Südwind: Klimaschutz ist Menschenschutz – 4-Punkte-Plan für Klimagerechtigkeit

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Im Rahmen der europaweiten Initiative Climate Of Change fordert die Menschenrechtsorganisation Südwind einen politischen Klimagerechtigkeits-Pakt. Demnach braucht es zusätzlich zur konsequenten Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele auch ein wirtschaftspolitisches Umdenken. Südwind fordert von der Politik auf nationaler sowie europäischer Ebene einen Wirtschaftswandel, hin zu einem Modell, in dem nicht immer neue Wachstumsziele, sondern das menschliche Wohlbefinden sowie die soziale
und ökologische Gerechtigkeit sowie eine solidarische Migrationspolitik und die Mitsprache der Jugend als Hauptbetroffene der Klimakrise im Mittelpunkt stehen.
Eine neue Petition fordert einen konkreten 4 Punkte Plan für Klimagerechtigkeit und kann ab sofort unterschrieben werden auf: www.suedwind.at/klimagerechtigkeit-jetzt

An die Österreichische Bundesregierung und die Europäische Kommission. Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise. Besonders stark betroffen sind ausgerechnet Menschen in armen Ländern, die kaum zur Klimakrise beitragen. Um sowohl die Klimakrise als auch die globale Ungleichheit zu bekämpfen, fordert Südwind gemeinsam mit 16 Organisationen in ganz Europa die Umsetzung eines konkreten 4-Punkte Plans für Klimagerechtigkeit:

1.Eingrenzung der globalen Erwärmung unter 1,5 Grad Celsius. Um eine Klimakatastrophe zu verhindern, müssen die EU und Österreich bis 2040 Klimaneutralität erreichen, zehn Jahre vor dem aktuellen Ziel 2050.

2.Wandel zu einer sozial und ökologisch gerechten Wirtschaft im Interesse von Mensch und Natur anstatt im Interesse von Großkonzernen. Ein strenger wirtschaftspolitischer Rahmen auf nationaler sowie EU-Ebene muss verbindliche Regeln für Unternehmen definieren. Dazu zählen ein umfassendes Lieferkettengesetz sowie eine konsequente ökosoziale Förder- und Steuerpolitik.

3.Die EU und Österreich müssen ein internationales Schutzsystem für Menschen schaffen, die aufgrund der Klimakrise ihr Zuhause verlieren. Eine solidarische und menschenrechtsbasierte Migrationspolitik braucht gezielte Unterstützung in Herkunfts- und Transitländern sowie einen internationalen Schutzmechanismus für Menschen, die von klimabedingter Migration betroffen sind.

4.Junge Menschen müssen als Hauptbetroffene in klimapolitische Entscheidungen einbezogen werden. Dazu müssen Jugendräte mit dem Status von Sozialpartner*innen auf EU-Ebene sowie in den Mitgliedsstaaten ins Leben gerufen und verbindlich eingebunden werden. Die UN Youth Advisory Group on Climate Change (UN-Jugendklimarat) kann dafür Vorbild sein.

Petition unterzeichnen: www.suedwind.at/klimagerechtigkeit-jetzt

. #ClimateOfChange .

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Pressegespräch: Wo stehen wir in Sachen Klima und was kann getan werden? SCIENTISTS FOR FUTURE bringen am Tag des weltweiten Klimastreiks fünf führende Expert*innen aufs Podium.

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Live ab 09:30 Uhr: https://www.facebook.com/events/1300400337047255/

Am Tag des diesjährigen weltweiten Klimastreiks am 24. September 2021 möchten wir der Presse Gelegenheit geben, mit führenden Expert*innen auf dem Gebiet des Klimaschutzes ein Gespräch zu führen:

  • Univ. Prof. Dr. Verena Winiwarter – Universität für Bodenkultur – Zentrum für Umweltgeschichte
  • Univ. Prof. Dr. Harald Rieder – Universität für Bodenkultur – Institut für Meteorologie und Klimatologie
  • Univ. Prof. Dr. Gottfried Kirchengast – Universität Graz – Wegener Center für Klima und Globalen Wandel
  • Dr. Renate Christ – langjährige Leiterin des Sekretariats des Weltklimarats (IPCC) 
  • Dr. Daniel Huppmann – International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) – Mitautor des IPCC Sonderberichts 1,5°C.

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Pressegespräch: Wo stehen wir in Sachen Klima und was kann getan werden?
SCIENTISTS FOR FUTURE bringen am Tag des weltweiten Klimastreiks fünf führende Expert*innen aufs Podium.

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Am Tag des diesjährigen weltweiten Klimastreiks am 24. September 2021 möchten wir der Presse Gelegenheit geben, mit führenden Expert*innen auf dem Gebiet des Klimaschutzes ein Gespräch zu führen:

  • Univ. Prof. Dr. Verena Winiwarter – Universität für Bodenkultur – Zentrum für Umweltgeschichte
  • Univ. Prof. Dr. Harald Rieder – Universität für Bodenkultur – Institut für Meteorologie und Klimatologie
  • Univ. Prof. Dr. Gottfried Kirchengast – Universität Graz – Wegener Center für Klima und Globalen Wandel
  • Dr. Renate Christ – langjährige Leiterin des Sekretariats des Weltklimarats (IPCC) 
  • Dr. Daniel Huppmann – International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) – Mitautor des IPCC Sonderberichts 1,5°C.
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SCIENTISTS FOR FUTURE bringen am Tag des weltweiten Klimastreiks fünf führende Expert*innen aufs Podium.
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„Weltweiter Klimastreik“ in den wichtigsten in Österreich gesprochenen Sprachen

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WELTWEITER KLIMASTREIK in den wichtigsten in Österreich gesprochenen Sprachen
(Laut Volkszählung 2001)

DeutschWeltweiter Klimastreik
SerbischСветски климатски штрајк
Türkischküresel iklim grevi
EnglischGlobal climate strike
UngarischVilágszerte éghajlati sztrájk
PolnischOgólnoświatowy strajk klimatyczny
AlbanischGreva globale e klimës
SlowenischSvetovna podnebna stavka
KroatischSvjetski klimatski štrajk
TschechischCelosvětová klimatická stávka
Arabischإضراب مناخي عالمي
RumänischGreva climatică globală
ItalienischSciopero globale per il clima
SlowakischGlobálny klimatický štrajk
Farsiاعتصاب اقلیمی جهانی
FranzösischGrève mondiale pour le climat
Romani/RomanesLa Klimako Straiko
Serbisch: Светски климатски штрајк
Türkisch: küresel iklim grevi
Englisch: Global climate strike
Ungarisch: Világszerte éghajlati sztrájk
Polnisch: Ogólnoświatowy strajk klimatyczny
Albanisch: Greva globale e klimës
Slowenisch: Svetovna podnebna stavka
Kroatisch: Svjetski klimatski štrajk
Tschechisch: Celosvětová klimatická stávka
Arabisch: إضراب مناخي عالمي
Rumänisch: Greva climatică globală
Italienisch: Sciopero globale per il clima
Slowakisch: Globálny klimatický štrajk
Farsi: اعتصاب اقلیمی جهانی
Französisch: Grève mondiale pour le climat
Romani/Romanes: La Klimako Straiko
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Debatten

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Unter dem Titel „Debatten“ versammeln wir Beiträge, die sich eher an die S4F-Community richten als an eine breite Öffentlichkeit. Hier geht es um grundsätzliche Fragen der Klimakommunikation, um das Setzen von Schwerpunkten und ähnliche Themen.

Scientists sind herzlich eingeladen, Beiträge einzureichen.

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Nicht gegeneinander, sondern gemeinsam für die Zukunft
Ein Blogpost für das Netzwerk der S4F
von Fabian Schipfer

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Unser Budget an klimaschädlichen CO2 Emissionen, das noch ausgestoßen werden kann, bevor unsere Lebensräume irreversible Maximalschäden erleiden ist begrenzt. Die Uhr tickt, unter anderem auch auf unserer Homepage, das Verfehlen der Parisziele steht mit Weihnachten 2028 unmittelbar bevor.

Effektive Maßnahmen sind jetzt gefragt, um das Schlimmste zu verhindern, eine lebenswerte Welt für die jetzigen und zukünftigen Generationen zu ermöglichen, aber auch um gleichzeitig eine bessere Zukunft für viele zu ermöglichen, die in unserer derzeitigen Gesellschaftsform schlechter abschneiden.

Prof. Sighard Neckel erklärt in einem aktuellen Podcast wie die Individualisierung der Klimamaßnahmen,  beispielsweise über einen persönlichen ökologischen Fußabdruck, als Symbolpolitik instrumentalisiert wird, um von der dringenden Notwendigkeit einer nachhaltigen Ordnungs- und Infrastrukturpolitik abzulenken. Dabei soll die Verantwortung auf die einzelnen Konsument*innen abgewälzt werden, die bestenfalls über Konsumentenpreissteuerung umerzogen werden müssen.

Diese Entpolitisierung kommt gerade jetzt ungünstig, da Anfang der 2020er Jahre ja eigentlich ein entschiedenes Vorgehen der Politik unabdingbar wäre. Noch gravierender ist jedoch auch, dass durch die subjektive Klimaschuld und den dadurch entstehenden moralischen Druck ein Kulturkampf um die ökologisch richtige Lebensführung entfacht wird. Problematisch ist das unter anderem, da ärmere und mittelständige Milieus derzeit weniger Möglichkeiten zur Veränderung haben und noch dazu trotzdem bereits wesentlich mehr zur Emissionsreduktion beigetragen haben, als Familien reicherer Einkommensklassen, die ihre Emissionen sogar im Schnitt ausgeweitet haben.

Der marktorientierte und konsumentenfokussierte Ansatz droht daher zum sozialen und demokratiegefährdenden Sprengsatz zu werden. Er bringt soziale Milieus gegen einander auf, die zur Lösung der Krise eigentlich Bündnisse schmieden sollten um auf einem demokratischen Weg den notwendigen, gravierenden Umbau der Infrastruktur zu ermöglichen.

Die Alternative ist, dass wir unseren gesellschaftlichen Reichtum für eine sozialökologische Gesellschaftsreform nutzen, in der die Lasten gerecht verteilt werden, Lebenschancen für die Verlierer der Transformation geschaffen werden und Obergrenzen für klimaschädliche Emissionen eingeführt werden. Nachhaltigkeit wird dabei als Gemeingut definiert, Infrastruktur wird so organisiert, dass ihre Funktionen ökologisch verträglich gestaltet werden und ihre Nutzung prinzipiell allen Bürger*innen offenstehen. 

Eine (CO2 Budget-) mengengesteuerte Ordnungspolitik treibt durch gezielte Infrastrukturmaßnahmen, aber auch mit allgemeinen Verboten die Innovation bei den Produzent*innen und Umorientierung bei den Konsument*innen an. Klare Rahmenbedingungen schaffen Planungssicherheit für die Industrien, während barrierefreies, ökologisches Verhalten belohnt und zum Standard wird, statt sittenstreng thematisiert und den Marktdynamiken überlassen oder durch autoritative Eingriffe auf individueller Ebene eingeschränkt zu werden.

Wo bereits möglich und leistbar, sind ökologisch verträglichere Lebensstile, sowie eine respektive Wissensvermittlung klarerweise empfehlenswert. Für einen demokratiefördernden Klimaaktivismus, und demnach auch für die Kommunikationsstrategie der S4F AT, besteht die Herausforderung jedoch darin, den Bürger*innen unter anderem Informationen zur Emissionsintensivität unseres Konsums zu vermitteln, Schuldzuweisungen dabei aber zu vermeiden, sondern die Öffentlichkeit zusammenzubringen, um gemeinsam, klimafreundliche und gerechte Infrastrukturen und Rahmenbedingungen einzufordern.

Verweise:

Gesichtet: Martha Stangl

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Initiative Montleart

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Die Initiative versteht sich als „Ein kleiner von vielen notwendigen Schritten, um den Klimawandel zu bekämpfen!“

Die Initiative strebt an: Im Rahmen der geplanten Umgestaltung der Montleartstraße eine Umwidmung zu einer Fußgängerzone (Durchfahrt Radverkehr erlaubt) des Teiles der Montleartstraße im 14. Bezirk ab der Garageneinfahrt von 1B bis Steinbruchstraße sowie der Steinbruchstraße im Bereich vor der Schule Gymnasium Wien West. Der Bereich zwischen der Busgarage und der Garageneinfahrt von 1B soll fußgängerfreundlich und mit einer Allee gestaltet werden und als Sackgasse geführt werden.

Link zur Initiative und zur Petition: https://initiative-montleart.at/

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