Greenpeace kündigt Klage gegen EU-Taxonomie an

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Mit der EU-Taxonomie sollen Investitionen in Gas und Atom ab 2023 als nachhaltig eingestuft werden. Aus Sicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist dieses Vorgehen eindeutig rechtswidrig, denn die Taxonomie untergräbt damit das Ziel der EU bis 2050 klimaneutral zu werden. Jetzt hat Greenpeace Zentral- und Osteuropa – und damit auch Greenpeace Österreich – gemeinsam mit den Länderbüros in Deutschland, Spanien, Italien, Belgien, Frankreich, Luxemburg, der EU, sowie mit weiteren Umweltorganisationen einen formellen Widerspruch bei der Europäischen Kommission eingelegt. Die EU-Kommission hat bis spätestens Februar 2023 Zeit zu antworten. Sollte sie nicht einlenken, wird Greenpeace eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einbringen.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220919_OTS0004/greenpeace-kuendigt-klage-gegen-eu-taxonomie-an



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Auch US-Stromversorger betrieben Klimawandelleugnung und Klimaschutzverzögerung

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In einer im September erschienenen Studie untersuchen Emily L. Williams und Kollg:innen von der Leeds Becket University, inwieweit die öffentlichen Botschaften amerikanischer Elektrizitätsversorger zu Klimaleugnung, Zweifel und Verzögerung beigetragen haben. Vor 1980, so die Studie, entsprachen die Botschaften der Stromversorgungsunternehmen im Allgemeinen dem wissenschaftlichen Verständnis des Klimawandels. Von 1990 bis 2000 jedoch gründeten und finanzierten Stromversorger Frontgruppen mit Namen wie Global Climate Coalition oder Information Council on the Environment, die Klimazweifel und Leugnung förderten. Nach 2000 wurden diese Frontgruppen weitgehend geschlossen, und die Versorgungsunternehmen gingen zur Strategie der Klimaschutzverzögerung über, indem sie die Verantwortung anderer Sektoren betonten und andere Maßnahmen als die Sanierung des Elektrizitätssystems förderten. Viele der Energieversorger, die in der Vergangenheit am stärksten Klimazweifel und -leugnung kommuniziert haben, haben derzeit die langsamsten Pläne, ihren Strommix zu dekarbonisieren.
Quelle: Emily L Williams et al 2022 Environmental Research Letters. 17 094026, https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/ac8ab3



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Corporate Greenwashing: Die Klimaversprechen vieler großer Unternehmen halten einer näheren Untersuchung nicht stand
von Martin Auer

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Ein aktueller Report nimmt 25 Unternehmen unter die Lupe

2019 hat Amazon zusammen mit anderen Großunternehmen The Climate Pledge gegründet, einen von mehreren Zusammenschlüssen von Firmen, die sich verpflichten, bis 2040 klimaneutral zu werden. Doch bis heute hat Amazon nicht im Detail dargelegt, wie es dieses Ziel erreichen will. Es ist nicht klar, ob das Versprechen nur die CO2-Emissionen oder alle Treibhausgase umfasst, und es ist nicht klar, in welchem Umfang die Emissionen tatsächlich reduziert oder bloß durch CO2-Kompensation ausgeglichen werden sollen.

Ikea möchte bis 2030 „klimapositiv“ sein. Was genau damit gemeint ist, bleibt unklar, aber es suggeriert, dass Ikea bis dahin noch mehr als klimaneutral werden will. Konkret plant das Unternehmen eine Reduktion seiner Emissionen bis 2030 um nur 15 Prozent. Für den Rest will sich Ikea unter anderem „vermiedene“ Emissionen anrechnen, d. h. Emissionen, die eigentlich seine Kund:innen vermeiden, wenn sie Solarpaneele von Ikea kaufen. Weiter rechnet Ikea sich den in seinen Produkten gebundenen Kohlenstoff an. Dabei ist sich das Unternehmen bewusst, dass dieser Kohlenstoff im Durchschnitt nach ca. 20 Jahren wieder freigesetzt wird (z. B. wenn Holzprodukte entsorgt und verbrannt werden). Das macht natürlich die Klimawirkung dann wieder zunichte.

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von Martin Auer
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Scheinklimaschutz in Österreich

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Alle schützen das Klima – aber die Emissionen gehen nicht runter. Drei Expert:innen haben am 27.4.2022 bei einer Pressekonferenz der Scientists for Future und des Wissenschaftsnetzwerks Diskurs über dieses rätselhafte Phänomen gesprochen. Ihr Fazit: Es gibt in Österreich mehr Scheinklimaschutz als echten .

Reinhard Steurer, Renate Christ, Ulrich Leth bei der Online Pressekonferenz
„Scheinklimaschutz in Österreich“ weiterlesen

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