Unwiederbringlicher Kohlenstoff: Welche Gebiete der Erde unbedingt geschützt werden müssen
von Martin Auer

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Eine brandneue Studie von Conservation International1 beschreibt, welche entscheidenden Ökosysteme auf der Erde die Menschheit schützen muss, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Diese Ökosysteme sind wichtig, weil sie besonders viel Kohlenstoff pro Hektar Landfläche speichern. Es sind Mangroven, tropische Wälder und Torfgebiete sowie alte Wälder in den gemäßigten Breiten. Wenn diese Ökosysteme zerstört würden und der Kohlenstoff, den sie enthalten, in Form von CO2 in die Atmosphäre gelangen würde, dann könnte dieser Kohlenstoff nicht mehr rechtzeitig wieder zurückgeholt werden. „Rechtzeitig“ heißt hier: Uns stehen noch 30 Jahre zur Verfügung um unsere CO2-Emissionen auf netto-null zu bringen. Selbst wenn man einen abgeholzten Wald wieder aufforsten oder ein trockengelegtes Moor wieder befeuchten würde, würden sich diese Kohlenstoffspeicher in dieser Zeit auch nicht annähernd wieder auffüllen. Darum nennen die Forscher*innen diese Speicher „unwiederbringlichen Kohlenstoff“ („irrecoverable carbon“). Die Gebiete, wo dieser unwiederbringliche Kohlenstoff konzentriert ist, müssen unbedingt vor Zerstörung bewahrt werden, um die Klimakatastrophe abzuwenden.

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Klimaschutz und Artenschutz brauchen einander
Erster gemeinsamer Bericht von IPCC und IPBES

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Quelle: IPBES: Launch of IPBES-IPCC Co-Sponsored Workshop Report on Biodiversity and Climate Change

Am 10. Juni 2021 veröffentlichten die zwei großen zwischenstaatlichen Gremien für Klimaschutz und Artenschutz einen gemeinsamen Bericht, nämlich das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) und IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services). Es handelt sich um die erste Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen der beiden Gremien.

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Erster gemeinsamer Bericht von IPCC und IPBES“
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Schutz des Ozeans: Vorteile für Artenvielfalt, Produktion von Nahrungsmitteln und Klima
von Anika Bausch

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Quelle: Sala, E., Mayorga, J., Bradley, D. et al. (2021) Protecting the global ocean for biodiversity, food and climate. Nature 592397–402 (2021).

Der Meeresboden ist das größte CO2-Reservoir auf der Erde. Besonders auf lange Sicht ist dies für uns wichtig – Der Meeresboden kann CO2 über Jahrtausende binden. Der Boden kann den gebundenen Kohlenstoff jedoch wieder als CO2 ins Wasser abgeben, wenn er beschädigt wird. Auslöser dafür können Schleppnetze sein, die beim industriellen Fischfang über den Meeresgrund gezogen werden. Das CO2, das dabei freigesetzt wird, kann eine Versauerung des Meeres verursachen. Dies kann sich wiederum negativ auf die Artenvielfalt und die Produktion von Nahrungsmitteln durch den Ozean auswirken.

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von Anika Bausch
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Interview mit Prof. Franz Essl zum österreichischen Earth Overshoot Day

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"Franz Essl zum österreichischen Earth Overshoot Day 2021" von Martin Auer | S4F-Interview

Es gibt inzwischen mehr menschengemachte Dinge auf der Erde als Pflanzen und Tiere. Was macht das mit dem Planeten? Mehr als 90 Prozent aller großen Säugetiere sind Menschen und ihre Nutztiere, und nur ein verschwindender Teil sind noch Wildtiere. Wohin führt uns das? Wir sprechen mit dem Biodiversitätsforscher Franz Essl über die weltweite Übernutzung von Atmosphäre, Land und Wasser. Außerdem geht es um die Schwierigkeiten, den Wohlstand zu bewahren und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch zu senken. Wir fragen, ob wir Arbeit und Arbeitszeit nicht neu gestalten sollten und wie wir die Landnutzung regeln sollen, damit wir weiter fruchtbare Böden und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt haben. Wir sprechen auch darüber, ob es in der Landwirtschaft nur darum gehen kann, möglichst billige Nahrungsmittel herzustellen, und wie ein sozialer Ausgleich aussehen könnte, wenn nachhaltige Produktion auch entsprechend bezahlt wird.

Anlässlich des österreichischen Earth Overshoot Day am 07.04.2021 macht Martin Auer ein Interview mit Assoz.Prof. Mag. Dr. Franz Essl vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien.



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