweg vor der Post 2. Waldviertler Klimademo: Pro FJ-Bahn – 2gleisig bis Gmünd

📌 Osttirol/Spittal an der Drau: 19.03. 13:00 – 13:30, Lienz

📌 Göllersdorf: 19.03. 16:00 – 16:30, Hauptplatz „beim großen Tuch“ http://xn--gllersdorf-for-future-hec.at/



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