Weniger Regen im Wald: Amazonas-Gebiet noch weniger trockenresistent als angenommen
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

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  • Der Amazonas-Regenwald produziert einen Großteil seiner eigenen Niederschläge durch ein sich selbst verstärkendes System des Feuchtigkeits-Recyclings zwischen Wald und Atmosphäre. Dieses Kreislaufsystem wird durch häufigere Dürren, wie sie bei der derzeitigen globalen Erwärmung vorhergesagt werden, stark beeinträchtigt werden.
  • Der gesamte Wald ist in diesem Kreislaufsystem miteinander vernetzt. Folglich greifen Schäden in einer Region auf benachbarte Regionen über, was den Gesamtschaden um ein Drittel erhöhen kann.
  • Am stärksten gefährdet sind die südöstlichen und südwestlichen Randgebiete des Waldes, wo menschliche Aktivitäten wie Abholzung, Entwaldung und Beweidung die Probleme des grünen Riesen noch verschärfen.

Für jeden dritten Baum, der im Amazonas-Regenwald vertrocknet, stirbt ein vierter Baum – auch wenn er nicht direkt von Dürre betroffen ist. Das ist, vereinfacht ausgedrückt, das Ergebnis einer Netzwerkanalyse, mit der Forschende die komplexen Abläufe in einer der wertvollsten und artenreichsten Kohlenstoffsenken der Erde untersucht haben. Am stärksten gefährdet, sich in eine Savanne zu verwandeln, sind die Regionen an den südlichen Rändern des Waldes, wo kontinuierliche Rodung für Weideland oder Soja der Belastbarkeit des Waldes schon seit Jahren zusetzt.

Weil der Klimawandel dem Amazonasbecken immer häufigere und schwerere Dürreperioden beschert, könnte der Regenwald in Südamerika Teile seines Regens verlieren – und damit die Basis seiner Feuchtigkeitsversorgung. Dieser Mangel an Regen ist für den Wald lebensbedrohlich, denn er atmet Wasser: Sobald es geregnet hat, nimmt der Boden ebenso viel davon auf wie die Pflanzen, und beide geben durch Verdunstung und Transpiration eine große Menge wieder ab. Durch dieses atmosphärische Feuchtigkeitsrecycling macht der Wald einen Großteil seines eigenen Wetters und erzeugt bis zur Hälfte der Niederschläge im Amazonasbecken. Auch wenn dieses System hocheffizient ist, hängt es letztendlich davon ab, wie viel Wasser ins System eingebracht wird.

Das Forschungsteam hat nun herausgefunden, dass selbst wenn eine Trockenperiode nur eine bestimmte Region des Waldes betrifft, der Schaden um den Faktor 1,3 über diese Region hinausgeht: Da der fehlende Regen das Wasserrecycling-Volumen stark verringert, wird es auch in den benachbarten Regionen weniger Niederschlag geben, wodurch noch mehr Teile des Waldes unter erhebliche Belastungen geraten. „Intensivere Dürreperioden drohen, Teile des Amazonas-Regenwaldes auszutrocknen. Wenn die Walddecke dünner wird, führt das aufgrund des Netzwerkeffekts zu weniger Wasser im System insgesamt und damit zu unverhältnismäßig mehr Schäden“, erklärt Nico Wunderling, Autor und Forscher am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Und noch etwas ist wichtig: Wir haben zwar die Auswirkungen der Dürre untersucht, aber diese Regel gilt auch für die Entwaldung. Das heißt, wenn man einen Hektar Wald abholzt, zerstört man eigentlich 1,3 Hektar.“

Das neue Normal wird deutlich trockener

Die Klimawissenschaft sagt voraus, dass außergewöhnlich trockene Jahre wie 2005 und 2010 im Amazonasgebiet ab 2050 zur neuen Normalität werden könnten, wobei bis 2060 in bis zu neun von zehn Jahren eine hundertjährige Dürre auftreten dürfte. Die Auswirkungen solcher Dürreperioden auf die Waldsysteme im Amazonasgebiet sind jedoch verschieden. „Im Amazonasgebiet sind Bäume und Waldsysteme unterschiedlich an die Wasserverfügbarkeit angepasst, da es in einigen Regionen eine ausgeprägte Trockenzeit gibt, während es in anderen das ganze Jahr über regnet. Diese lokalen Anpassungen werden von uns ausdrücklich berücksichtigt, da sie im Klimawandel Segen oder Fluch sein können“, sagt Boris Sakschewski, Mitautor der Studie und ebenfalls am Potsdam-Institut tätig. „Wir stellen trotzdem fest, dass selbst die an starke Trockenzeiten angepassten Teile des Amazonas eine neue Klimanormalität nicht unbedingt überleben werden und das Risiko hoch ist, dass sich ganze Landstriche in Savanne oder gar völlig baumlose Landschaft verwandeln. Die Folgen für die Artenvielfalt wären katastrophal – ebenso wie die für das lokale, regionale und globale Klima.“

„Trotzdem: Es ist noch nicht alles verloren“, sagt Ricarda Winkelmann, Mitautorin der Studie und Leiterin der Kippelementforschung am Potsdam-Institut. „Unsere Simulationen zeigen keine endlose Verschlimmerung. Das liegt daran, dass ein großer Teil des Waldes noch relativ stabil ist. Die Netzwerkeffekte von Trockenperioden sind wahrscheinlich auf bestimmte Gebiete im Südosten und Südwesten des Waldes beschränkt – und das sind genau jene Gebiete, in denen der Wald bereits stark gelitten hat durch die menschliche Rodung von Wald für Weideflächen oder Soja. Wir können also noch viel tun, um den Amazonas zu stabilisieren, denn die Erhaltung des Waldes und der Leistungen seines Ökosystems ist von größter Bedeutung für die Klimastabilität vor Ort und auf der ganzen Welt. Und wir wissen, wie wir das tun können: indem wir den Regenwald vor der Abholzung schützen und die Treibhausgasemissionen rasch reduzieren, so dass eine weitere Erderwärmung begrenzt wird.“

Artikel: Nico Wunderling, Arie Staal, Boris Sakschewski, Marina Hirota, Obbe A. Tuinenburg, Jonathan F. Donges, Henrique M. J. Barbosa, Ricarda Winkelmann (2022): Recurrent droughts increase risk of cascading tipping events by outpacing adaptive capacities in the Amazon rainforest.Proceedings of the National Academy of Sciences [DOI: 10.1073/pnas.2120777119]

Weblink zum Artikel: https://www.pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.2120777119

Titelfoto: David Riaño Cortés via Pexels



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Carbon Brief: Jüngste Extremst-Wetterereignisse ohne menschengemachten Klimawandel praktisch unmöglich.

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Eine Analyse von Carbon Brief untersuchte über 400 in wissenschaftlichen Journalen veröffentlichte Studien, die die Ursachen extremer Wetterereignissen behandeln. Bei solchen Zuordnungsstudien werden Klimamodelle miteinander verglichen, und zwar eines, das der heutigen realen Welt entspricht, und eines, das das Klima darstellt, wie es sich ohne die menschlichen Eingriffe der letzten 200 Jahre entwickelt hätte. Daraus lässt sich ableiten, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Ereignis ohne menschenverursachten Klimawandel eintreten würde, und wie weit die tatsächlichen Ereignisse von der natürlichen Schwankungsbreite entfernt sind. Die Ergebnisse: Durch den menschengemachten Klimawandel wurden 71 Prozent von 504 Extremwetterereignissen wahrscheinlicher und/oder schwerwiegender, 93 Prozent von 152 Fällen extremer Hitze und 56 Prozent von 126 Starkregen- oder Überflutungsereignissen. 12 Extremstereignisse wie die jüngsten Hitzewellen in USA, Europa und Japan, der Temperaturanstieg in Sibirien und ozeanische Hitzewellen vor der Küste Australiens wären ohne menschlichen Einfluss praktisch unmöglich gewesen. Und das alles bei einer globalen Erwärmung von erst knapp über 1 Prozent.
https://www.carbonbrief.org/mapped-how-climate-change-affects-extreme-weather-around-the-world
https://www.theguardian.com/environment/2022/aug/04/climate-breakdown-supercharging-extreme-weather



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Nahrungsmitteltransporte sind CO2-intensiver als bisher angenommen

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Ein Fünftel des CO2-Ausstoßes des Ernährungssystems wird durch Transport verursacht, ergab eine kürzlich in Nature veröffentlichte Studie. 2017 verursachten nationale und internationale Nahrungsmitteltransporte 3 Gigatonnen CO2e, 7,5 Mal so viel wie bisher angenommen. Reiche Länder waren für beinahe die Hälfte davon verantwortlich, obwohl sie nur 12 Prozent der Weltbevölkerung stellen, da sie Nahrung aus aller Welt importieren. Kühltransporte sind besonders CO2-intensiv: Die Beförderung von Obst und Gemüse verursachte doppelt so viele Emissionen wie der eigentliche Anbau.
https://www.nature.com/articles/d41586-022-01766-0



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Passivhaus: Vom wissenschaftlichen Experiment zum simplen Standard
von Ines Clarissa Schuster

Passivhaus Beispiele
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Die Anfänge des Passivhauses

Wolfgang Feist wollte es wirklich wissen. Den Physiker, der heute an der Universität Innsbruck lehrt, hat es persönlich interessiert: Wie weit kann man den Energieverbrauch von Gebäuden maximal minimieren? Mit wie wenig kann ein Gebäude im allerbesten Fall auskommen? Zunächst überlegte er in der Theorie und ermittelte mit Computer-Simulationen, was an Einsparungspotentialen vorhanden war. Das Ergebnis war verblüffend. Seine eigenen Erwartungen wurden übertroffen. Wenn gut gebaut wird, dann kann man den Energieverbrauch um 90% reduzieren. Wesentlich sind dafür: eine gut gedämmte und luftdichte Gebäudehülle, gut isolierende luftdichte Fenster, die Vermeidung von Wärmebrücken und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Wolfgang Feist nannte das Konzept „Passivhaus“.

Mit freundlicher Genehmigung von Rainer Pfluger

Aber war die Idee auch in der Realität umsetzbar? Die allererste Umsetzung des Passivhaus-Prinzips war ein finanzielles Wagnis. Für dieses Experiment nahm er sich ein kleines Einfamilienhaus vor. Eine Förderung des Landes Hessen unterstützte das Projekt.

Passivhaus für mehrgeschoßigen Hochbau

Es macht Sinn, eine neue Idee zuerst im Kleinen auszuprobieren, und nicht gleich ein mehrgeschoßiges Wohngebäude zu errichten. Allerdings erhöhte sich dadurch der Schwierigkeitsgrad. Ein Einfamilienhaus hat im Vergleich zu seinem Volumen „V“ (=Gebäudeinhalt) viel mehr Oberfläche „A“ nach außen. Dieses schlechte A/V Verhältnis bewirkt, dass über die große Oberfläche mehr Energie verloren geht. Um den gleichen Heizwärmebedarf zu erzielen, muss viel Stärker auf die Details geachtet werden: Die optimale Ausrichtung muss sehr gut durchdacht sein, es muss stärker gedämmt werden etc.

Das Wagnis des ersten Passivhauses war dann tatsächlich erfolgreicher als zuvor angenommen: Rainer Pfluger, Feists Kollege an der Uni Innsbruck: „Es wurde sehr gut gemacht, sogar extrem gut, sodass dieses Projekt als Nullheizenergiehaus klassifiziert wurde.“ Der Energiebedarf des Forschungsobjektes wurde detailliert über mehrere Jahrzehnte nachgemessen und hat die vorherigen Simulationsergebnisse bestätigt.

1996 gründete Wolfgang Feist das Passivhaus Institut in Darmstadt, das er bis heute leitet.

Trotzdem ist die Umsetzung des Passivhaus-Konzepts in größeren Objekten einfacher. Rainer Pfluger begann selbst 2002 in Kassel-Marbachshöhe mit dem ersten Passivhaus im großen Maßstab (2 Gebäudeblöcke mit insgesamt 40 Wohneinheiten). Es handelte sich um einen sozialen Wohnungsbau. Das bedeutet, es gab eine strenge Kostenobergrenze, welche nicht überschritten werden durfte. „Wir konnten zeigen, dass man mit einfachen Mitteln ökonomisch gut auskommt.“

Das erste mehrgeschossige Passivhaus Deutschlands
Copyright: ASP_Architekten

Wenn man so günstig ein Passivhaus errichten kann – wieso baut man noch anders?

Kürzlich wurde in einem Passivhaus-Wohnbau in Tirol ein besonders guter Mietpreis von nur 5 EUR/m² erzielt. „Es zeigt, besonders effizientes Bauen führt nicht zwingend zu Mehrkosten.“

Das Bauen ist generell teurer geworden. Aber wo liegen die Hauptkostentreiber? Diese liegen oft in neuen Anforderungen bezüglich Brandschutzes oder Barrierefreiheit. Natürlich gibt es auch Mehrkosten durch den Passivhausstandard: Bessere Dämmung, bessere Fenster usw. sind teurer. Die Analysen zeigen allerdings: Die Mehrkosten halten sich im Rahmen. In diversen Forschungsprojekten wurde genau untersucht, welche Mehrkosten allein durch die Energieverbrauchs-Optimierung des Gebäudes entstehen. Das Ergebnis lautet: 5-7%. „Dies ist so gering. Man wundert sich, warum es nicht verpflichtend ist, im Passivhausstandard zu bauen.“

Mit freundlicher Genehmigung von Rainer Pfluger

Wenn man die Kostenstruktur von Bau-Projekten genau ansieht, ist die Schwankungsbreite allein schon 5%. Wenn man sauber plant und am Anfang mehr Denkarbeit investiert, entstehen kaum Mehrkosten. Ein gutes, luftdicht geplantes Haus braucht kaum mehr Material als ein schlecht geplantes. Wichtig ist, dass die Anschlüsse dort geplant sind, wo sie hingehören und sauber aufeinander abgestimmt sind. Es ist wichtig, dass der Plan sauber, transparent und eindeutig ist. Dann passieren den Handwerkern weniger Fehler und die Gebäudeinfrastruktur hält Jahrzehnte.

Passivhaus-Standard fehlt im Erneuerbare-Wärme-Gesetz

Die Bundesregierung legte einen Entwurf zum Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG) vor. Das Ziel des EWG ist, den Einsatz fossiler Brennstoffe für privaten Wärmebedarf bis spätestens 2040 komplett zu stoppen. Es werden viele Maßnahmen vorgeschlagen. Definitiv fehlt aber die Vorschrift, dass im Neubau im Passivhausstandard gebaut werden muss. Keine andere Maßnahme hat so einen großen Effekt.

Es scheint, dass das Geschäft mit dem Gas immer noch zu lukrativ ist. Es bleibt beinahe nur zu hoffen, dass die Energiekosten weiter so rasant steigen und es dadurch noch wirtschaftlicher wird, im Passivhausstandard zu errichten.

Das „Investor-Nutzer Dilemma“

Nun gibt es das „Investor-Nutzer Dilemma“: Wenn der Bauherr die Investitionen tätigt, um energieeffizienter zu bauen hat nicht er selbst, sondern der Mieter den finanziellen Vorteil, da dessen Energiekosten geringer werden. Aus diesem Grund ist der Bauherr eher motiviert, sich die Investitionen zu sparen. Eine Variante, um von den Mehrkosten selbst zu profitieren, ist die „Warmmiete“. Also die Energiekosten in den allgemeinen Miet- und Betriebskosten pauschal zu integrieren. In Deutschland wird bereits von einigen Wohnbaugesellschaften „warm“ vermietet. Im Passivhaus macht die Vermietung „warm“ besonders viel Sinn, da der Verbrauch sehr gering ist: Rainer Pfluger: „Wenn man bei 100 EUR Heizkosten pro Jahr liegt, ist die Abrechnung absurd. Man muss in jeder Wohnung eigene Zähler einzubauen. Diese müssen alle 5 Jahre erneuert werden und geeicht werden. Die Zähler-Daten müssen abgelesen oder übertragen werden. Die Abrechnung ist ein bürokratischer Aufwand. Rein ökonomisch und volkswirtschaftlich kann man die individuelle Abrechnung in Passivhäusern nicht rechtfertigen.“

Die Wohnungsbaugesellschaften haben es rechtlich nicht leicht, ihre Mehrinvestitionen geltend zu machen. Leichter fällt es, wenn sie sich die Kosten über die Warmmiete wieder hereinholen. Der Investor sorgt selbst für minimale Heizkosten und spart so direkt. Das „Investor-Nutzer Dilemma“ ist umgangen.

Kritik von Wiener Wohnen

Im Gespräch mit °CELSIUS berichtete ein Mitarbeiter von Wiener Wohnen von negativen Erfahrungen. In einem als Passivhaus ausgeführten Gemeindebau sei der tatsächliche Verbrauch der Mieter um ein Vielfaches höher als ursprünglich berechnet. Viele Mieter in diesem konkreten Gebäude sind Raucher. Sie haben die Fenster oft geöffnet und verursachen damit große Energieverluste.

Rainer Pfluger würde hier die Verantwortung nicht den Bewohnern in die Schuhe schieben, sondern vermutet, der hohe Verbrauch liegt an Planungsfehlern. Auf jeden Fall sind solche Beschwerden: „Jammern auf hohem Niveau: Selbst, wenn der gemessene Verbrauch doppelt so hoch ist wie der ursprünglich angenommene, ist dieser immer noch ein Bruchteil.“ Prinzipiell gibt es in Wohnhäusern immer eine gewisse Verbrauchs-Streuung. Manche Bewohner brauchen etwas mehr, andere brauchen etwas weniger. Der Planungswert von 15 kWh pro Jahr und Quadratmeter ist ein Mittelwert über mehrere Wohneinheiten.

Das Problem liegt oft daran, dass die Dimensionierung der Heizung so ausgelegt wird, dass die Innenräume auch dann warmgehalten werden können, wenn die Fenster immer offenstehen. Das muss nicht so sein. Eine knappere Dimensionierung führt automatisch dazu, dass das Fenster wieder zugemacht wird, wenn es kühler wird.

Titelfotos: Herbert Krabal und ASP_Architects
Gesichtet: Martin Auer



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Hitze und Dürre vermindern Ernteerträge in der EU

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Die Erträge von Mais, Sonnenblumen und Soja werden laut JRC MARS Bulletin heuer um 8 bis 9 Prozent geringer sein als im Fünfjahresdurchschnitt. Ursache sind die Hitze und Trockenheit in der Zeit von Anfang Juni bis Mitte Juli in Teilen Europas. In Österreich waren auf Grund günstig verteilter Niederschläge die Bedingungen für Sommerfeldfrüchte gut. Das Bulletin wird von der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission herausgegeben.
https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC127963



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World Resource Institute: Reduktion von Biosprit könnte helfen, die Hungerkrise zu bewältigen

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Würden die USA und Europa ihren Getreideverbrauch für die Produktion von Ethanol als Kraftstoffzusatz um die Hälfte reduzieren, würde das den Ausfall der Getreidelieferungen infolge des Ukrainekriegs vollständig kompensieren. Zu diesem Schluss kommen Berechnungen des World Resource Institute, die im April veröffentlicht wurden. Die Elektrifizierung des Verkehrs würde helfen, nicht nur fossile, sondern auch Bio-Treibstoffe zu sparen.
https://www.wri.org/insights/ukraine-food-security-climate-change



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15. Call des Austrian Climate Research Programme dotiert mit 5 Millionen Euro

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Am 21. Juli wurde der 15. Call des Austrian Climate Research Programme (ACRP), dotiert mit 5 Millionen Euro, gestartet. Gefördert werden Forschungsprojekte, die sich mit Aspekten des Klimawandels, dessen Auswirkungen in Österreich und möglichen Anpassungsmaßnahmen auseinandersetzen. Dabei sind heuer folgende Themenfelder ausgeschrieben:

  • Understanding the climate system and consequences of climate change
  • Specific support for Austria’s policymakers
  • Transformative change

Der Call ist bis zum 26.01.2023, 12:00 Uhr geöffnet und wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft im Auftrag des Klima- und Energiefonds abgewickelt.
https://www.klimafonds.gv.at/call/acrp-2022/




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Öl- und Gasindustrie: Seit 50 Jahren täglich 2,8 Mrd. USD Reingewinn

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Die Öl- und Gasindustrie hat in den letzten 50 Jahren täglich 2,8 Milliarden Dollar Reingewinn gemacht. Das geht aus einer Analyse von Weltbank-Daten durch Prof. Aviel Verbruggen, Universität Antwerpen hervor. Laut Verbruggen, Mitautor des IPCC-Berichts über erneuerbare Energiequellen von 2011, haben die Ölkonzerne und Ölstaaten damit ein Prozent des globalen Vermögens an sich gebracht. Mark Campanale von der unabhängigen Denkfabrik Carbon Tracker, die die Studie bestätigte, wie darauf hin, dass die Öl-, Gas- und Kohlereserven, die im Boden bleiben müssen, um das 1,5°C-Ziel noch zu erreichen, für die internationalen Ölkonzerne einen entgangenen Gewinn von 100 Billionen USD und einen entsprechenden Machtverlust bedeuten würden.
https://www.theguardian.com/environment/2022/jul/21/revealed-oil-sectors-staggering-profits-last-50-years



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Spanien: Gratis-Eisenbahntickets für Pendler:innen

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Die spanische Regierung will steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten auf klimafreundliche Weise begegnen. Ab 1. September bis Jahresende sind Mehrfahrtentickets der staatlichen Eisenbahn für Strecken unter 300 km gratis. Die Maßnahme kommt zusätzlich zu einer Preisreduktion für alle öffentlichen Verkehrsmittel – also auch Busse, Straßenbahnen und Metros – um 30 Prozent.
https://www.theguardian.com/money/2022/jul/15/spain-announces-free-rail-journeys-from-september-until-the-end-of-the-year



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Hitze-App warnt Arbeitende auf dem Bau: Ab 32,5°C Anrecht auf Hitzefrei

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Eine neue „Hitze-App“ informiert Arbeitende auf dem Bau, wenn die Temperatur so hoch ist, dass sie Anrecht auf Hitzefrei haben. Sie schickt ein Warnsignal, wenn bei der nächstgelegenen Messstelle der ZAMG 32,5°C im Schatten gemessen werden. Bisher hatten nur Arbeitgeber Zugang zu diesen Daten. Entwickelt wurde die App von der Gewerkschaft Bau Holz zusammen mit Global 2000 und der AK Wien. Aufgrund der Klimakrise müssen wir uns auf immer öfter vorkommende Wetterxtreme einstellen.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220713_OTS0084/



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