Persönliches CO2-Guthaben? Forscher*innen fachen die Diskussion neu an
von Martin Auer

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Das Thermometer des Climate Action Tracker steht auch nach dem Glasgower Klimagipfel auf 2,7°C. Es gibt keinen Zweifel daran, dass eine solche Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter für die Menschheit katastrophal wäre. Derzeit stehen wir schon bei 1,1°C. Es ist also notwendig, über alle nur möglichen Maßnahmen nachzudenken, die eine weitere Erwärmung hinauszögern können. Eine solche Maßnahme wäre das persönliche CO2-Guthaben, auf Englisch personal carbon allowance, abgekürzt PAC. Dieses Instrument wurde schon in den 1990er Jahren diskutiert, hat aber nur wenig Zuspruch erhalten. Vier Wissenschaftler*innen von der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm, der Universität Oxford, der School of Sustainability Herzliya und dem University College London schlagen nun vor, diese Lenkungsmaßnahme erneut unter die wissenschaftliche Lupe zu nehmen. Der Beitrag erschien im August 2021 im Fachblatt nature sustainability1.

„Persönliches CO2-Guthaben? Forscher*innen fachen die Diskussion neu an
von Martin Auer weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Kernkraft, Atomwaffen und nuklearer Winter
von Martin Auer

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Vierter Teil unserer Serie zum Thema Klima und Friedenspolitik

Die Kernkraft schafft eine Infrastruktur von Material und Fachwissen, das für die Waffenherstellung genutzt werden kann. Schon ein begrenzter Atomkrieg, bei dem nur 0,3 Promille des gegenwärtigen Atomwaffenarsenals zum Einsatz käme, würde nicht nur Millionen Menschen direkt töten, sondern das Klima auf der ganzen Welt beeinflussen. Ein globaler Temperatursturz, verkürzte Vegetationsperioden und verringerte Nahrungsmittelproduktion wären die Folgen. Ein globaler Atomkriegt würde einen jahrelangen „nuklearen Winter“ hervorrufen.

„Kernkraft, Atomwaffen und nuklearer Winter
von Martin Auer
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Kremsmünster macht Mut – eine Gemeinde und die UNO-Nachhaltigkeitsziele
von Ines Clarissa Schuster und Johannes Tintner-Olifiers

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

In der Gemeinde Kremsmünster wurde erstmals ein Entwicklungskonzept gemeinsam mit Bürger*innen erstellt, das sich an den Nachhaltigkeitszielen der UNO orientiert.

Kremsmünster – Eine moderne, zukunftsorientierte Gemeinde

Kremsmünster. Ein Markt mit etwa 6700 Einwohner*innen, im Erscheinungsbild dominiert vom Stift mit seinem markanten mathematischen Turm – ein Ort Gottes und der Wissenschaft. Berühmt durch den Tassilokelch, das Gunthergrab und seine Bibliothek. Ins Benediktinerstift ist ein Stiftsgymnasium integriert. Doch Kremsmünster hat noch eine andere Seite, die hier beleuchtet werden soll.

Foto: Bwag via Wikimedia Commons CC-BY-SA-4.0

Als Johannes Tintner-Olifiers Martina Boro kennenlernt, die in der Gemeinde als Sachbearbeiterin für den Bereich „Projekte“ zuständig ist, merkt er schnell, dass die Arbeit in der Gemeinde auch nach 15 Jahren für sie nicht nur ein Beruf ist. Es sprudelt nur so aus ihr heraus: „Kremsmünster war eine der ersten Gemeinden in Österreich, die in Zusammenarbeit mit der oberösterreichischen Zukunftsakademie auch die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in das neue Zukunftsprofil eingearbeitet hat. In zahlreichen Workshops wurden möglichst alle Bevölkerungsgruppen eingebunden. Von Volksschulklassen zu Seniorengruppen war alles vertreten. Die ca. 300 Teilnehmerinnen brachten an die 160 Vorschläge ein. Viele nachhaltige Projekte sind daraus bereits entstanden und werden nun umgesetzt.“

„Kremsmünster macht Mut – eine Gemeinde und die UNO-Nachhaltigkeitsziele
von Ines Clarissa Schuster und Johannes Tintner-Olifiers
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Meeresspiegelanstieg: Welche Zukunft wählen wir?
von Martin Auer

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Auch wenn es gelingt, ab 2050 kein CO2 mehr in die Atmosphäre zu entlassen, wird der Meeresspiegel über die nächsten Jahrhunderte ansteigen und dicht besiedelte Küstengebiete bedrohen. Denn das bis dahin in der Atmosphäre befindliche CO2 wird noch lange bleiben und die Temperaturen weiter steigen lassen und damit auch den Meeresspiegel. Doch weit schlimmere Folgen könnten noch vermieden werden, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie der Princeton University zeigt.

Wie wird Gdańsk (Danzig) aussehen, wenn die Erderhitzung 3°C beträgt? Verschiebe die Bildbegrenzung nach links oder nach rechts.
„Meeresspiegelanstieg: Welche Zukunft wählen wir?
von Martin Auer
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Klimakrise, Krieg und Flucht: Am Beispiel Syriens
von Martin Auer

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Dritter Teil unserer Serie zum Thema Klima und Friedenspolitik

Es gibt eine weit verbreitete Vorstellung, die ungefähr so lautet: Wenn die Klimakatastrophe ganze Landstriche unbewohnbar macht, dann packen die Menschen dort ihre Sachen und machen sich auf den Weg, möglichst in wohlhabende Gegenden wie Europa, Kanada, die USA oder Australien. Klimaschützer*innen bringen das als ein Argument vor, warum der Klimawandel möglichst eingedämmt werden muss. Für Nationalist*innen ist es ein Argument, die Grenzen dicht zu machen und militärisch aufzurüsten.

Es ist aber nicht so einfach. Ob eine klimabedingte Veränderung dazu führt, dass Menschen ihre Heimat verlassen, hängt vor allem davon ab, ob sie die Möglichkeit haben, sich an die Veränderung anzupassen: Können sie Dämme gegen Überflutungen bauen? Könne sie Nahrungspflanzen anbauen, die mehr Trockenheit vertragen? Können sie, wenn die Landwirtschaft nichts mehr einbringt, eine andere Arbeit machen, von der sie leben können? Und das hängt wieder von sozialen und politischen Verhältnissen ab: Haben die Menschen genug Mittel, um sich selbst zu helfen? Haben sie Ersparnisse? Haben sie eine Versicherung? Gibt es eine funktionierende solidarische Gemeinschaft? Gibt es eine funktionierende Regierung, hat diese Regierung die Mittel, um Hilfsmaßnahmen und Anpassungsmaßnahmen zu finanzieren, ist es eine demokratische Regierung, von der man solche Maßnahmen einfordern kann oder ist es eine korrupte Regierung? Und schließlich: Ist die Weltgemeinschaft bereit, Anpassungsmaßnahmen zu finanzieren? Aber es stellt sich auch die Frage: Wenn Menschen den Wunsch haben, zu migrieren – haben sie auch die Möglichkeit dazu?

Am Beispiel Syriens, das in den Jahren unmittelbar vor Beginn der Rebellion und des Bürgerkriegs eine jahrelange Dürre erlebte, soll die Komplexität der Zusammenhänge beleuchtet werden. Auf die Dürre in dem autoritär geführten Land mit einer relativ großen agrarischen Bevölkerung folgte in einer Art Kettenreaktion interne Migration, verschärfte soziale Konflikte, Rebellion, Bürgerkrieg, intensivierter Sektarianismus, Terrorismus, Staatsterrorismus, ausländische Intervention, noch mehr interne und externe Migration und Flucht, eine andauernde humanitäre Krise und die Quasi-Unabhängigkeit des Gebiets Rojava mit einem gesellschaftlichen Experiment beruhend auf Ökologie, Feminismus und Demokratie von unten.

„Klimakrise, Krieg und Flucht: Am Beispiel Syriens
von Martin Auer
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

„Nachhaltige“ Atomkraft? Nein, danke!
von Klaus Jäger

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Die EU-Klimataxonomie soll – so der Plan – Greenwashing im Finanzbereich verhindern. Wer also z.B. sein Geld in einen Öko-Fonds investiert, soll sicher sein können, dass das Geld zur Finanzierung nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten verwendet wird und nicht Firmen zugute kommt, die sich selbst als grüner darstellen, als sie wirklich sind. So soll Geld von großen und kleinen Anleger*innen in nachhaltige Bereiche gelenkt werden. Was als nachhaltig und ökologisch gilt, soll detailliert in dieser Taxonomieverordnung beschrieben werden. Nach dem letzten EU-Gipfel hat Kommissionspräsidentin von der Leyen erklärt, dass neben Erneuerbaren auch „eine verlässliche Energiequelle – Atomkraft – und während der Übergangszeit auch Gas“ benötigt würde, und deshalb als nachhaltig in die Taxonomie aufgenommen werden würden1. Österreich lehnt beides ab. Umweltministerin Gewessler hat während des Glasgower Klimagipfels zusammen mit den deutschen, dänischen, luxemburgischen und portugiesischen Umweltminister*innen eine gemeinsame Erklärung für eine atomkraftfreie EU-Taxonomie veröffentlicht2. In der EU führt Frankreich eine Gruppe von Ländern an, die darauf drängen, Atomkraft aufzunehmen. Frankreich bezieht 70 Prozent seiner Energie aus Atomkraftwerken. Die Entscheidung soll noch vor Jahresende fallen. Ministerin Gewessler hat angekündigt, dass sie gegen eine Entscheidung zugunsten von Atomkraft und Gas notfalls auch gerichtlich vorgehen will3. Das Umweltministerium hat schon im Vorjahr eine Studie zu dem Thema in Auftrag gegeben. Sigrid Stagl, Professorin für Umweltökonomie und Umweltpolitik an der WU Wien, hat diese Studie durchgeführt. Die Studie4 hat ergeben, dass die Kernenergie nicht nachhaltig ist und kein Beitrag zum Klimaschutz liefert. Stagl und Gewessler haben sie gemeinsam in einer Pressekonferenz5 im Februar vorgestellt. Sigrid Stagl ist seit kurzem auch Mitglied des Fachkollegiums von Scientists for Future Österreich. Was die Studie im Detail besagt, ist in diesem Beitrag zu lesen.

„„Nachhaltige“ Atomkraft? Nein, danke!
von Klaus Jäger
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Was kann Atomkraft zum Kampf gegen die Erderhitzung beitragen?
von Klaus Jäger

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Mit Hilfe des En-ROADS Klimasimulators können Sie sich selbst die Frage beantworten, ob ein weiterer Ausbau der Atomkraft einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz liefern kann. Das Ergebnis ist bescheiden. Es müssten weltweit in den nächsten 80 Jahren mindestens 2100 Atomkraftwerke neu gebaut werden, um eine Reduktion der Klimaerwärmung um ein Zehntel Grad zu erreichen.

„Was kann Atomkraft zum Kampf gegen die Erderhitzung beitragen?
von Klaus Jäger
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Blut und CO2 – Was der Krieg mit dem Klima macht
von Martin Auer

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Zweiter Teil unserer Serie zum Thema Klima und Friedenspolitik. Der erste Teil behandelte den CO2-Stiefelabdruck des Militärs am Beispiel der USA. Heute geht es speziell um die Auswirkungen von Krieg auf das Klima.

Kriege kosten Menschenleben, nicht nur auf dem Kriegsschauplatz. Kriege tragen zum Klimawandel bei und verursachen so indirekt den Tod von Menschen rund um den Globus durch Hitzestress, Wassermangel, Überschwemmungen, Mangelernährung, durch die Zunahme von durch Tiere auf Menschen übertragbare Krankheiten und noch andere Faktoren. Und sie kosten Geld, das dringend für die Abwendung der Klimakatastrophe benötigt würde.

„Blut und CO2 – Was der Krieg mit dem Klima macht
von Martin Auer
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Zu trocken, zu heiß, zu nass: mehr langanhaltende Extremwetterlagen in Europa
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Die globale Erwärmung macht es wahrscheinlicher, dass Wetterlagen in den Sommermonaten der Nord-Halbkugel länger anhalten, was dann zu mehr extremen Wetterereignissen führt. Dies zeigt eine neuartige Analyse von langjährigen Atmosphärendaten. Zu diesen Ereignissen gehören Hitzewellen, Dürreperioden und intensive Regenfälle. Vor allem in Europa, aber auch in Russland, haben die anhaltenden Wetterlagen in den letzten Jahrzehnten an Zahl und Stärke zugenommen. Dabei treten die Wetterextreme oft an verschiedenen Orten gleichzeitig auf.

„Zu trocken, zu heiß, zu nass: mehr langanhaltende Extremwetterlagen in Europa
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram

Die Reichen und das Klima
von Martin Auer

FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Menschen mit hohem sozio-ökonomischem Status haben einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf Treibhausgas-Emissionen. Und zwar direkt durch ihren Konsum und indirekt durch ihre finanziellen und sozialen Möglichkeiten. Dennoch zielen Klimaschutzmaßnahmen kaum auf diese Bevölkerungsgruppe ab und die Möglichkeiten solcher Initiativen sind noch kaum erforscht. Klimaschutz-Strategien müssen darauf abzielen, die Treibhausgas-Emissionen der Eliten zu reduzieren. Egal, welche Strategien man bevorzugt, ob Überredung und Überzeugungsarbeit oder politische und steuerliche Maßnahmen, auf jeden Fall muss die Rolle dieser Eliten mit ihrem hohen Konsum und ihrer politischen und finanziellen Macht, Klimagerechtigkeit zu behindern oder zu fördern, mit einbezogen werden. Fünf Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Psychologie, Nachhaltigkeitsforschung, Klimaforschung, Soziologie und Umweltforschung haben dazu kürzlich einen Beitrag im Fachblatt nature energy veröffentlicht1.

„Die Reichen und das Klima
von Martin Auer
weiterlesen


FacebooktwitterrssyoutubeinstagramFacebooktwitterrssyoutubeinstagram