Notfallplan für den Ausstieg aus Gas
von Martin Auer

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In einem offenen Brief an die EU-Politik schreibt die NGO-Dachorganisation Climate Action Network: Mehr als je zuvor ist die europäische Energiewende ein Friedensprojekt. Mehr fossile Infrastrukturen zu bauen, würde bedeuten, weitere Milliarden in die Taschen jener Industrie zu schaufeln, die jahrzehntelang gegen Regelungen zur Energieeinsparung und zum Umstieg auf erneuerbare Energien lobbyiert hat.

Das Climate Action Network fordert einen Notfallplan: Die Wärmedämmung von Gebäuden würde am raschesten den Bedarf an Energie senken. Förderungen und technische Unterstützung für die thermische Sanierung sollten daher obenan stehen. Gasthermen sollten schleunigst durch erneuerbare Lösungen wie Wärmepumpen ersetzt werden. Die Einrichtung von Solaranlagen auf allen dazu geeigneten Dächern sollte verpflichtend sein. Die Regierungen sollten die Neu-Installation von Gasthermen sofort verbieten und nichts mehr in die Erweiterung der fossilen Gasinfrastruktur investieren.

Climate Action Network (CAN) ist ein Zusammenschluss von über 170 Mitgliedsorganisationen in 38 Ländern Europas, die zusammen 1.500 NGOs repräsentieren.

Wie können die Emissionen von Heizen und Kühlen auf Null reduziert werden?

Der Gebäudesektor ist für ein Fünftel der globalen Emissionen verantwortlich, aber Regierungen tun international im Vergleich zu anderen Bereichen noch sehr wenig, um das Problem anzugehen. Dabei sind die notwendigen Technologien und erfolgreiche Regelungen schon erprobt. Das zeigt der neue Report Decarbonising Buildings1 von Climate Action Tracker, der soeben erschienen ist. Ausgearbeitet wurde der Bericht von zwei nicht profitorientierten Instituten: Climate Analytics und New Climate Institute.

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Halbherzige Maßnahmen können die Emissionen nicht halbieren – Die wichtigsten „Take-Home-Messages“ des IPCC-Berichts
von Renate Christ

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Renate Christ, langjährige Leiterin des Sekretariats des Weltklimarats fasst die wichtigsten Botschaften des jüngsten IPCC-Berichts zusammen.

Der Bericht sagt klar: Wenn wir so weitermachen wie bisher, steuern wir auf eine Erwärmung von 3,2°C zu, statt der angestrebten Begrenzung auf 1,5°C. Damit werden sich Klimarisiken wie Dürre, Überschwemmungen oder hitzebedingte Krankheits- und Todesfälle massiv erhöhen. Um die Temperaturerhöhung auf unter 1,5°C zu begrenzen, müssen die globalen Emissionen spätestens 2025, das ist in 3 Jahren, den Höchststand erreichen. Dann müssen die CO2 Emissionen drastisch abnehmen und zwar bis 2030 um 45%. Die Methanemissionen müssen um 34% sinken und auch bei den anderen Treibhausgas-Emissionen müssen starke Reduktionen erfolgen. Netto-Null CO2 muss 2050 erreicht werden. Für das 2°C Ziel sind die Erfordernisse ähnlich, nur etwas verzögert.

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von Renate Christ
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Weltklimarat: Wir haben die Werkzeuge und wir haben das Wissen.
Es ist möglich, die Emissionen bis 2030 zu halbieren, wenn wir jetzt handeln.
von Martin Auer

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Am 4. April wurde der letzte Teil des 6. Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC veröffentlicht, und zwar der Bericht der Arbeitsgruppe III: Vermeidung des Klimawandels. Der erste Teil behandelte die physikalischen Grundlagen des Klimawandels, der zweite Teil die Auswirkungen und die Notwendigkeiten der Anpassung. Der neue Bericht betont den Ernst der Lage, zeigt aber die Möglichkeiten auf, die wir haben, um einen extremen Klimawandel zu verhindern. Insofern macht der Bericht Mut und gibt Hoffnung.

In den Jahren von 2010 bis 2019 waren die Treibhausgas-Emissionen die höchsten der Geschichte. Sie nehmen immer noch zu, aber langsamer als zuletzt. Ohne sofortige und tiefgreifende Emissionsreduktionen in allen Sektoren wird es nicht möglich sein, die Klimaerwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Doch können die Wissenschaftler*innen feststellen, dass vermehrt Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Seit 2010 sind die Kosten für Solar- und Windenergie und auch für Batterien um bis zu 85 Prozent gesunken. Eine Reihe von Maßnahmen und Gesetzen haben zu mehr Energieeffizienz (also besserer Ausnutzung von Energie) geführt, zu einer Verringerung der Geschwindigkeit der Entwaldung und zu einer beschleunigten Anwendung von erneuerbaren Energien.

„Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, können uns eine lebenswerte Zukunft sichern“, sagte der Vorsitzende des IPCC, Hoesung Lee. „Wir haben die nötigen Werkzeuge und das nötige Wissen, um den Klimawandel einzudämmen. Ich bin ermutigt durch die Klimaschutzmaßnahmen, die in vielen Ländern durchgeführt werden. Es gibt Maßnahmen, Regulierungen und Marktinstrumente, die sich als wirksam erwiesen haben. Wenn diese in großem Maßstab und auf faire Weise angewandt werden, können sie tiefgreifende Emissionsreduktionen bewirken und Innovationen stimulieren.“

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Es ist möglich, die Emissionen bis 2030 zu halbieren, wenn wir jetzt handeln.
von Martin Auer
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Die militärische Antwort ist die falsche Antwort auf die Krisen unserer Zeit

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Beim Online-Podiumsgespräch Talk for Future der Scientists for Future Österreich am 31. 3. 2022 diskutierte ein Panel aus der Klima- und Umweltwissenschaft, der Politikwissenschaft, der Friedensbewegung und der Klimagerechtigkeitsbewegung über „Klimapolitik und Sicherheitspolitik“.

Verena Winiwarter: „Die Altlasten der Kriege sind unabschätzbar, teuer, und machen Teile des Planeten, die wir dringend für etwas anderes brauchen würden, unbewohnbar.“

Die Umwelthistorikerin Prof. Verena Winiwarter von der Universität für Bodenkultur Wien sprach einleitend über die Altlasten vergangener Kriege, zum Beispiel der Plutoniumfabrik Hanford in den USA, die 1987 stillgelegt wurde, wo die Aufräumungsarbeiten aber mindestens noch bis 2062 dauern werden, oder die „place de gas“ bei Verdun, wo nach dem ersten Weltkrieg Giftgasgranaten „entsorgt“ wurden, und der Boden noch immer so mit Arsen verseucht ist, dass nur verkrüppeltes Moos wachsen kann.

Jürgen Scheffran: „Die militärische Antwort ist die falsche Antwort auf die Krisen unserer Zeit.“

Der Geograph Prof. Jürgen Scheffran von der Universität Hamburg erklärte, dass eine der Ursachen für die gegenwärtigen Krisen unsere Abhängigkeit von der fossilen und nuklearen Energieversorgung sei. Die Konkurrenz um fossile Energieträger war immer auch mit Kriegen verbunden, und da diese Energiequellen begrenzt sind, stellt sich die Frage: Was passiert danach? Gibt es einen nicht fossilen Kapitalismus und wie müsste der aussehen? Wenn das nicht gelöst wird, müssen wir gerade in der Endphase der fossilen Abhängigkeit mit weiteren Gewaltkonflikten rechnen. Durch die Veränderung des Klimas  werden weitere erhebliche Gewalt- und Zerstörungspotentiale freigesetzt, vor allem in jenen Erdteilen, die am wenigsten dazubeigetragen haben. In Afrika wird das zu weiteren Problemen führen, die zu bestehenden hinzukommen: Wasserversorgung, Nahrungsmittelversorgung, Naturkatastrophen, Wetterextreme. Doch das Risiko eines Umkippens des Klimasystems, das alle Teile der Welt bedroht,  könnte global mit dem Kampf um Ressourcen und den Kampf um die eigene Existenz – von der Nation bis zum Individuum – verbunden sein.

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„Tyrannei der kleinen Entscheidungen“ – Pressegespräch zu Österreichs Bodenverbrauch

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Der Bodenverbrauch ist eines der größten Umweltprobleme Österreichs, findet aber kaum Aufmerksamkeit in der politischen Diskussion. Gesunder Boden ist für uns unersetzbar – er sichert nicht nur unsere Ernährung, sondern bietet auch Schutz vor z.B. Hochwasser, Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen, sorgt für sauberes Grundwasser, speichert CO2 und ist Erholungsfaktor.

Diese Funktionen des Bodens bilden wichtige Lebensgrundlagen – und doch wird die Funktion des Bodens als Bauland oft priorisiert. In ganz Österreich werden immer wieder neue Bauprojekte angestoßen, die gesunden Boden versiegeln. Dabei gehen seine anderen Funktionen verloren.  Die Konsequenzen dessen zeigen sich allerdings schleichend. Was diese „Tyrannei der kleinen Entscheidungen“ zur Folge hat und was sich ändern muss, erörterten Andreas Baumgarten (AGES – Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), Kirsten von Elverfeldt (Universität Klagenfurt, S4F Kärnten, S4F Fachkollegium) und Arthur Kanonier (Technische Universität Wien, Österreichische Gesellschaft für Raumplanung) letzte Woche in einem Pressegespräch von Diskurs. Das Wissenschaftsnetz und Scientists for Future. Sofia Palzer-Khomenko von Scientists for Future moderierte.

Die Statements von Andreas Baumgarten, Kirsten von Elverfeldt und Arthur Kanonier können hier nachgehört werden: 

Bodenverbrauch in Österreich dramatisch hoch

Mit Klick auf das Bild wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt und es werden deren Datenschutzbestimmungen wirksam!

Mehr zum Thema:

Das Pressegespräch wurde von der Wiener Zeitung, der Presse, dem StandardÖ1 und Radio Kärnten aufgegriffen. 

Der Bodenverbrauch in Österreich ist ebenfalls Thema in der neuen Folge des S4F-Podcasts „Alpenglühen“ (anhören bei Apple Podcasts und Spotify). Zu Gast ist Gerlinde Krawanja-Ortner von den S4F Kärnten, die mit Kirsten von Elverfeldt Autorin von „Verbaute Zukunft – Positionspapier zum Bodenverbrauch Kärntens“ ist. 



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Fliegen? Nicht unter 1000km! Wissenschaftler*innen gehen mit gutem Beispiel voran

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Wissenschaftler*innen und Künstler*innen sind oft auf Reisen. Kongresse, Tagungen, Gastvorträge, Forschungsaufenthalte, all das gehört zum Beruf – und diese Reisen werden oft mit dem Flugzeug zurückgelegt. Doch Flugzeuge belasten das Klima mehr als andere Verkehrsmittel. Deshalb haben die Scientists for Future Österreich nach dem Vorbild der Scientists for Future Deutschland die Aktion Nicht unter 1.000 ins Leben gerufen: Wissenschaftler*innen und Künstler*innen verzichten freiwillig darauf, für Reisen unter 1000 km das Flugzeug zu verwenden und verpflichten sich, lieber Alternativen wie den Zug oder den Fernbus zu wählen. Mit der Unterzeichnung der Selbstverpflichtung geben sie ein Vorbild und werden Teil der „Nicht unter 1.000“-Gemeinschaft. Aber es geht nicht nur um die freiwillige Selbstverpflichtung. Mit der Unterschrift unterstützt man auch eine entsprechende Petition an die zuständigen Ministerien und Verantwortungsträger*innen, das „Nicht unter 1000“-Prinzip an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Regel zu machen. Die Aktion beginnt mit dem laufenden Semester und läuft bis zum Ende des Wintersemester 22/23. Danach soll die Petition mit den gesammelten Unterschriften übergeben werden.

Beteiligen können sich alle Personen, die an wissenschaftlichen Einrichtungen in Österreich tätig sind, und im Rahmen ihrer Tätigkeit Dienstreisen im In- und Ausland durchführen. Hier geht es direkt zur Unterschrift.

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10 Must-Knows zur Biodiversität – Was wir tun können, um das Leben auf dem Planeten zu erhalten
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK

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Vom Klimastress für deutsche Wälder über den Umbau der Landwirtschaft bis zum von Tieren auf Menschen übergesprungenen Coronavirus reichen die jetzt erstmals veröffentlichten „10 Must-Knows aus der Biodiversitätsforschung“. Die Bestandsaufnahme zum Erhalt der Natur als Lebensgrundlage des Menschen wurde von 45 Expertinnen und Experten des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität erstellt. Im Vorfeld der UN Biodiversity Conference im chinesischen Kunming – zur Vorbereitung treffen sich diese Woche Forschende in Genf –  soll der Report zum Dialog einladen, so die Autorinnen und Autoren. Zugleich stellen sie konkrete Forderungen an die Politik.

„Wenn wir so weitermachen wie bisher, ruinieren wir die Grundlagen unseres Lebens auf diesem Planeten“, erklärt Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, die das Forschungsnetzwerk koordiniert. „Wichtig ist dabei, nicht auf einzelne Phänomene zu starren, etwa auf eine einzelne vom Aussterben bedrohte Art, sondern auf die Zusammenhänge. Am Ende geht es um unsere Luft zum Atmen, unser Wasser zum Trinken. Wir wollen Mut machen, die Herausforderungen anzupacken. Je länger wir zögern, desto schwieriger und teurer wird es – hier gibt es eindeutige Parallelen zur Klimathematik.“

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Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK
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Wasserhaushalt in der Stadt: Den Wald als Vorbild nehmen
CCCA Factsheet #33 Naturnaher urbaner Wasserhaushalt

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Autor innen: Daniela Fuchs-Hanusch (TU Graz), Martin Regelsberger (Technisches Büro für Kulturtechnik), Katharina Schwarzfurtner und Lisa Waldschütz (Universität für Bodenkultur Wien)

Begutachtet von: Isabel Auer und Magdalena Holzer (Weatherpark), Carina Brachner (Technische Universität Wien)

Hitzetage nehmen in Österreich seit den 1980er Jahren stetig zu [1]. Von Hitze sind Siedlungen besonders betroffen. Hohe Bebauungsdichten mit wärmeabsorbierenden Oberflächen und hohem Versiegelungsgrad führen zu sogenannten urbanen Hitzeinseln. Die Hitzebelastung wird sich in Zukunft aufgrund der globalen Erwärmung, fortschreitender Versiegelung und durch den Verlust von aktivem Boden, sowie dessen Wasserspeicherfähigkeit, noch weiter verschärfen [2].

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Klimaklagen weltweit: Wie wir unsere Rechtssysteme zur Bekämpfung der Klimaerwärmung nutzen können
von Bianca Lehner

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In mehr als 1.500 Fällen weltweit stehen derzeit Staaten oder Unternehmen vor Gericht, um sich für ihren Beitrag zum Klimawandel zu verantworten.

Bei diesen Klimaklagen (Englisch: climate change litigation) geht es darum, dass Klagen in Zusammenhang mit dem Klimawandel vor Gericht gebracht werden, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und Staaten oder Unternehmen für die globale Klimaerwärmung oder die Nichteinhaltung von Treibhausgasemissionszielen zur Verantwortung zu ziehen. Besonders in den Vereinigten Staaten, aber auch in anderen Ländern, haben Aktivist*innen und Anwält*innen in den letzten 10 Jahren ihre Bemühungen intensiviert, inationale und internationale Rechtssysteme zu nutzen, um die Belange des Klimawandels voranzubringen. Dabei besteht eine breite rechtliche Übereinstimmung über die Ursachen, das Ausmaß, die Dringlichkeit und die Folgen des Klimawandels. Heute halten die Gerichte die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass sich das Klima erwärmt, dass menschliche Aktivitäten die beobachteten und erwarteten Veränderungen vorantreiben und dass diese Veränderungen eine Reihe von negativen Auswirkungen für gültig und maßgebend (Banda, 2020, S. 2).

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von Bianca Lehner
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Citizen Science: Wissenschaft zum Mitmachen
von Johannes Mueller

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Um den Planeten für die Menschheit bewohnbar zu erhalten, braucht es die Wissenschaft. Und alle können sich daran beteiligen: Bürger:innen erforschen das Universum, überwachen Biodiversität, dokumentieren Klimaschäden, gestalten die Stadt…

Es war im Dezember des Jahres 1900, als der amerikanische Ornithologe (Vogelkundler) Frank Chapman eine Initiative gründete, die weitreichend die Wissenschaften verändern sollte. Bis ins 19. Jahrhundert war es in Nordamerika Tradition, sich am Weihnachtstag auf Side Hunts zu begeben, bei denen die bewaffneten Teilnehmer durch die Landschaft marschierten und jeden noch so kleinen Vogel, den sie sahen, erschossen und am Ende ihre Beute miteinander verglichen. Chapman schlug vor, die Vögel, die beobachtet wurden, zu zählen, anstatt sie zu erschießen. Dem Aufruf folgten zu Beginn 27 Beobachter an 25 Plätzen in den USA und Kanada, die insgesamt 18.500 Vögel von 90 verschiedenen Arten dokumentierten. Im Winter 2012/13 nahmen insgesamt mehr als 70.000 Bürger:innen an über 23.00 Orten teil. Diese von der National Audubon Society durchgeführte jährliche Vogelzählung gilt als eines der ältesten Citizen Science Projekt weltweit.

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von Johannes Mueller
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