IPBES-Report: 50.000 wilde Spezies werden von Milliarden Menschen genutzt

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Eine neue Studie des Welt-Biodiversitätsrats IPBES zeigt, dass Milliarden Menschen in entwickelten und sich entwickelnden Ländern täglich von wilden Tieren, Pflanzen, Pilzen usw. für Nahrung, Energie, Materialen, Medizin, Erholung und Inspiration profitieren. rund 70% der von Armut betroffenen sind direkt von der Nutzung wilder Spezies abhängig. Ca. ein Drittel von 10.000 untersuchten Spezies haben stabile Populationen, woraus der Schluss gezogen wird, dass sie nachhaltig genutzt werden. Laut dem Fachblatt Nature halten das verschiedene Wissenschaftler:innen für eine Überschätzung.
https://www.nature.com/articles/d41586-022-01917-3



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Renaturierung in Argentinien

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In Argentinien wurden über 800.000 Hektar ökologisch geschädigter Lebensräume wiederhergestellt und zahlreiche Arten wieder angesiedelt. Seit den 1990er Jahren kauft die Tompkins Conservation Foundation privates Land, um Ökosysteme zu renaturieren, und schenkt die Gebiete dann den Bundes- und Lokalregierungen zurück.
https://www.theguardian.com/environment/2022/jun/24/how-to-rewild-a-country-the-story-of-argentina-aoe



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Senegal: Selbstverwaltetes Schutzgebiet

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Das Kawawana-Schutzgebiet im Senegal wurde von einer Gruppe indigener Jola-Fischer gegründet. Heute wird es vollständig von den lokalen Gemeinschaften verwaltet und gepflegt. In den letzten zehn Jahren ist es ihnen gelungen, ein Gebiet wiederherzustellen, in dem die Artenvielfalt fast verschwunden war. Es gibt jetzt doppelt so viele Fischarten, und das Reservat wurde kürzlich auf 20 000 Hektar erweitert.
https://news.mongabay.com/2022/06/a-tales-of-successes-and-new-challenges-in-senegal-qa-with-icca-coordinator-salatou-sambou/



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10 Must-Knows zur Biodiversität – Was wir tun können, um das Leben auf dem Planeten zu erhalten
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK

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Vom Klimastress für deutsche Wälder über den Umbau der Landwirtschaft bis zum von Tieren auf Menschen übergesprungenen Coronavirus reichen die jetzt erstmals veröffentlichten „10 Must-Knows aus der Biodiversitätsforschung“. Die Bestandsaufnahme zum Erhalt der Natur als Lebensgrundlage des Menschen wurde von 45 Expertinnen und Experten des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität erstellt. Im Vorfeld der UN Biodiversity Conference im chinesischen Kunming – zur Vorbereitung treffen sich diese Woche Forschende in Genf –  soll der Report zum Dialog einladen, so die Autorinnen und Autoren. Zugleich stellen sie konkrete Forderungen an die Politik.

„Wenn wir so weitermachen wie bisher, ruinieren wir die Grundlagen unseres Lebens auf diesem Planeten“, erklärt Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, die das Forschungsnetzwerk koordiniert. „Wichtig ist dabei, nicht auf einzelne Phänomene zu starren, etwa auf eine einzelne vom Aussterben bedrohte Art, sondern auf die Zusammenhänge. Am Ende geht es um unsere Luft zum Atmen, unser Wasser zum Trinken. Wir wollen Mut machen, die Herausforderungen anzupacken. Je länger wir zögern, desto schwieriger und teurer wird es – hier gibt es eindeutige Parallelen zur Klimathematik.“

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Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK
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Wasserhaushalt in der Stadt: Den Wald als Vorbild nehmen
CCCA Factsheet #33 Naturnaher urbaner Wasserhaushalt

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Autor innen: Daniela Fuchs-Hanusch (TU Graz), Martin Regelsberger (Technisches Büro für Kulturtechnik), Katharina Schwarzfurtner und Lisa Waldschütz (Universität für Bodenkultur Wien)

Begutachtet von: Isabel Auer und Magdalena Holzer (Weatherpark), Carina Brachner (Technische Universität Wien)

Hitzetage nehmen in Österreich seit den 1980er Jahren stetig zu [1]. Von Hitze sind Siedlungen besonders betroffen. Hohe Bebauungsdichten mit wärmeabsorbierenden Oberflächen und hohem Versiegelungsgrad führen zu sogenannten urbanen Hitzeinseln. Die Hitzebelastung wird sich in Zukunft aufgrund der globalen Erwärmung, fortschreitender Versiegelung und durch den Verlust von aktivem Boden, sowie dessen Wasserspeicherfähigkeit, noch weiter verschärfen [2].

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CCCA Factsheet #33 Naturnaher urbaner Wasserhaushalt
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Ende der Plastikverschmutzung in Sicht? Internationales Abkommen beschlossen
von Martin Auer

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175 Mitgliedsländer der Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA) haben am 1. März in einer Resolution1 beschlossen, bis 2024 einen verbindlichen Vertrag zur Beendigung der Plastikverschmutzung zu schließen. Dieser Vertrag soll den kompletten Lebenszyklus von Plastik von der Produktion bis zur Entsorgung regeln. Damit hat sich laut der Zeitschrift New Scientist2 der Entwurf von Peru und Ruanda durchgesetzt, der die gesamte Kette von der Produktion über den Gebrauch bis zur Entsorgung einschließt. Ein zweiter Entwurf, für den sich vor allem Japan einsetzte, konzentrierte sich nur auf die Plastikverschmutzung der Meere. Die Resolution verlangt einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag. Sie erkennt auch an, dass Länder mit niedrigem Einkommen3 es schwerer haben, das Problem der Plastikverschmutzung zu bewältigen, und daher auch ein Finanzierungsmodell notwendig ist, das die Lasten gerechter verteilt.

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von Martin Auer
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Gold, Kupfer, Lithium: Schmutzige Rohstoffe aus Osteuropa für den Green Deal?
von Theresa Neunteufl und Martin Auer

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Der Bedarf an erneuerbaren Energien nimmt Jahr für Jahr zu. 2020 beispielsweise hat der Anteil an erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung in der EU erstmals Kohle und Gas abgehängt.1 Angesichts des fortschreitenden Klimawandels ist das sehr erfreulich. Doch die Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung des Stroms benötigen Rohstoffe, ebenso wie die elektronischen Geräte, die die Digitalisierung der Wirtschaft ermöglichen sollen. Um den wachsenden Bedarf an diesen Rohstoffen zu decken, bedarf es einer enormen Steigerung des Abbaus. Genau diesen Bedarf versucht die Europäische Kommission nun zu decken. Laut dem Bericht des Central and Eastern European Bankwatch Network2: „Raw Deal“ vom Jänner 2021 passiert dies jedoch häufig unter Missachtung von fairen Arbeitsbedingungen, Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen und Artenschutz.

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von Theresa Neunteufl und Martin Auer
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Biodiversität: Wie steht es um die Vielfalt?
von Martin Auer

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Das Artensterben geht heute mindestens zehn bis hundert Mal so schnell vor sich wie in den letzten 10 Millionen Jahren. Es ist vor allem die Veränderung der Land- bzw. Meernutzung, die die Biodiversität auf unserem Planeten schädigt, also die Ausweitung der Landwirtschaft, die Abholzung von Wäldern, das Wachstum von Städten und Infrastruktur. An zweiter Stelle steht die direkte Ausbeutung der Ökosysteme, wie z.B. die Überfischung der Meere. Erst an dritter Stelle folgt der Klimawandel. Weitere Treiber sind Verschmutzung und Invasive gebietsfremde Arten.

Was ist Biodiversität?

Biodiversität ist die Diversität des Lebens auf verschiedenen Ebenen: genetische Diversität, Diversität von Populationen (z.B. verschiedene lokale Varianten von Leoparden), Diversität der Arten (z.B. alle die verschiedenen Spezies von Katzenartigen). Über den globalen Stand der Biodiversität gibt die IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services – Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen) Auskunft in ihrem jüngsten Bericht1.

Was tut die Natur für uns?

Die lebendige Natur ist unsere Lebensgrundlage. Sie bietet uns Lebensraum, sie versorgt uns mit materiellen und spirituellen Gütern. Drei Viertel unserer Nahrungspflanzen profitieren von tierischer Bestäubung und 35 Prozent sind vollständig von tierischer Bestäubung abhängig. 60 Prozent der CO2-Emissionen, die wir verursachen, werden von natürlichen Ökosystemen an Land und in den Ozeanen aufgenommen. Mehr als zwei Milliarden Menschen brauchen Feuerholz für ihren täglichen Energiebedarf, rund vier Milliarden Menschen sind auf natürliche Medizin angewiesen. Die lebendige Natur trägt auch zu den nicht-materiellen Aspekten der Lebensqualität bei, sie bietet Inspiration, körperliche und seelische Erholung, und viele Menschen beziehen aus ihrer natürlichen Umgebung ihre Identität.

Beiträge der Natur für die Menschen (Quelle: IPBES)
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von Martin Auer
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Unwiederbringlicher Kohlenstoff: Welche Gebiete der Erde unbedingt geschützt werden müssen
von Martin Auer

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Eine brandneue Studie von Conservation International1 beschreibt, welche entscheidenden Ökosysteme auf der Erde die Menschheit schützen muss, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Diese Ökosysteme sind wichtig, weil sie besonders viel Kohlenstoff pro Hektar Landfläche speichern. Es sind Mangroven, tropische Wälder und Torfgebiete sowie alte Wälder in den gemäßigten Breiten. Wenn diese Ökosysteme zerstört würden und der Kohlenstoff, den sie enthalten, in Form von CO2 in die Atmosphäre gelangen würde, dann könnte dieser Kohlenstoff nicht mehr rechtzeitig wieder zurückgeholt werden. „Rechtzeitig“ heißt hier: Uns stehen noch 30 Jahre zur Verfügung um unsere CO2-Emissionen auf netto-null zu bringen. Selbst wenn man einen abgeholzten Wald wieder aufforsten oder ein trockengelegtes Moor wieder befeuchten würde, würden sich diese Kohlenstoffspeicher in dieser Zeit auch nicht annähernd wieder auffüllen. Darum nennen die Forscher*innen diese Speicher „unwiederbringlichen Kohlenstoff“ („irrecoverable carbon“). Die Gebiete, wo dieser unwiederbringliche Kohlenstoff konzentriert ist, müssen unbedingt vor Zerstörung bewahrt werden, um die Klimakatastrophe abzuwenden.

„Unwiederbringlicher Kohlenstoff: Welche Gebiete der Erde unbedingt geschützt werden müssen
von Martin Auer
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Klimaschutz und Artenschutz brauchen einander
Erster gemeinsamer Bericht von IPCC und IPBES

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Quelle: IPBES: Launch of IPBES-IPCC Co-Sponsored Workshop Report on Biodiversity and Climate Change

Am 10. Juni 2021 veröffentlichten die zwei großen zwischenstaatlichen Gremien für Klimaschutz und Artenschutz einen gemeinsamen Bericht, nämlich das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) und IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services). Es handelt sich um die erste Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen der beiden Gremien.

„Klimaschutz und Artenschutz brauchen einander
Erster gemeinsamer Bericht von IPCC und IPBES“
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