Bei einer Klimaerhitzung über 1,5°C könnten die Tropen unbewohnbar werden.

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Studie: Projections of tropical heat stress constrained by atmospheric dynamics

Yi Zhang, Isaac Held & Stephan Fueglistaler

nature geoscience 8. 3. 2021

Die „Kühlgrenztemperatur“ (wet-bulb temperature) ist ein Maß für die Kombination aus Hitze und Luftfeuchtigkeit. Wer manchmal in die Sauna geht, weiß, dass hohe Temperaturen nur bei geringer Luftfeuchtigkeit erträglich sind, da sich der Körper dann durch Schwitzen abkühlen kann. Das heißt, dass in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit die gesundheitlichen Folgen der Klimaerhitzung besonders schwerwiegend sind. Der menschliche Körper kann sich nur bis zu einer Kühlgrenztemperatur von 35°C selbstständig kühlen. Eine Studie von Yi Zhang, Isaac Held & Stephan Fueglistaler, veröffentlicht in nature geoscience, zeigt, dass eine Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5°C verhindern kann, dass die tropischen Gebiete zwischen 20°Nord und 20°Süd unbewohnbar werden. Ein Temperaturanstieg darüber hinaus wäre für diese Gebiete absolut katastrophal.
Der Artikel ist u. a. über den Zugang der Universitätsbibliothek Wien zugänglich. Eine Zusammenfassung bietet der Guardian.

Foto: Wikimedia Commons: Gavinevans. CC BY-SA