Klimakatastrophen führen zu mehr Kinderehen

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Seit 2014 wurden in Bangladesch durch Klimakatastrophen 15 Millionen Menschen vertrieben. Eine Folge davon ist ein Anstieg der Zahl von Kinderehen, da Familien versuchen, sicherzustellen, dass jeder ernährt und untergebracht werden kann. „Wenn die Heirat mit ihr bedeutete, dass wir einen Mund weniger zu füttern hatten, welche Wahl hatten wir dann?“ sagt ein Vater, dessen Tochter im Alter von 15 Jahren verheiratet wurde, nachdem die Familie durch Überschwemmungen vertrieben worden war. Noch unsicherer sei die Situation für die Mädchen, die in Küstengebieten leben, sagt Hasina Rahman vom International Rescue Committee (IRC). Eine IRC-Studie aus dem Jahr 2022 zeigte einen 39-prozentigen Anstieg der Kinderehen im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Küstenbewohner sind mit Salzwassereinbrüchen, Ernährungsunsicherheit und Armut, unregelmäßigen Regenfällen, steigenden Temperaturen und einer erhöhten Häufigkeit und Intensität von Katastrophen konfrontiert, sagt Rahman. Dialogue Earth



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21 Ölkonzerne planen CO2-Bomben im Ausmaß von 100 Gigatonnen

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Die Internationale Energieagentur veröffentlichte Mitte 2021 ein Netto-Null-Szenario, in dem es heißt, dass keine neue Infrastruktur für fossile Brennstoffe entwickelt werden sollte, wenn das Temperaturziel von 1,5 °C eingehalten werden soll. Eine Forschungskooperation zwischen Urgewald und dem Global Registry of Fossil Fuels zeigt jedoch, dass Öl- und Gasunternehmen weltweit neue Felder erschließen, in denen mehr als 100 Gigatonnen Kohlendioxidäquivalent (CO2e)-Emissionen enthalten sind.

Über 20 Unternehmen haben Projekte in der Pipeline, die jeweils mehr als eine Milliarde Tonnen eingebettetes CO2e enhalten. Das größte Unternehmen ist Qatar Energy mit 7,4 Milliarden Tonnen, die in neue Projekte fließen, hauptsächlich durch die Erweiterung seiner Gasfelder. Sechs der zehn Unternehmen mit den höchsten Emissionen sind staatliche Unternehmen im Nahen Osten, Osteuropa und Asien.

In Projekte eingebettete Emissionen nach Firmen. Die Farbbalken bezeichnen die verschiedenen Länder, in denen die Firmen tätig sind.
Quelle: Global Registry of Fossil Fuels, CC BY-NC-SA

Westliche Supermajors entwickeln in vielen Ländern der Welt weiterhin Portfolios neuer Projekte. Beispielsweise sind bei ExxonMobil schätzungsweise 3,1 Milliarden Tonnen CO2e in Projekte in der Entwicklung in 14 Ländern eingebettet, während bei Shell 2,5 Milliarden Tonnen CO2e in neue Projekte in 21 Ländern eingebettet sind.

Die Analyse umfasst nicht nur die Verbrennung, sondern auch die Lieferkette, einschließlich Betrieb, Transport, Methan und diffuse Emissionen.

Bis 2030 werden die Länder der Welt doppelt so viele fossile Brennstoffe produzieren, wie mit dem 1,5°C-Ziel vereinbar sind

Die Global Registry of Fossil Fuels ist die erste Open-Source-Datenbank zur weltweiten Öl-, Gas- und Kohleproduktion und zu den entsprechenden Reserven. Durch die Erhöhung der Transparenz der Produktion fossiler Brennstoffe möchte die Datenbank das Verständnis der Auswirkungen der Gewinnung auf das verbleibende Kohlenstoffbudget verbessern und letztlich Entscheidungsträger:innen Informationen über dessen Management liefern.

Diese Grafik zeigt, wie schnell das verbleibende CO2-Budget (laut IPCC) unter verschiedenen Szenarien erschöpft sein wird. In der interaktiven Grafik können die unterschiedlichen Parameter eingestellt werden. Hier nur einige Beispiele.

Das Budget, um das 1,5°CZiel mit 83prozentiger Wahrscheinlichkeit zu erreichen, ist in allen Szenarien 2026 aufgebraucht.
Das Budget, um die Erderwärmung mit 50prozentiger Wahrscheinlichkeit auf 1,7°C zu beschränken, ist mit Business as usual 2036 und mit den verlautbarten Verpflichtungen 2037 aufgebraucht.
Selbst das Budget, um die Erderwärmung mit 50prozentiger Wahrscheinlichkeit auf 2°C zu beschränken, ist bei Business as Usual 2043 und mit verlautbarten Verpflichtungen 2045 aufgebraucht.

Quelle: Global Registry of Fossil Fuels, CC BY-NC-SA

Schätzungen zufolge werden Länder auf der ganzen Welt bis 2030 mehr als das Doppelte der fossilen Brennstoffe produzieren, die mit 1,5 °C vereinbar wären. Es ist klar, dass die Bewältigung der Klimakrise neben Maßnahmen auf der Nachfrageseite, also einer Steuerung des Verbrauchs, auch eine Steuerung des Angebots an fossilen Brennstoffen erfordert, und dass diese Steuerung fair und gerecht sein muss. Die Global Registry of Fossil Fuels ist die erste umfassende, unabhängige, politikneutrale und vollständig Open-Source-Datenbank, die das Ausmaß der CO2-Emissionen im Zusammenhang mit den nationalen Reserven und der Produktion jedes Landes aufzeigt und so politischen Entscheidungsträger:innen, Investor:innen und anderen helfen soll, fundierte Entscheidungen zu treffen, um die Produktion fossiler Brennstoffe an das 1,5 °C-Ziel anzupassen und Forscher mit den Daten auszustatten, die sie für eine zeitnahe Analyse benötigen.

Die Global Registry of Fossil Fuels fasst Daten aus Tausenden von Regierungs- und Unternehmensquellen aus der ganzen Welt an einem Ort zusammen – von der globalen Ebene bis hin zu einzelnen Projekten. Sie enthält Daten aus 139 Ländern, die fossile Brennstoffe produzieren, was 99 % der auf nationaler Ebene aggregierten Produktion fossiler Brennstoffe ausmacht.

Quelle: https://fossilfuelregistry.org/ CC BY-NC-SA

Titelbild: Martin Auer unter Zuhilfenahme von KI



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Climate Action Tracker: neues interaktives Datenportal

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Der Climate Action Tracker hat ein neues Datenportal. Der Daten-Explorer führt Daten aus den Länderanalysen, Länderbewertungen und 1,5°C-kompatiblen Benchmarks zusammen, um dabei zu helfen, die Fortschritte (oder auch nicht) der Länder beim Klimaschutz besser zu verstehen.

Die CAT-Daten lassen sich jetzt in einem interaktiven Format auf der CAT-Website erkunden und man kann die Daten herunterladen, um eigene Diagramme zu erstellen.

So lassen sich Emissionen und Ziele verschiedener Länder nebeneinander darstellen. Wie schneiden beispielsweise die USA, EU und China im Vergleich ab? Auch spezifische Sektoren wie Gebäude, Elektrizität, Industrie oder Transport und verschiedene Indikatoren dazu wie zum Beispiel Anteil von Kohle an der Elektrizitätserzeugung oder die Emissionsintensität der Zementindustrie können nach Ländern verglichen werden.

Öffnet man die Seite, findet man zuerst den Ländervergleich anhand ihrer CAT-Bewertungen. Welche Länder sind auf dem Weg zu 1,5°C? (Spoiler: Keine)

Temperatur-, CAT-Thermometer- und Emissionslückendaten können weiterhin von ihren eigenen Seiten auf der Website heruntergeladen werden. Länderdaten können weiterhin von den Länderseiten heruntergeladen werden.

Hier geht es zum CAT Data Explorer



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Gratis-Klimaticket für alle 18jährigen

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Das Gratis-Klimaticket für alle, die in diesem Jahr 18 Jahre alt werden, ist schon durch alle Medien gegangen, es ist zwar nicht mehr News, aber Good News ist es trotzdem. Viele schließen in diesem Jahr die Schule ab, wer studieren will, für den oder die beginnen erst mal wirklich lange Ferien, in denen sie das Ticket nutzen können. Und viele, die gerade den Führerschein gemacht haben, bekommen Gelegenheit auszutesten, wie man auch ohne Auto weiterkommen kann. Und in so manchen Köpfen wird sich die Idee verfestigen, dass öffentlicher Verkehr nicht unbedingt etwas kosten sollte. Das Gratis-Klimaticket bekommt man dort, wo auch sonst Klimatickets ausgestellt werden, zum Beispiel an Bahnhöfen. Man braucht dafür einen amtlichen Lichtbildausweis, ein Passfoto und die aktuelle Meldebestätigung.
In knapp 300 Gemeinden in Österreich ist auch ein sogenanntes „Schnupperticket“ verfügbar. Gemeindebürger:innen können mit dem übertragbaren Klimaticket die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Wie viele Tickets und wie lange man sich diese „ausborgen“ kann, bleibt der jeweiligen Gemeinde überlassen. In Salzburg und Niederösterreich kann das Ticket für drei Tage pro Monat ausgeliehen werden.
In den Ländern Kärnten, Vorarlberg,Tirol und Wien gibt es das derzeit nicht.
In welchen Gemeinden es dieses Angebot gibt, erfährt man auf https://www.schnupperticket.at/. Über diese Seite kann man dann auch ein Ticket reservieren.



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Renaturierungsgesetz jetzt! Mehr Lebensqualität für alle! Demo: 23. Mai ab 08:30 beim Denkmal der Republik

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Aufnahmen von der Demo:


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Sofia Palzer-Khomenko S4F

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Reinhard Steurer S4F

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Renate Christ S4F

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Leila Kriechbaum FFF

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Juliana Krohn S4F und Schülerinnen der NMS Enkplatz

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Wolfgang Suske Petition

Am 23. Mai findet im Wiener Rathaus eine Sondersitzung des Wiener Landtages zur Blockade des EU- Renaturierungsgesetzes statt. Wir werden deshalb am 23. Mai ab 08:30 Uhr Bürgermeister Ludwig darin bestärken, gemeinsam mit dem Kärntner Landeshauptmann Kaiser an der Zustimmung zum Renaturierungsgesetz festzuhalten. Handeln Sie im Sinne und im Interesse der Bürger:innen dieser Stadt, dieses Landes und von ganz Europa und plädieren Sie aktiv für das Renaturierungsgesetz!

Asphaltwüsten in unseren Städten und Dörfern, Agrarwüsten auf unseren Feldern, Fichten-Plantagen in unseren Wäldern – in Österreich und in ganz Europa wurden primäre Ökosysteme massiv zurückgedrängt. Die wenigen verbleibenden Ökosysteme geraten nun durch die voranschreitende Klimaerhitzung in noch größere Gefahr. Unsere Böden – Grundlage unserer Nahrungsversorgung – leiden unter den Belastungen der intensiven Landwirtschaft und gleichzeitig fallen diese wertvollen Böden – beispielsweise bei Wiener Neustadt – der Versiegelung durch Beton und Asphalt zum Opfer. Weniger intakte, naturnahe Ökosysteme bedeuten auch weniger Lebensqualität und mehr Risiken für uns alle!

Die Natur in Europa ist aus dem Gleichgewicht und hat der voranschreitenden Aufheizung unseres Kontinents nur wenig entgegenzusetzen. Dass die Zeit zum Handeln gekommen ist, führen uns nicht zuletzt die jüngsten Hochwasserkatastrophen eindrücklich vor Augen. Wollen wir die schlimmsten Szenarien der drohenden Klimakatastrophe abwenden, dürfen wir keine Zeit verlieren! Das EU-Renaturierungsgesetz stellt hierfür ein essentielles Instrument dar, in dessen Kern die Wiederherstellung wichtiger Ökosysteme steckt. Mit dem Gesetz können wir in Europa das Gleichgewicht in der Natur wiederherstellen und die Widerstandskraft gegenüber der Klimakrise und anderen menschengemachten Belastungen erhöhen.

Die ursprüngliche Blockade des Renaturierungsgesetzes durch den einstimmigen Beschluss der Bundesländer bezieht sich dabei auf eine veraltete Version des Gesetzes. In der aktuellen Fassung vom Februar diesen Jahres wurden zahlreiche Gegenargumente berücksichtigt. Wir sind erfreut, dass man das in Wien und Kärnten offensichtlich ähnlich sieht. Auch die in den vergangenen Tagen angeführten Kritikpunkte aus den verbliebenen Bundesländern können entkräftet werden, wie ein Faktencheck des WWF Anfang der Woche zeigte. Irreführende Aussagen wie jene, dass das Gesetz Enteignungen von Landbesitzer:innen mit sich bringe, können klar widerlegt werden. Im Gegensatz zu dem Plänen der ÖVP- geführten NÖ Landesregierung rund um Wiener Neustadt – dort sollen Landwirte für eine Umfahrungsstraße enteignet werden – sieht das Renaturierungsgesetz keine verpflichtenden Stilllegungen vor! Auch die Kritik an vermeintlichen Kosten läuft ins Leere, da klar gezeigt werden kann, dass jeder investierte Euro zu einem Mehrwert von 12 Euro für alle Europäer:innen führt.

Wenn die Landeshauptleute aus Wien und Kärnten der angekündigten Unterstützung Taten folgen lassen, steht einer Zustimmung aus Österreich nichts mehr im Weg. Die Stimme aus Österreich könnte entscheidend sein, um dieses zentrale Gesetzesvorhaben im Interesse der 450 Millionen EU-Bürger:innen auf den Weg zu bringen. Wir fordern daher erneut alle Landeshauptleute von SPÖ und ÖVP auf, jetzt für den Schutz der breiten Bevölkerung durch Renaturierung zu stimmen: Folgen Sie dem dringenden Handlungsaufruf zahlreicher EU-Mitgliedsstaaten und der Wissenschaft – lassen Sie das Renaturierungsgesetz Realität werden!

Anlässlich der Sondersitzung des Wiener Landtages am 23. Mai demonstrieren wir gemeinsam mit zahlreichen Bewegungen ab 08:30 Uhr vor dem Denkmal der Republik (Schmerlingplatz) unter dem Motto „Renaturierungsgesetz Jetzt! – Mehr Lebensqualität für Alle!“. Wir fordern die Wiederherstellung von Ökosystemen, die Stabilisierung der Biodiversität, den Schutz unserer Böden und eine nachhaltige Landwirtschaft als Grundlage unseres Wohlstandes! Wir fordern das EU-Renaturierungsgesetz!



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Seit Paris haben Banken die fossile Industrie mit fast 7 Billionen Dollar finanziert

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Laut dem Report „Banking on Climate Chaos“ haben die großen Banken der Welt seit dem Pariser Abkommen fast 7 Billionen (6.900.000.000) US-Dollar an Finanzmitteln für die fossile Industrie bereitgestellt. Forscher für den Bericht, der mittlerweile in der 15. Auflage erscheint, analysierten die Kreditvergabe der 60 größten Banken der Welt an mehr als 4.200 Unternehmen, die fossile Brennstoffe herstellen.

Fast die Hälfte – 3,3 Billionen US-Dollar – wurden in den weiteren Ausbau der fossilen Industrie . Selbst im Jahr 2023, zwei Jahre nachdem viele große Banken versprochen hatten, im Rahmen der Net Zero Banking Alliance auf eine Reduzierung der Emissionen hinzuarbeiten, beliefen sich die Bankfinanzierungen für fossile Unternehmen auf 705 Milliarden US-Dollar, wobei 347 Milliarden US-Dollar in die Expansion flossen.

Die größten Finanziers waren US-Banken, allen voran JP-Morgan Chase und Bank of America, Der weltweit zweitgrößte Geldgeber für fossile Brennstoffe war die japanische Bank Mizuho, Europas größte Finanziers waren Barclay, Santander und Deutsche Bank. Insgesamt haben europäische Banken dem Bericht zufolge im Jahr 2023 etwas mehr als ein Viertel der gesamten Finanzierung fossiler Brennstoffe aufgebracht.



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Der Kampf gegen den Klimawandel ist auch ein Kampf gegen die Krise der Lebenshaltungskosten

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Erhöhte Durchschnittstemperaturen könnten die jährliche Lebensmittelinflation um bis zu 3,2 Prozentpunkte pro Jahr und die Gesamtinflation um bis zu 1,18 Prozentpunkte pro Jahr bis 2035 ansteigen lassen. Dies zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung PIK und der Europäischen Zentralbank EZB, die in der Fachzeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlicht wurde. Dieser Effekt bleibt über 12 Monate in reichen und armen Ländern gleichermaßen bestehen, was den Klimawandel zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Preisstabilität macht.

In der Studie untersuchten die Forschenden, wie sich Klimakennzahlen – wie hohe Temperaturen, extreme Regenfälle usw. – in historischen Daten auf die Inflation ausgewirkt haben. Die Studie zeigt, dass die Inflation nicht linear auf den Anstieg der monatlichen Durchschnittstemperatur reagiert: Den Autorinnen und Autoren zufolge steigt die Inflation, wenn die Temperaturen steigen, und zwar am stärksten im Sommer und in heißen Regionen in niedrigeren Breitengraden, zum Beispiel im globalen Süden.Die Forschenden untersuchten auch den Sommer 2022 in Europa, als Hitze und Trockenheit weitreichende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Wirtschaft hatten: „Anhand unserer Ergebnisse schätzen wir, dass der extreme Hitzesommer 2022 die Lebensmittelinflation in Europa um etwa 0,6 Prozentpunkte erhöht hat. Die für 2035 prognostizierte künftige Erwärmung würde die Auswirkungen solcher Extreme um 50 Prozent verstärken“, erklärt Maximilian Kotz, PIK-Forscher und Erstautor der Studie. „Diese Auswirkungen sind für Währungsunionen mit einem Inflationsziel von zwei Prozent wie die Eurozone sehr relevant und werden sich mit der zukünftigen globalen Erwärmung noch verstärken.“

Artikel: Maximilian Kotz, Friderike Kuik, Eliza Lis, Christiane Nickel (2024): Global warming and heat extremes to enhance inflationary pressures. Communications Earth & Environment. [DOI: 0.1038/s43247-023-01173-x]



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Petition an die Landeshauptleute: Blockade des EU-Renaturierungsgesetzes beenden!

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Das EU-Renaturierungsgesetz, das bereits vom EU-Parlament im Februar 2024 verabschiedet wurde, zielt darauf ab, nachhaltige Standards im Schutz von Natur und Lebensräumen in Europa zu setzen. Trotz der Unterstützung durch SPÖ, Grüne und NEOS im EU-Parlament wird das Gesetz von den für Naturschutz zuständigen Bundesländern Österreichs blockiert.

Die fehlende Zustimmung Österreichs zum EU-Renaturierungsgesetz blockiert derzeit den Beschluss dieses Gesetzes in ganz Europa. Das Gesetz wäre die Grundlage einer EU-weiten Antwort auf die Klima- und Biodiversitätskrise.

Ein vielfältig zusammengesetztes, weitreichend engagiertes und parteiunabhängiges Unterstützungskomitee hat in Österreich eine Petition für das EU-Renaturierungsgesetz gestartet. Ziel ist, die Blockade durch einige Bundesländer aufzulösen, die bisher die Zustimmung zum Gesetz verweigern, obwohl das Umweltministerium seine Unterstützung zugesichert hat. Diese Maßnahme soll dringend benötigte Dynamik in die Angelegenheit bringen.

https://www.renaturierungsgesetz.at



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Äthiopien verbietet ab sofort Verbrenner

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Äthiopien hat den Import von nichtelektrischen Fahrzeugen verboten und ist damit das erste Land weltweit, das Autos mit Verbrennungsmotor vollständig verbietet. Das Ministerium für Verkehr und Logistik wird den Import von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeugen nach Äthiopien nicht mehr zulassen, nicht so sehr wegen des Umwelt- und Klimaschutzes, sondern weil sich das Land den Import von Benzin und Diesel nicht leisten kann. Letztes Jahr importierte Äthiopien fossile Brennstoffe im Wert von fast 6 Milliarden US-Dollar, von denen über 50 % für den Antrieb von Fahrzeugen verwendet wurden.

Äthiopien verfügt über billigen, reichlich und regenerativ erzeugten Strom, wobei etwa 90 % des Stroms aus Wasserkraft und der Rest aus Wind- und Wärmequellen stammen. Der umstrittene Grand Ethiopian Renaissance Dam soll die Stromerzeugung noch massiv steigern. Nach Angaben des Ministeriums wird die Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge zunehmen, um der aus dem Verbot resultierenden Nachfrage gerecht zu werden. Außerdem wird es eine rasche Entwicklung der Netzstabilität zur Unterstützung des Ladenetzes für Elektrofahrzeuge geben.

https://research.hktdc.com/en/article/MTYxNzc4NzU5NQ



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