Weniger Regen im Wald: Amazonas-Gebiet noch weniger trockenresistent als angenommen
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

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  • Der Amazonas-Regenwald produziert einen Großteil seiner eigenen Niederschläge durch ein sich selbst verstärkendes System des Feuchtigkeits-Recyclings zwischen Wald und Atmosphäre. Dieses Kreislaufsystem wird durch häufigere Dürren, wie sie bei der derzeitigen globalen Erwärmung vorhergesagt werden, stark beeinträchtigt werden.
  • Der gesamte Wald ist in diesem Kreislaufsystem miteinander vernetzt. Folglich greifen Schäden in einer Region auf benachbarte Regionen über, was den Gesamtschaden um ein Drittel erhöhen kann.
  • Am stärksten gefährdet sind die südöstlichen und südwestlichen Randgebiete des Waldes, wo menschliche Aktivitäten wie Abholzung, Entwaldung und Beweidung die Probleme des grünen Riesen noch verschärfen.

Für jeden dritten Baum, der im Amazonas-Regenwald vertrocknet, stirbt ein vierter Baum – auch wenn er nicht direkt von Dürre betroffen ist. Das ist, vereinfacht ausgedrückt, das Ergebnis einer Netzwerkanalyse, mit der Forschende die komplexen Abläufe in einer der wertvollsten und artenreichsten Kohlenstoffsenken der Erde untersucht haben. Am stärksten gefährdet, sich in eine Savanne zu verwandeln, sind die Regionen an den südlichen Rändern des Waldes, wo kontinuierliche Rodung für Weideland oder Soja der Belastbarkeit des Waldes schon seit Jahren zusetzt.

Weil der Klimawandel dem Amazonasbecken immer häufigere und schwerere Dürreperioden beschert, könnte der Regenwald in Südamerika Teile seines Regens verlieren – und damit die Basis seiner Feuchtigkeitsversorgung. Dieser Mangel an Regen ist für den Wald lebensbedrohlich, denn er atmet Wasser: Sobald es geregnet hat, nimmt der Boden ebenso viel davon auf wie die Pflanzen, und beide geben durch Verdunstung und Transpiration eine große Menge wieder ab. Durch dieses atmosphärische Feuchtigkeitsrecycling macht der Wald einen Großteil seines eigenen Wetters und erzeugt bis zur Hälfte der Niederschläge im Amazonasbecken. Auch wenn dieses System hocheffizient ist, hängt es letztendlich davon ab, wie viel Wasser ins System eingebracht wird.

Das Forschungsteam hat nun herausgefunden, dass selbst wenn eine Trockenperiode nur eine bestimmte Region des Waldes betrifft, der Schaden um den Faktor 1,3 über diese Region hinausgeht: Da der fehlende Regen das Wasserrecycling-Volumen stark verringert, wird es auch in den benachbarten Regionen weniger Niederschlag geben, wodurch noch mehr Teile des Waldes unter erhebliche Belastungen geraten. „Intensivere Dürreperioden drohen, Teile des Amazonas-Regenwaldes auszutrocknen. Wenn die Walddecke dünner wird, führt das aufgrund des Netzwerkeffekts zu weniger Wasser im System insgesamt und damit zu unverhältnismäßig mehr Schäden“, erklärt Nico Wunderling, Autor und Forscher am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Und noch etwas ist wichtig: Wir haben zwar die Auswirkungen der Dürre untersucht, aber diese Regel gilt auch für die Entwaldung. Das heißt, wenn man einen Hektar Wald abholzt, zerstört man eigentlich 1,3 Hektar.“

Das neue Normal wird deutlich trockener

Die Klimawissenschaft sagt voraus, dass außergewöhnlich trockene Jahre wie 2005 und 2010 im Amazonasgebiet ab 2050 zur neuen Normalität werden könnten, wobei bis 2060 in bis zu neun von zehn Jahren eine hundertjährige Dürre auftreten dürfte. Die Auswirkungen solcher Dürreperioden auf die Waldsysteme im Amazonasgebiet sind jedoch verschieden. „Im Amazonasgebiet sind Bäume und Waldsysteme unterschiedlich an die Wasserverfügbarkeit angepasst, da es in einigen Regionen eine ausgeprägte Trockenzeit gibt, während es in anderen das ganze Jahr über regnet. Diese lokalen Anpassungen werden von uns ausdrücklich berücksichtigt, da sie im Klimawandel Segen oder Fluch sein können“, sagt Boris Sakschewski, Mitautor der Studie und ebenfalls am Potsdam-Institut tätig. „Wir stellen trotzdem fest, dass selbst die an starke Trockenzeiten angepassten Teile des Amazonas eine neue Klimanormalität nicht unbedingt überleben werden und das Risiko hoch ist, dass sich ganze Landstriche in Savanne oder gar völlig baumlose Landschaft verwandeln. Die Folgen für die Artenvielfalt wären katastrophal – ebenso wie die für das lokale, regionale und globale Klima.“

„Trotzdem: Es ist noch nicht alles verloren“, sagt Ricarda Winkelmann, Mitautorin der Studie und Leiterin der Kippelementforschung am Potsdam-Institut. „Unsere Simulationen zeigen keine endlose Verschlimmerung. Das liegt daran, dass ein großer Teil des Waldes noch relativ stabil ist. Die Netzwerkeffekte von Trockenperioden sind wahrscheinlich auf bestimmte Gebiete im Südosten und Südwesten des Waldes beschränkt – und das sind genau jene Gebiete, in denen der Wald bereits stark gelitten hat durch die menschliche Rodung von Wald für Weideflächen oder Soja. Wir können also noch viel tun, um den Amazonas zu stabilisieren, denn die Erhaltung des Waldes und der Leistungen seines Ökosystems ist von größter Bedeutung für die Klimastabilität vor Ort und auf der ganzen Welt. Und wir wissen, wie wir das tun können: indem wir den Regenwald vor der Abholzung schützen und die Treibhausgasemissionen rasch reduzieren, so dass eine weitere Erderwärmung begrenzt wird.“

Artikel: Nico Wunderling, Arie Staal, Boris Sakschewski, Marina Hirota, Obbe A. Tuinenburg, Jonathan F. Donges, Henrique M. J. Barbosa, Ricarda Winkelmann (2022): Recurrent droughts increase risk of cascading tipping events by outpacing adaptive capacities in the Amazon rainforest.Proceedings of the National Academy of Sciences [DOI: 10.1073/pnas.2120777119]

Weblink zum Artikel: https://www.pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.2120777119

Titelfoto: David Riaño Cortés via Pexels



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Passivhaus: Vom wissenschaftlichen Experiment zum simplen Standard
von Ines Clarissa Schuster

Passivhaus Beispiele
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Die Anfänge des Passivhauses

Wolfgang Feist wollte es wirklich wissen. Den Physiker, der heute an der Universität Innsbruck lehrt, hat es persönlich interessiert: Wie weit kann man den Energieverbrauch von Gebäuden maximal minimieren? Mit wie wenig kann ein Gebäude im allerbesten Fall auskommen? Zunächst überlegte er in der Theorie und ermittelte mit Computer-Simulationen, was an Einsparungspotentialen vorhanden war. Das Ergebnis war verblüffend. Seine eigenen Erwartungen wurden übertroffen. Wenn gut gebaut wird, dann kann man den Energieverbrauch um 90% reduzieren. Wesentlich sind dafür: eine gut gedämmte und luftdichte Gebäudehülle, gut isolierende luftdichte Fenster, die Vermeidung von Wärmebrücken und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Wolfgang Feist nannte das Konzept „Passivhaus“.

Mit freundlicher Genehmigung von Rainer Pfluger

Aber war die Idee auch in der Realität umsetzbar? Die allererste Umsetzung des Passivhaus-Prinzips war ein finanzielles Wagnis. Für dieses Experiment nahm er sich ein kleines Einfamilienhaus vor. Eine Förderung des Landes Hessen unterstützte das Projekt.

Passivhaus für mehrgeschoßigen Hochbau

Es macht Sinn, eine neue Idee zuerst im Kleinen auszuprobieren, und nicht gleich ein mehrgeschoßiges Wohngebäude zu errichten. Allerdings erhöhte sich dadurch der Schwierigkeitsgrad. Ein Einfamilienhaus hat im Vergleich zu seinem Volumen „V“ (=Gebäudeinhalt) viel mehr Oberfläche „A“ nach außen. Dieses schlechte A/V Verhältnis bewirkt, dass über die große Oberfläche mehr Energie verloren geht. Um den gleichen Heizwärmebedarf zu erzielen, muss viel Stärker auf die Details geachtet werden: Die optimale Ausrichtung muss sehr gut durchdacht sein, es muss stärker gedämmt werden etc.

Das Wagnis des ersten Passivhauses war dann tatsächlich erfolgreicher als zuvor angenommen: Rainer Pfluger, Feists Kollege an der Uni Innsbruck: „Es wurde sehr gut gemacht, sogar extrem gut, sodass dieses Projekt als Nullheizenergiehaus klassifiziert wurde.“ Der Energiebedarf des Forschungsobjektes wurde detailliert über mehrere Jahrzehnte nachgemessen und hat die vorherigen Simulationsergebnisse bestätigt.

1996 gründete Wolfgang Feist das Passivhaus Institut in Darmstadt, das er bis heute leitet.

Trotzdem ist die Umsetzung des Passivhaus-Konzepts in größeren Objekten einfacher. Rainer Pfluger begann selbst 2002 in Kassel-Marbachshöhe mit dem ersten Passivhaus im großen Maßstab (2 Gebäudeblöcke mit insgesamt 40 Wohneinheiten). Es handelte sich um einen sozialen Wohnungsbau. Das bedeutet, es gab eine strenge Kostenobergrenze, welche nicht überschritten werden durfte. „Wir konnten zeigen, dass man mit einfachen Mitteln ökonomisch gut auskommt.“

Das erste mehrgeschossige Passivhaus Deutschlands
Copyright: ASP_Architekten

Wenn man so günstig ein Passivhaus errichten kann – wieso baut man noch anders?

Kürzlich wurde in einem Passivhaus-Wohnbau in Tirol ein besonders guter Mietpreis von nur 5 EUR/m² erzielt. „Es zeigt, besonders effizientes Bauen führt nicht zwingend zu Mehrkosten.“

Das Bauen ist generell teurer geworden. Aber wo liegen die Hauptkostentreiber? Diese liegen oft in neuen Anforderungen bezüglich Brandschutzes oder Barrierefreiheit. Natürlich gibt es auch Mehrkosten durch den Passivhausstandard: Bessere Dämmung, bessere Fenster usw. sind teurer. Die Analysen zeigen allerdings: Die Mehrkosten halten sich im Rahmen. In diversen Forschungsprojekten wurde genau untersucht, welche Mehrkosten allein durch die Energieverbrauchs-Optimierung des Gebäudes entstehen. Das Ergebnis lautet: 5-7%. „Dies ist so gering. Man wundert sich, warum es nicht verpflichtend ist, im Passivhausstandard zu bauen.“

Mit freundlicher Genehmigung von Rainer Pfluger

Wenn man die Kostenstruktur von Bau-Projekten genau ansieht, ist die Schwankungsbreite allein schon 5%. Wenn man sauber plant und am Anfang mehr Denkarbeit investiert, entstehen kaum Mehrkosten. Ein gutes, luftdicht geplantes Haus braucht kaum mehr Material als ein schlecht geplantes. Wichtig ist, dass die Anschlüsse dort geplant sind, wo sie hingehören und sauber aufeinander abgestimmt sind. Es ist wichtig, dass der Plan sauber, transparent und eindeutig ist. Dann passieren den Handwerkern weniger Fehler und die Gebäudeinfrastruktur hält Jahrzehnte.

Passivhaus-Standard fehlt im Erneuerbare-Wärme-Gesetz

Die Bundesregierung legte einen Entwurf zum Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG) vor. Das Ziel des EWG ist, den Einsatz fossiler Brennstoffe für privaten Wärmebedarf bis spätestens 2040 komplett zu stoppen. Es werden viele Maßnahmen vorgeschlagen. Definitiv fehlt aber die Vorschrift, dass im Neubau im Passivhausstandard gebaut werden muss. Keine andere Maßnahme hat so einen großen Effekt.

Es scheint, dass das Geschäft mit dem Gas immer noch zu lukrativ ist. Es bleibt beinahe nur zu hoffen, dass die Energiekosten weiter so rasant steigen und es dadurch noch wirtschaftlicher wird, im Passivhausstandard zu errichten.

Das „Investor-Nutzer Dilemma“

Nun gibt es das „Investor-Nutzer Dilemma“: Wenn der Bauherr die Investitionen tätigt, um energieeffizienter zu bauen hat nicht er selbst, sondern der Mieter den finanziellen Vorteil, da dessen Energiekosten geringer werden. Aus diesem Grund ist der Bauherr eher motiviert, sich die Investitionen zu sparen. Eine Variante, um von den Mehrkosten selbst zu profitieren, ist die „Warmmiete“. Also die Energiekosten in den allgemeinen Miet- und Betriebskosten pauschal zu integrieren. In Deutschland wird bereits von einigen Wohnbaugesellschaften „warm“ vermietet. Im Passivhaus macht die Vermietung „warm“ besonders viel Sinn, da der Verbrauch sehr gering ist: Rainer Pfluger: „Wenn man bei 100 EUR Heizkosten pro Jahr liegt, ist die Abrechnung absurd. Man muss in jeder Wohnung eigene Zähler einzubauen. Diese müssen alle 5 Jahre erneuert werden und geeicht werden. Die Zähler-Daten müssen abgelesen oder übertragen werden. Die Abrechnung ist ein bürokratischer Aufwand. Rein ökonomisch und volkswirtschaftlich kann man die individuelle Abrechnung in Passivhäusern nicht rechtfertigen.“

Die Wohnungsbaugesellschaften haben es rechtlich nicht leicht, ihre Mehrinvestitionen geltend zu machen. Leichter fällt es, wenn sie sich die Kosten über die Warmmiete wieder hereinholen. Der Investor sorgt selbst für minimale Heizkosten und spart so direkt. Das „Investor-Nutzer Dilemma“ ist umgangen.

Kritik von Wiener Wohnen

Im Gespräch mit °CELSIUS berichtete ein Mitarbeiter von Wiener Wohnen von negativen Erfahrungen. In einem als Passivhaus ausgeführten Gemeindebau sei der tatsächliche Verbrauch der Mieter um ein Vielfaches höher als ursprünglich berechnet. Viele Mieter in diesem konkreten Gebäude sind Raucher. Sie haben die Fenster oft geöffnet und verursachen damit große Energieverluste.

Rainer Pfluger würde hier die Verantwortung nicht den Bewohnern in die Schuhe schieben, sondern vermutet, der hohe Verbrauch liegt an Planungsfehlern. Auf jeden Fall sind solche Beschwerden: „Jammern auf hohem Niveau: Selbst, wenn der gemessene Verbrauch doppelt so hoch ist wie der ursprünglich angenommene, ist dieser immer noch ein Bruchteil.“ Prinzipiell gibt es in Wohnhäusern immer eine gewisse Verbrauchs-Streuung. Manche Bewohner brauchen etwas mehr, andere brauchen etwas weniger. Der Planungswert von 15 kWh pro Jahr und Quadratmeter ist ein Mittelwert über mehrere Wohneinheiten.

Das Problem liegt oft daran, dass die Dimensionierung der Heizung so ausgelegt wird, dass die Innenräume auch dann warmgehalten werden können, wenn die Fenster immer offenstehen. Das muss nicht so sein. Eine knappere Dimensionierung führt automatisch dazu, dass das Fenster wieder zugemacht wird, wenn es kühler wird.

Titelfotos: Herbert Krabal und ASP_Architects
Gesichtet: Martin Auer



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Erneuerbare-Wärme-Gesetz: Konkreter Plan zum Ausstieg aus fossilem Gas bis 2040 fehlt
von Martin Auer

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Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG), das die Bundesregierung nun in Begutachtung geschickt hat, bildet einen wichtigen Baustein für die Verpflichtungen Österreichs, die in Paris beschlossenen Klimaschutz-Ziele zu erreichen. Scientists for Future haben daher den Gesetzestext sorgfältig geprüft und ihre Einschätzung bei einer Pressekonferenz am 12. 7. dargelegt.

Der vorgelegte Entwurf enthält viele Lichtblicke und stimmt zuversichtlich, dass sich im Bereich der Raumwärme bald deutlich mehr bewegen könnte. Einige Punkte müssen dennoch kritisch beleuchtet werden. Das betrifft insbesondere die Regelungen für Gas-Heizungen. Hier fehlt vor allem ein detaillierter Pfad, wie der angestrebten Ausstieg aus fossilem Gas bis 2040 zu erreichen ist. Und mit dem Verweis auf erneuerbares Gas wird eine trügerische Hintertür geboten, die uns in ein Lock-in-Szenario führen könnte.

Dazu die Juristin Leonore Theuer: Aus klimarechtlicher Sicht ist der Entwurf zum EWG zu begrüßen, jedoch handelt es sich zum Teil um eine lex imperfecta, also ein unvollständiges Gesetz, weil Strafbestimmungen derzeit fehlen. Zudem ist der Gasausstieg bis 2040 weitgehend nicht geregelt. Denn das EWG sieht nur vor, dass die Bundesregierung dem Nationalrat „rechtzeitig“ eine Regierungsvorlage vorlegen soll, um die stufenweise Stilllegung von Anlagen bis 2040 zu erreichen, die mit gasförmigen fossilen Brennstoffen betrieben werden. Das legt die Befürchtung nahe, dass eine Regelung des Ausstiegs aus Erdgas verschleppt werden könnte. Das in den Erläuterungen zum Entwurf erwähnte Fördervolumen erscheint nach einer britischen Studie als deutlich zu gering. Weiter kritisiert Theuer, dass der Entwurf nicht berücksichtigt, dass Gas auch zum Kochen verwendet wird.

Weshalb Synthetische Brennstoffe (auch E-Fuels) in der Raumwärme keine sinnvolle Option sind, zeigt der Physiker René Sedmik eindrucksvoll: Synthetische Brennstoffe bieten einen Weg der Dekarbonisierung in Einsatzgebieten, in denen eine Elektrifizierung schwierig oder zu teuer wäre, wie Schwerlastmaschinen oder Flugverkehr. Durch die schlechte Energieeffizienz sowie hohe Kosten bei der Herstellung und die geringen Mengen, welche sich bis 2040 realistisch produzieren lassen, müssen synthetische Treibstoffe aber auf diese Einsatzgebiete beschränkt werden und sind keinesfalls eine Option für die Wärmegewinnung oder den Straßenverkehr.

Fabian Schipfer von der Energy Economics Group der TU Wien: Energieffizienz und eine deutliche Reduktion unserer Ressourcenintensität müssen an allererster Stelle stehen. Energie aus Biomasse kann sinnvoll genutzt werden, wenn wir zum Beispiel Biogas effektiv einsetzen und gleichzeitig freie Methanemissionen vermeiden. Doch müssen wir gerade auch beim Einsatz von Bioenergie auf Nachhaltigkeit achten, das heißt, Wald, Felder und Gewässer klug in unsere Aktivitäten einbinden. Unser heutiges Maß an Ressourcenverschwendung ist mit einer klugen Biostrategie nicht vereinbar.

Der Physiker Alois Mair, Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg in Hessen betont, dass Wärmepumpen eine Energieeffizienz von 200 bis 500 Prozent haben, aber richtig genutzt werden müssen. Er kritisiert, dass stromfressende Kühlgeräte im Supermarkt als Massenprodukt zu haben sind, aber Wärmepumpen genehmigungspflichtig sind. Innovative Systeme können nur entwickelt werden, wenn das Gesetz mit verlässlichen Zielvorgaben der Industrie Planungssicherheit bietet. Diese Planungssicherheit kann ein EWG ermöglichen. So profitiert auch die Wirtschaft von Innovationen. Österreich kann nach Ansicht von Mair mit einem ausgereiften EWG als Innovationsbeschleuniger zu einem Silicon-Valley der Wärmewende werden.


Gesichtet: Markus Palzer-Khomenko
Titelfoto: Jeremy Bezanger via Unsplash



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Erfolg – Ausbau der Mönchsberggarage durch Bürger*innen gestoppt!

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Noch am Freitag demonstrierten über 500 Menschen bei Regen und Hagel gegen den Ausbau. Zu Beginn gab es einige Redebeiträge, unter anderem auch von den Scientists4Future Salzburg Jens Blechert und Lara Leik.

Jens Blechert nannte die 3 Hauptthemen der Stellungnahme, die gegen den Ausbau sprechen. Lara Leik bedankte sich bie allen Aktivist*innen, die wissenschaftlichen Fakten zur Klimakrise ernst zu nehmen und für diese auf die Straße zu gehen.
Die Demo endete mit einer wortwörtlich roten Linie um den Krauthügel.

Prof. Jens Blechert und Lara Leik waren unter den Redner*innen zu Beginnder Demonstration am 24.6. gegen den Ausbau der Mönchsberggarage

Am Sonntag dann war die Abstimmung. Die Initiaive „Nein zum Loch“ hatte sich 10.000 „Nein“- Stimmen gewünscht und wurden mit gerundet 21.000 positiv überrascht.

Das klare Signal von einer Beteiligung von 21,8% und davon 84% „Nein“- Stimmen, wurde auch in der Politik gehört. So wurde schon Sonntag Abend verkündet, dass das fossile Steinzeitprojekt jetzt auch wirklich der Vergangenheit angehört. Die offiziell finale Entscheidung wird allerdings erst am 6. Juli vom Gemeinderat getroffen.

Aber nicht nur für die Absage an die Salzburger Garage war diese Abstimmung ein wichtiges und lenkendes Zeichen, auch für die vielen Menschen die sich in Salzburg, Österreich und darüber hinaus für die Verkehrswende und eine lebenswerte Zukunft engagieren war diese Abstimmung ein riesen Erfolg.

Ich, Lara Leik, bedanke mich bei allen die so fleißig geflyert haben, die Stellungnahme mitverfasst, bei den Demonstrationen dabei waren und allen die Abstimmen waren und die Demokratie leben haben lassen!
Power to the People!

Medienmedlungen zur Demo am 24.6.:
https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/moenchsberggarage-grosse-demo-zum-protestfinale-vor-buergerinnenbefragung-123235591
https://www.krone.at/2742957


Medienmeldungen zum Erfolg der Bürgerbeteiligung:
https://www.sn.at/salzburg/politik/21-98-prozent-beteiligung-die-erweiterung-der-moenchsberggarage-steht-vor-dem-aus-123257251
https://www.sn.at/salzburg/politik/harry-es-ist-vorbei-die-reaktionen-zum-ergebnis-der-buergerbefragung-in-salzburg-123348895
https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/moenchsberggaragen-erweiterung-buergerinnenbefragung-endet-mit-klarem-nein-123345994
https://www.derstandard.at/consent/tcf/story/2000136906307/buergerbefragung-in-salzburg-bringt-aus-fuer-erweiterung-der-altstadtgarage?ref=article



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Energie sparen und Erneuerbare! Fracking und Kohle sind die falschen Lösungen für Österreich
Stellungnahme des Climate Change Center Austria

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In der hektischen Suche nach Lösungen, falls Russland an Europa und Österreich kein Gas mehr liefern sollte, wird ein in Österreich bereits vor zehn Jahren gestopptes Projekt wieder thematisiert. So sind in den Medien in den letzten Wochen erneut Berichte aufgetaucht, wonach auf politischer Ebene ernsthaft und konkret über eine Wiederbelebung der Pläne zur Schiefergasförderung (“Fracking”) durch die OMV im Weinviertel nachgedacht wird. Zusätzlich hat die Bundesregierung aktuell die Reaktivierung eines bereits stillgelegten Kohlekraftwerks angeordnet. Im Zeitalter des fortschreitenden menschengemachten Klimawandels wären diese Vorhaben aus wissenschaftlicher Sicht allerdings weder ökologisch noch ökonomisch vertretbar.

Die vollständige Ausschöpfung und Nutzung des geschätzten Schiefergasvorkommen in Österreich könnte den Jahresgasverbrauch von 10 Mrd. m³ ca. 30 Jahre decken. Zu bedenken ist dabei allerdings der damit verbundene gigantische CO2-Ausstoß von mehr als einer halben Gigatonne (Gt) CO2 (zum Vergleich: derzeitiger österreichischer Jahresausstoß ca. 0,08 Gt CO2). Insbesondere die Freisetzung großer Mengen Methan bei diesem Verfahren befeuern den Klimawandel, da Methan ein vielfach effektiveres Treibhausgas ist als bspw. Kohlendioxid. Der österreichische Gasbedarf wäre damit zwar mehr als gedeckt[1], der Preis für die Umwelt wäre jedoch enorm und das Ziel der Klimaneutralität bliebe unerreichbar.

Auch der Wiedereinsatz von Kohle würde zu einem deutlichen Anstieg der nationalen THG-Emissionen führen. Laut Umweltbundesamt konnten im Sektor Energie im Zeitraum von 1990 bis 2019 THG-Emissionen um insgesamt 68% durch den Wegfall des Stein- und Braunkohleeinsatzes sowie der Verringerung des Heizöleinsatzes eingespart werden.

Kurzfristig könnte Österreich seine Wettbewerbsfähigkeit durch ein Beharren auf klimaschädliche Technologien zwar behaupten, langfristig gesehen wäre der Wirtschaftsstandort Österreich aber existentiell gefährdet. Um die Energiewende glaubwürdig zu forcieren, muss der Fokus auf dem Ausbau und der Entwicklung klimafreundlicher Energiesysteme wie etwa Wind- oder Sonnenenergie liegen.

Zusammenfassend sei gesagt, dass die derzeitige Situation Österreichs im Bereich der Energieversorgung herausfordernd ist. Erste Priorität aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes haben Energiespar-Maßnahmen, speziell wenn sie einfach, schnell und billig realisiert werden können wie z.B. verschärfte Tempolimits im Straßenverkehr. Was nicht eingespart werden kann, sollte bevorzugt durch den rascheren Ausbau und die Erschließung erneuerbarer und klimaneutraler Energiequellen abgedeckt werden. Nur wenn minimale Restbeträge durch die Punkte 1 und 2 auf Zeithorizonten von über zehn Jahren nicht abgedeckt werden können, wäre eine Erschließung heimischer fossiler Energiequellen im Vergleich zu Importen aus den USA oder der Golfregion zu bevorzugen. Diese müssten aber unter Berücksichtigung der Klimaziele und der sonstigen Verpflichtungen Österreichs sowie unter Wahrung der Glaubwürdigkeit seiner Klimaschutzpolitik erfolgen. Erschließungen im großen Stil in Österreich, wie im Falle der überlegten Schiefergasförderung zu erwarten, käme aus wissenschaftlicher Sicht einer klimapolitischen Kehrtwende mit massivem politischen Glaubwürdigkeitsverlust gleich.

Die Ankündigung über die Reaktivierung eines Kohlekraftwerks stellt den von der Bundesregierung festgelegten Klimaschutzfahrplan ebenfalls in Frage, auch wenn der Anlass eine gewisse Flexibilität verlangt. Diese Maßnahme sollte im Ernstfall nur als kurzfristige Überbrückung (mit vorab zu fixierendem Ablaufdatum) am Weg zur nachhaltigen Energieautonomie durch Erneuerbare eingesetzt werden. Denn um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten und Lebensqualität zu sichern, muss der Druck auf die natürlichen Ressourcen jedenfalls stark reduziert werden. Nur so kann auch der Wirtschaftsstandort Österreich langfristig gesichert werden.

Die Expert_innen des CCCA stehen für den Dialog mit politischen Entscheidungsträger_innen und Interessenvertretungen hinsichtlich sozialverträglicher sowie ökonomisch vertretbarer Maßnahmen weiterhin zur Verfügung.

[1] derzeitiger Gasverbrauch in Österreich ca. 8 – 9 Mrd. m³/Jahr, davon ca. 6 Mrd. m³ importiert aus Russland.

Für den CCCA Vorstand:

Harald Rieder, Gerhard Wotawa, Tania Berger, Alexander Passer, Sabine Kamraner-Köpf, Daniel Huppmann, Simon Tschannett, Helga Kromp-Kolb



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Energie sparen am Bau: Das Passivhaus-Konzept
von Ines Clarissa Schuster

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°CELSIUS hat sich mit Laszlo Lepp vom Passivhaus Institut und Prof. Rainer Pfluger von der Universität Innsbruck, Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen, getroffen, um mehr über das Konzept des Passivhauses zu erfahren. In der EU entfallen derzeit rund 40% der Gesamtenergie und 36% Prozent der Treibhausgasemissionen auf Gebäude. Dies verteilt sich vor allem auf die Phasen Bau, Nutzung, Renovierung und Abriss.6 Daher gibt es hier eine enorm große Stellschraube, um positive Wirkung auf den Klimawandel zu haben.

Es ist möglich, Gebäude zu errichten, die nur einen Bruchteil der Energie eines konventionellen Gebäudes verbrauchen. Seit 30 Jahren1 werden solche Passivhäuser und Niedrigstenergie-Gebäude geplant und auch gebaut. In der Passivhaus-Datenbank2 sind mit Stand 13.05.2022 weltweit 5323 Projekte dokumentiert, davon 1978 qualitätsgesichert zertifiziert. Durch verschiedene Studien konnte gezeigt werden, dass es wirklich funktioniert, den Energieverbrauch auf 10% zu reduzieren.3 Anfänglich waren alle notwendigen Teile händisch selbst herzustellen, anzupassen oder zusammenzubauen. Heute sind alle Produkte und Komponenten sowie Berechnungsinstrumentarien am Markt verfügbar.

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von Ines Clarissa Schuster
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Atombewaffnung steht im Widerspruch zu nachhaltiger Entwicklung
Fachgruppe Klimakrise, Militär, Konflikt

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Vom 21. bis 23. Juni findet in Wien die erste Konferenz der Teilnehmerstaaten des Atomwaffenverbotsvertrags1 statt. Die Arbeitsgruppe Klimakrise, Militär, Konflikt hat dazu ein Arbeitspapier2 eingereicht: „Atombewaffnung steht immer mehr im Widerspruch zu einer nachhaltigen Entwicklung“.

Zusammenfassung

Das Papier weist daraufhin, dass schon in der Präambel zu den Nachhaltigkeitszielen der UN für 2030 zu lesen ist: „Es kann keine nachhaltige Entwicklung ohne Frieden geben und keinen Frieden ohne nachhaltige Entwicklung“.

Die Kosten für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele werden auf 2.500 bis 5.000 Milliarden USD jährlich geschätzt. Die Kosten für die Erreichung der Pariser Klimaziele auf 350 Milliarden USD. Dass der Einsatz von Atomwaffen alle Nachhaltigkeitsziele gefährden würde, ist klar, und so besteht auch ein klarer Zusammenhang zwischen dem Atomwaffenverbotsvertrag und den Nachhaltigkeitszielen.

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Fachgruppe Klimakrise, Militär, Konflikt
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Bäume verbrennen ist nicht nachhaltig
von Martin Auer

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Am 17. Mai stimmte der Umweltausschuss des Europaparlaments über einen Vorschlag zur Überarbeitung der Verordnung über Landnutzung und Forstwirtschaft und der Richtlinie über erneuerbare Energie ab1. Laut diesem Entwurf soll die Energiegewinnung aus „primärer holzartiger Biomasse“ nicht mehr als nachhaltig gelten. Gemeint sind damit Bäume, die zur Energiegewinnung gefällt werden. Diese Form der Energieerzeugung aus Biomasse könnte dann nicht mehr von Förderungen für erneuerbare Energien profitieren, sondern wäre der CO2-Bepreisung unterworfen.

Ausgenommen wäre „sekundäre holzartige Biomasse“, also Abfälle, die bei anderen Arten der Holznutzung entstehen, wie Sägespäne, Rinde, Schwarzlauge aus der Papierherstellung und Abfälle bei der Holzgewinnung wie Äste und Wipfel.

Freilich ist noch unklar, ab das Europäische Parlament sich diesem Entwurf anschließen wird. Martin Pigeon, Wald- und Klimabeauftragter der Umweltorganisation Fern: „Die Bioenergiebranche ist vor allem dank dieser Anreize gewachsen und wird sich gegen diese Begrenzung ihres Angebots heftig wehren. Dabei kann sie leider auf die Unterstützung einiger verbündeter EU-Regierungen zählen, wie beispielsweise die der derzeitigen Regierungen Schwedens, Finnlands oder Österreichs.“2

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von Martin Auer
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Aussetzung der CO2-Steuer ist keine Hilfe für Menschen mit geringem Einkommen
Stellungnahme des Climate Change Center Austria

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In den vergangenen Wochen haben verschiedene Parteien und Organisationen eine Aussetzung oder Verzögerung der wichtigsten Komponente einer öko-sozialen Steuerreform gefordert: die Steuer auf klimaschädliche CO2-Emissionen und die Rückvergütung der Einnahmen an alle Haushalte als Klimabonus.

Maßnahmen zur sozialen Abfederung der hohen Energiepreise und des Inflationsdrucks sind aus menschlicher, aber auch aus sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Sicht zweifellos dringend notwendig. Allerdings trägt die Aussetzung dieser klimapolitischen Maßnahme als Reaktion auf hohe Energiepreise und Inflation nicht dazu bei. Dies beruht auf drei groben Missverständnissen:

„Aussetzung der CO2-Steuer ist keine Hilfe für Menschen mit geringem Einkommen
Stellungnahme des Climate Change Center Austria
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Fragen und Antworten zum Grundrecht auf Klimaschutz
FG Recht und Politik

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Österreich hat seit eineinhalb Jahren kein Klimaschutzgesetz, das die jährlichen Höchstmengen an Treibhausgasen festlegen würde. Es gibt derzeit keine Möglichkeit, gegen Säumnisse wie diese rechtlich vorzugehen. Ein Grundrecht auf Klimaschutz in der Verfassung könnte Abhilfe schaffen und ist eine der Forderungen des Klimavolksbegehrens, das von 380.590 ÖsterreicherInnen unterstützt wurde. (Siehe unseren Beitrag in °CELSIUS und die Aufzeichnung des Talk for Future zum Thema.)
Die S4F-Fachgruppe Recht und Politik hat für uns eine Liste von Fragen und Antworten zu den wichtigsten juristischen Fachbegriffen zusammengestellt, die in der Diskussion immer wieder genannt werden.

„Fragen und Antworten zum Grundrecht auf Klimaschutz
FG Recht und Politik
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