Heißester Februar, neun heißeste Monate in Folge

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Laut einem Bulletin des Copernicus Climate Change Service (C3S) der Europäischen Union erlebte der Planet gerade den heißesten Februar seit Beginn der Aufzeichnungen. Die globale Durchschnittstemperatur stieg um 1,77 °C über den vorindustriellen Durchschnitt des Monats. Damit ist es der neunte Monat in Folge, in dem ein monatlicher Hitzerekord aufgestellt wurde.
Europa erlebte im Februar besonders ungewöhnliche Hitze, wobei die Durchschnittstemperaturen um 3,3 °C über dem Monatsdurchschnitt von 1991 bis 2020 stiegen. Hohe Temperaturen und trockenes Wetter führten auch zu Bränden in Nord- und Südamerika, darunter dem tödlichsten Waldbrand in der Geschichte Chiles.
Die Meereshitze war sogar noch extremer: Die durchschnittliche globale Meeresoberflächentemperatur im Februar übertraf den August 2023 und war damit der heißeste Monat auf See seit Beginn der Aufzeichnungen. Die an einem einzigen Tag Ende Februar gemessene durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur von 21,09 °C war Tagesrekord und das Meereis in der Arktis und Antarktis war unterdurchschnittlich.
El Niño, der im Juni 2023 auftrat und dazu beitrug, dass das letzte Jahr das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war, wird laut der neuesten Prognose des US National Oceanic and Atmospheric bis Mitte dieses Jahres schwächer werden und möglicherweise einer kühleren La Niña weichen Verwaltung. Aber das bringt möglicherweise keine sofortige Erleichterung. Historisch gesehen trägt das Jahr nach dem Auftreten von El Niño die Hauptlast seiner Hitzewirkungen. (New Scientist, 7.3.2024)



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Analyse: Klimaschutz in den Wahlprogrammen der Salzburger Parteien zur Gemeinderatswahl

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In einer Analyse der Programme der politischen Parteien der Stadt Salzburg zur Gemeinderatswahl am 10. März 2024  hat der Transformations- und Nachhaltigkeitsexperte Hans Holzinger für Scientists for Future Salzburg erhoben, wie häufig relevante Schlüsselbegriffe im Kontext von Klima und Nachhaltigkeit vorkommen. Zudem beschreibt er die  zentralen Argumentationsweisen und Schwerpunktsetzungen der Parteien auf der Basis von Vorschlägen aus den Wahlprogrammen zu den Bereichen Klima, Verkehr, Energie, Ernährung & Ressourcen sowie Wohnen. Analysiert werden die Programme von ÖVPSPÖBürgerlisteKPÖ+ und NEOS. Von der FPÖ liegt kein Parteiprogramm vor. Die Liste Ferch/Salz wurde aufgenommen, beschränkt sich aber auf ganz wenige Forderungen. Klimarelevant ist nur die Ablehnung des S-Link. Die vollständige Analyse ist hier zu finden:
https://hans-holzinger.org/2024/02/16/welche-rolle-spielt-klimaschutz-bei-den-parteien-der-stadt-salzburg/



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Climate Change Performance Index 2024 erschienen

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Seit 2005 bemisst dieser Index – eine Zusammenarbeit von Germanwatch, New Climate Institute und Climate Action Network International – jährlich die Klimaschutzbemühungen von 63 Ländern und der EU, die zusammen für 90 % der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind.

Am besten schneidet heuer Dänemark mit dem vierten Platz ab – Die ersten drei Plätze wurden nicht vergeben. Danach folgen Estland, die Philippinen, Indien und dann erst die Niederlande. Am Schluss der Liste steht Saudi Arabien, nach dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die EU belegt den 16. Platz, Österreich den 32. zwischen Kolumbien und Lettland.
Aufsteiger des Jahres ist Brasilien, das mit der Regierung Lula da Silva zu seinem ursprünglichen, von Bolsonaro verwässerten Klimaplan (NDC) zurückkehrte und Maßnahmen gegen die Entwaldung beschloss.
Absteiger des Jahres ist das Vereinigte Königreich. Unter der jetzigen Regierung wurde die Umweltgesetzgebung verzögert oder unterminiert, Produktion von Fossilen erweitert und kaum Fortschritte bei Erneuerbaren gemacht.

Eine interaktive Weltkarte gibt es auf ccpi.org, der 36 Seiten umfassene Report kann heruntergeladen werden.



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Carbon Tracker warnt vor Investitionen in Öl und Gas

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Investor:innen in Öl und Gas könnten bis zu 60% ihrer Einnahmen verlieren, warnt Carbon Tracker in seinem neuesten Report. Die Konzerne gehen bei ihrer Planung vom jetzigen Stand der Verpflichtungen zur Emissionsreduzierung aus, das heißt von einem langsamen Übergang zu erneuerbaren Energien, der – wie bekannt – zu einer Erwärmung von 2,4°C führen würde. Doch die Technologien für saubere Energie entwickeln sich, so der Report, rasant. Die Internationale Energie Agentur rechnet damit, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen ab 2030 zurückgehen wird.

Der Report untersucht zehn Konzerne, die in der Nordsee tätig sind, und kommt zu dem Schluss, dass bis 2030 bei einer moderaten Energietransition, die zu einer Erwärmung von 1,7°C führen würde, acht von ihnen 60 bis 100 Prozent ihrer Einnahmen verlieren könnten.



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Meeresschwämme zeigen: 1,5°C-Grenze möglicherweise schon überschritten

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Die Untersuchung von 300 Jahre alten Meeresschwämmen aus der Karibik lässt vermuten, dass die Erde die 1,5°C-Grenze schon überschritten hat, berichtet die Zeitschrift Nature. Das Verhältnis der zwei Elemente Strontium und Calcium in den Skeletten von Ceratoporella nicholsoni widerspiegelt Änderungen in der Wassertemperatur. Die Daten weisen darauf hin, dass der Planet schon in den 1860er Jahren begonnen hat, sich zu erwärmen, zu der Zeit, als auch die ersten Messungen der Wassertemperatur von Schiffen aus unternommen wurden. Die Methode der Temperaturbestimmung durch Schwämme ist noch im Anfangsstadium, doch sie könnte ergeben, dass die Erderwärmung krass unterschätzt wurde, nämlich fast um ein halbes Grad, wie der Co-Autor der Studie Malcolm McCulloch sagt.



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Bis 2050 geht der Welt der Sand aus

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Bauen mit Zement ist nicht nachhaltig. Nicht nur wegen der hohen Emissionen bei der Erzeugung, sondern auch, weil ein entscheidender Bestandteil knapp wird: Sand. Sand gibt es nämlich nicht wie Sand am Meer, vor allem nicht den Sand mit der richtigen kantigen Struktur. Die Welt verbraucht pro Jahr 50 Milliarden Tonnen Sand. Die einzige natürliche Ressource, von der wir mehr verbrauchen, ist Wasser. Bei dem Tempo, wie Sand aus der Natur entnommen wird, könnte es laut einer Studie, die im Journal Science of Total Environment veröffentlicht wurde, im Jahr 2050 keinen industriell verwertbaren Sand mehr geben. Der Raubbau in Flüssen verändert Biotope, erhöht die Fließgeschwindigkeit des Wassers und die Gefahr von Überschwemmungen. Sandgewinnung in Küstengebieten wirbelt den Boden auf, vernichtet Vegetation und stört die Ökosysteme. Der steigende Bedarf und die abnehmende Verfügbarkeit führen dazu, dass kriminelle Banden auch minderwertige Sande fördern und verkaufen, und noch mehr Schaden anrichten als die legale Sandgewinnung.
Ein ausführlicher Bericht ist auch im Scientific American zu lesen.



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Klimafreundliches Rindfleisch?

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Die Washington Post berichtet über eine Auseinandersetzung um angeblich klimafreundliches Fleisch. Die Burger-Kette Hopdoddy mit Sitz in Austin, Texas, bietet neben veganen Optionen auch Rindfleisch-Burger, die „Bissen für Bissen den Planeten retten“. Tatsächlich kauft die Kette Fleisch von Farmern, die umweltfreundlichere Produktionsweisen pflegen. Sie mischen Seegrassorten in das Futter, das die Methan-Emissionen der Kühe verringert. Der Mist der Kühe wird in trocken und flüssig getrennt und der feste Anteil kompostiert. Das reduziert die Emissionen aus dem Dung merklich. Doch das alles zusammen, sagen Wissenschaftler wie Prof. Scott Faber von der Environmental Working Group, verbessert die Emissions-Bilanz eines Burgers um wenige Prozent, aber reicht keineswegs aus, um den Burger als klimafreundlich zu bezeichnen. Veggie-Burger können bis zu 89 Prozent geringere Emissionen haben als Beef-Burger. Die Burger-Kette ist nur eine von einer Reihe von Fleischvermarktern und -produzenten und Prozenten von Milchprodukten, die ihre Waren auch an umweltbewusste Menschen verkaufen wollen. Die Animal Agriculture Alliance setzt sich zum Ziel, die Konsument:innen zu überzeugen, dass ihre Sorgen wegen der Umweltauswirkungen der industriellen Rinderhaltung nur durch die Propaganda radikaler Gruppen genährt werden.



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Shell Aktionär:innen fordern Senkung der Emissionen.

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Aktionär:innen, die ungefähr 5 % des Unternehmens besitzen fordern, dass der Öl- und Gasriese seine Umweltziele höherschraubt. Von großer Bedeutung dabei ist, dass die Verbesserungen bei den „Scope 3“ Emissionszielen fordern. Das schließt die Emissionen ein, die durch den Gebrauch der Produkte entstehen, also durch die Nutzung der fossilen Brennstoffe durch Verbraucher:innen. Shell soll sich demnach nicht darauf beschränken, nur die Emissionen die es selbst unmittelbar bei der Produktion verursacht, zu senken. Diese machen nur einen Bruchteil der gesamten Emissionen aus, die Konzerne wie Shell zu verantworten haben. Auch Europas führender Fondsverwalter Amundi steht hinter der Forderung. Shell antwortete auf die Resolution, die Forderungen seien unrealistisch und vereinfachend und würden keinen Einfluss auf die Milderung des Klimawandels haben.

Financial Times https://www.ft.com/content/8e530a5c-6f67-424a-a9d9-a14d395ee4c1



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COP28: Österreichische Autor:innen am Stocktake „Auswirkungen des globalen Tourismus“ beteiligt

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Auf der COP28 wurde der “TPCC Stocktake 2023 Report” und der “Executive Summary & Key Findings for Policymakers” über die aktuellen Auswirkungen des globalen Tourismus auf den Klimawandel und vice versa sowie über den aktuellen Stand der Anpassungen im Umfeld des Tourismus vom Tourism Panel for Climate Change (www.tpcc.info) veröffentlicht und präsentiert.

An der Erstellung dieses Reports waren – neben den koordinierenden Autor:innen Susanne Becken (Univ. of Brisbane, AUS) und Daniel Scott (Univ. of Waterloo, CND) – unter den 40 internationalen Expert:innen die österreichischen Autor:innen Dagmar Lund-Durlacher (Institut für nachhaltigen Tourismus, Wien), Robert Steiger (Universität Innsbruck) und Harald A. Friedl (FH JOANNEUM, Bad Gleichenberg) beteiligt.



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COP28-Gastgeber UAE plante, Klimagipfel für Öl-Deals zu nutzen

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Geleakte Dokumente, die, wie der Guardian berichtet, dem Centre for Climate Reporting zugespielt wurden, zeigen, dass die staatliche Ölfirma plante, im Rahmen der Vorbereitung zur COP28 mit 15 Staaten bilaterale Gespräche zu führen, um die Zusammenarbeit auf dem Öl- und Gassektor zu verstärken, darunter China, Mozambique, Kanada und Australien.
Es handelt sich bei den Dokumenten um Briefings für die Gespräche und es ist nicht bekannt, wie oft die betreffenden Punkte tatsächlich zur Sprache gekommen sind, doch laut dem Centre for Climate Reporting soll zumindest ein Land darauf eingegangen sein.



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