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  • Weniger Regen im Wald: Amazonas-Gebiet noch weniger trockenresistent als angenommen
    Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

    Weniger Regen im Wald: Amazonas-Gebiet noch weniger trockenresistent als angenommen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

    Für jeden dritten Baum, der im Amazonas-Regenwald vertrocknet, stirbt ein vierter Baum – auch wenn er nicht direkt von Dürre betroffen ist. Das ist, vereinfacht ausgedrückt, das Ergebnis einer Netzwerkanalyse, mit der Forschende die komplexen Abläufe in einer der wertvollsten und artenreichsten Kohlenstoffsenken der Erde untersucht haben. Am stärksten gefährdet, sich in eine Savanne zu verwandeln, sind die Regionen an den südlichen Rändern des Waldes, wo kontinuierliche Rodung für Weideland oder Soja der Belastbarkeit des Waldes schon seit Jahren zusetzt.


Kurz gemeldet

  • Dürre: Alarmstufe für 15 Prozent des EU-Gebiets

    Die Europäische Dürrebeobbachtungsstelle meldet für das letzte Julidrittel für 45 Prozent des EU-Gebiets Warnstufe, das heißt ein Defizit an Bodenfeuchtigkeit, und für 15 Prozent des EU-Gebiets Alarmstufe, das bedeutet Vegetationsstress auf Grund von Mangel an Bodenfeuchtigkeit und dadurch verursachtes Vegetationsdefizit. Ursache sind geringe Niedrschläge und frühe Hitzewellen im Mai und Juni. Da Flüsse zu wenig Wasser führen, sindsowohl Wasserkraftwerke als auch die Kühlsysteme andere Kraftwerke beeinträchtigt. Ebenso beeinträchtigt sind die bisherigen und die zu erwaartenden Ernteerträge.
    Die Europäische Dürrebeobachtungsstelle (European Drought Observatory – EDO) ist ein Dienst der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission.
    https://edo.jrc.ec.europa.eu/edov2/php/index.php?id=1000

  • Carbon Brief: Jüngste Extremst-Wetterereignisse ohne menschengemachten Klimawandel praktisch unmöglich.


    Eine Analyse von Carbon Brief untersuchte über 400 in wissenschaftlichen Journalen veröffentlichte Studien, die die Ursachen extremer Wetterereignissen behandeln. Bei solchen Zuordnungsstudien werden Klimamodelle miteinander verglichen, und zwar eines, das der heutigen realen Welt entspricht, und eines, das das Klima darstellt, wie es sich ohne die menschlichen Eingriffe der letzten 200 Jahre entwickelt hätte. Daraus lässt sich ableiten, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Ereignis ohne menschenverursachten Klimawandel eintreten würde, und wie weit die tatsächlichen Ereignisse von der natürlichen Schwankungsbreite entfernt sind. Die Ergebnisse: Durch den menschengemachten Klimawandel wurden 71 Prozent von 504 Extremwetterereignissen wahrscheinlicher und/oder schwerwiegender, 93 Prozent von 152 Fällen extremer Hitze und 56 Prozent von 126 Starkregen- oder Überflutungsereignissen. 12 Extremstereignisse wie die jüngsten Hitzewellen in USA, Europa und Japan, der Temperaturanstieg in Sibirien und ozeanische Hitzewellen vor der Küste Australiens wären ohne menschlichen Einfluss praktisch unmöglich gewesen. Und das alles bei einer globalen Erwärmung von erst knapp über 1 Prozent.
    https://www.carbonbrief.org/mapped-how-climate-change-affects-extreme-weather-around-the-world
    https://www.theguardian.com/environment/2022/aug/04/climate-breakdown-supercharging-extreme-weather

  • Nahrungsmitteltransporte sind CO2-intensiver als bisher angenommen

    Ein Fünftel des CO2-Ausstoßes des Ernährungssystems wird durch Transport verursacht, ergab eine kürzlich in Nature veröffentlichte Studie. 2017 verursachten nationale und internationale Nahrungsmitteltransporte 3 Gigatonnen CO2e, 7,5 Mal so viel wie bisher angenommen. Reiche Länder waren für beinahe die Hälfte davon verantwortlich, obwohl sie nur 12 Prozent der Weltbevölkerung stellen, da sie Nahrung aus aller Welt importieren. Kühltransporte sind besonders CO2-intensiv: Die Beförderung von Obst und Gemüse verursachte doppelt so viele Emissionen wie der eigentliche Anbau.
    https://www.nature.com/articles/d41586-022-01766-0


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